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Endlich Frühling und hinaus in die Natur! Der Sankenbachsteig in Baiersbronn (Kreis Freudenstadt) bietet viel Abwechslung: schöne Aussichten, wild-romantische Wege und einen Aufstieg zum Wasserfall.

Der gut 13 Kilometer lange Sankenbachsteig ist ein Premiumwanderweg. Er beginnt hinter dem Baiersbronner Bahnhof. Der Weg führt zunächst am sprudelnden Sankenbach entlang, vorbei an weiß blühender Pestwurz und gelbem Huflattich. Die Landschaft wird immer welliger, zartes Grün bedeckt die Mulden und Hänge.

Erstes Ziel: Der Sankenbachsee

Auf weichem Waldboden geht es hinauf zum Sankenbachsee: umgeben von grünen Tannen und noch dürren Laubbäumen, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln. Der Karsee liegt mitten im Wald und ist ein Relikt der Eiszeit. Die Menschen genießen die Ruhe und Schönheit des Sees.

Der Wanderweg Sankenbachsteig gehört zu den Genießerpfaden in Baiersbronn. (Foto: SWR, Anette Hübsch)
Der Wanderweg Sankenbachsteig gehört zu den Genießerpfaden in Baiersbronn. Der erste Abschnitt des gut 13 Kilometer langen Rundwegs führt auf Kies- und Waldwegen entlang des Sankenbachs zum gleichnamigen Karsee auf 700 Meter Höhe. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Bevor der Wanderweg Sankenbachsteig den Wald erreicht, führt er neben dem sprudelnden Bach entlang. Bis zum Karsee ist der Weg auch für Kinderwagen geeignet. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Der Sankenbachsteig in Baiersbronn führt auch an einem Wildgehege vorbei. Der prächtige Rotwildhirsch “Felix“ hat vor kurzem sein altes Geweih abgeworfen. Sein Neues wächst schon nach und ist ganz weich und flauschig. Bild in Detailansicht öffnen
Auf dem Weg nach oben zum Sankenbacher-Wasserfall in Baiersbronn verändert sich die Landschaft. Sie wird welliger mit grünen Hügeln und feuchten Mulden. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Der Sankenbachsee ist ein Relikt der Eiszeit. Um den Karsee führt ein Rundweg. An einigen Stellen seines Ufers verlandet er. Es ist es ein malerischer Ort von faszinierender Ruhe und Schönheit. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Ein besonderer Kraftort: gut 40 Meter stürzt das Wasser am Sankenbach-Wasserfall in die Tiefe. Die Quelle entspringt im benachbarten Kniebis (Kreis Freudenstadt). Wanderer erreichen den Wasserfall über einen schmalen Steg, der Trittsicherheit und festes Schuhwerk erfordert. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Wer oben am Sankenbacher Wasserfall angekommen ist, kann mit einem Riegel die Wassermenge steuern. Wanderguide Christel Göntgen öffnet die Sperre, damit das angesammelte Wasser 40 Meter tief herabstürzen kann. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Der Grubersteig ist ein alter Handelsweg, der Baiersbronn mit dem Nachbarort Kniebis (Kreis Freudenstadt) verbindet. Noch trägt er Winterflor, doch im Sommer stehen Farn und Heidelbeerbüsche meterhoch und erschweren das Durchkommen. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Die Marienkapelle in Baiersbronn-Friedrichstal ist ein beliebter Ort zum Heiraten. Wanderer des Sankenbachsteigs können hier auch eine gemütliche Pause einlegen Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Der Schleifstein der Schwäbischen Hüttenwerke in Baiersbronn-Friedrichstal ist wohl bei der Herstellung zerbrochen und dort liegen geblieben. Vielleicht hat er ja schon mal als Vespertisch für Wanderer gedient. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen
Der Genießerpfad Sankenbachsteig in Baiersbronn bietet auch schöne Aussichten: durch die Baumwipfel kann man unten den Karsee bestaunen oder an einer anderen Stelle ist das benachbarte Freudenstadt zu sehen. Anette Hübsch Bild in Detailansicht öffnen

Zweites Ziel: Der Sankenbach-Wasserfall

Vom See geht es einen gut 800 Meter langen schmalen Steig hoch zum Wasserfall. Der Weg führt über dicke Wurzeln und glitschige Steine. Die herabstürzende Wassermenge lässt sich durch einen Riegel steuern. Dann schießt das Wasser aus dem geöffneten Sammelbecken gut 40 Meter in die Tiefe - ein faszinierender Anblick! Der Sankenbachsteig bleibt erlebnisreich, mit historischen Orten, schönen Aussichten und wild-romantischen Ecken. Eine Einkehr in die Glasmännle-Hütte ist Corona-bedingt zur Zeit nicht möglich. Dafür gibt es immer wieder schöne Picknickplätze.

Karseen sind Relikte der Eiszeit

Am Ende der letzten Eiszeit, vor über 10.000 Jahren, waren die Berghänge im Schwarzwald mit dickem Eis überzogen. Als es wieder wärmer wurde, begannen die Gletscher zu schmelzen. Sie schoben Felsbrocken, Steine und Erde vor sich her, gruben Mulden in die Hänge. Zwischen Hang und Wall sammelte sich dann Schmelzwasser und bildete einen See. Von über hundert Karseen im Nördlichen Schwarzwald gibt es noch zehn. Auf Baiersbronner Gemarkung liegen fünf davon: der Buhlbachsee, der Ellbachsee, der Hutzenbachersee, der Wildsee und der Sankenbachsee.

Karseen sind wertvolle Biotope

Die Karseen sind vor allem eine touristische Attraktion und dienen den Menschen zur Erholung. Mit ihren angrenzenden Feuchtwiesen sind sie ein wertvolles Biotop und Rückzugsgebiet für seltene Tiere und Pflanzen. Deshalb stehen die Relikte der Eiszeit auch alle unter Naturschutz.

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