Schlagerlegende

Nana Mouskouri - die Stimme

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Sie gilt nach Madonna als erfolgreichste Sängerin der Welt. Ob Chanson, Schlager, Folklore oder Jazz - „die Stimme“, wie Nana Mouskouri genannt wird, beherrscht alle Genres.

Plattencover von Nana Mouskouri (Foto: SWR, Coverscan: Fontana)
„Da klingt eine Stimme aus Griechenland zu uns herüber, die ungewöhnlich ist: ein wenig traurig, verhalten in der Leidenschaft, ein dunkelgetönter Traum - und doch so lebensverliebt, wie sich eine junge Frau aus dem klassischen Athen nur geben kann“ stand auf der Cover-Rückseite ihrer deutschen Debüt-Single „Weiße Rosen aus Athen“ zu lesen. Zehn Wochen lang stand Nana Mouskouri 1961 damit auf Platz 1 der Hitparade. Wenige Monate später folgte… Coverscan: Fontana Bild in Detailansicht öffnen
…der nächste Spitzenreiter: „Ich schau‘ den weißen Wolken nach“, der, wie die weißen Rosen, aus der Feder des berühmten griechischen Komponisten Manos Hadjidakis stammte. Er war von Anfang an von ihr überzeugt: „Jetzt werdet ihr die allerschönste Stimme von ganz Athen hören“ stellte er die junge Sängerin in Künstlerkreisen vor. Hadjidakis verdankt sie ihren ersten großen Erfolg: Er schrieb eigens für sie ein Lied, mit dem sie 1959 am „Festival de la Chanson Héllenique“ teilnahm und gewann. Coverscan: Fontana Bild in Detailansicht öffnen
Der amerikanische Produzent Quincy Jones holte sie 1962 nach New York, um mit ihr eine Jazzplatte aufzunehmen. Mit „The girl from Greece sings“ erfüllte sich für Nana Mouskouri ein Traum. Mit Jazz war sie aufgewachsen und Ella Fitzgerald oder Frank Sinatra zählten zu ihren Idolen. Sie erinnerte sich: „Die Tage im Studio waren sehr kreativ. Die Zeit verging so schnell, ich sang täglich zwölf Stunden. Danach aß ich noch einen Hamburger und ging schlafen, um meiner Stimme eine Pause zu gönnen.“ Coverscan: Fontana Bild in Detailansicht öffnen
Ende 1963 stand in Deutschland ihre erste Langspielplatte in den Geschäften, die ihre Erfolge wie u. a. „Was in Athen geschah“ oder „Rote Korallen“ bündelte. In kurzer Zeit war sie eine weltweit gefragte Künstlerin geworden. 1963 engagierte sie Luxemburg, um das Land mit „À force de prier“ beim Grand Prix d’Eurovision zu vertreten. In der Endwertung erreichte sie den 8. Platz. Neben einer englischen Version nahm sie von ihrem Lied auch eine deutsche Fassung auf: „Die Worte dieser Nacht“. Coverscan: Fontana Bild in Detailansicht öffnen
Am 13. Juni 1964 wurden im Kurhaus in Baden-Baden die beliebten „Deutschen Schlagerfestspiele“ ausgetragen. Über 300 Titel waren hierfür im Vorfeld eingegangen und zwölf davon schafften es in die Endrunde. Nana Mouskouri war mit unter den Finalisten und ging aus dem Wettbewerb als Zweitbeste hervor. Trotz der damals sehr guten Platzierung ist ihr Lied „Wo ist das Glück vom vergangenen Jahr“ nur noch wenigen in Erinnerung geblieben. Coverscan: Fontana Bild in Detailansicht öffnen
Während es in New York Quincy Jones war, so wartete in Paris Michel Legrand auf die Sängerin. Legrand, selbst Sänger, dazu Pianist und Komponist repräsentierte die ganze Seele der Musik. Ihre Stimme und seine Noten waren wie füreinander geschaffen. Gleich das erste Lied, das Nana Mouskouri aus seiner Feder sang, öffnete ihr viele Türen im Showbusiness: „Les parapluies de Cherbourg“ hat sie in insgesamt sechs Sprachen aufgenommen. Coverscan: Mercury Bild in Detailansicht öffnen
Man schrieb den 26. Oktober 1967 - an diesem Tag gab Nana Mouskouri ihr Debüt im berühmten Pariser „Olympia“. Wie bei Premieren üblich, geleitete sie der Direktor Bruno Coquatrix persönlich zur Bühne. Am Ende ihres Auftritts war das Publikum restlos begeistert. Doch dies war nur der Anfang, denn an diesen Ort sollte sie noch viele Male zurückkehren, um triumphale Erfolge zu feiern. Die 1971er-LP „Lieder meiner Heimat“ gab die Stimmung eines der Konzerte wieder. Coverscan: Fontana Bild in Detailansicht öffnen
„Sieben schwarze Rosen“ war das erste Lied, das Nana Mouskouri nach langjähriger Abstinenz von der hiesigen Konzert- und Plattenszene für eine Aufnahme in deutscher Sprache akzeptierte. Es wurde zu einem der beständigsten Lieder ihrer ganzen Karriere. Im Februar 1975 kam das gleichnamige Album auf den Markt, das später mit einer „Goldenen Schallplatte“ ausgezeichnet wurde. Weitere Single-Hits dieser Produktion waren „Adios“ und „Komm‘, komm‘, sag‘ uns Deinen Traum“. Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
Am 19. Dezember 1976 strahlte das ZDF eine glanzvolle TV-Show mit Nana Mouskouri aus. Die Gastgeberin präsentierte „Eine Welt voll Musik“ und lud für diesen Abend internationale Stars wie Johnny Mathis, Julio Iglesias und Georges Chakiris ein. Die Veranstaltung fand in der Stadthalle Hannover statt und der Live-Mitschnitt kam pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf Platte in den Handel. Das Fernsehen spielte auch bei der Veröffentlichung… Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
… ihres 1977er-Albums „Glück ist wie ein Schmetterling“ eine wichtige Rolle, denn sie wurde von zahlreichen Auftritten in großen TV-Sendungen begleitet. Einige der dort vorgestellten Lieder wurden zu Evergreens. Außer dem Titelsong erfreute sich „Draußen vor der Tür“ in Wunschkonzerten großer Beliebtheit und bis heute läuft „Guten Morgen, Sonnenschein“ häufig im Radio. Hier im Bild die französische Version: „Quand tu chantes“. Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
Für die Jüngsten ihrer Fangemeinde widmete Nana Mouskouri - selbst Mutter zweier Kinder - 1979 eine ganze Langspielplatte. Unterstützung erhielt sie hierbei vom Tölzer Knabenchor. Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
Renommierte Künstler schrieben für sie - 1982 war es u. a. Udo Jürgens: „Alles, was Du brauchst, ist Liebe“ stammte aus seiner Feder. Auf der B-Seite war das „Lied der Freiheit“ zu hören - eine Adaption des berühmten „Gefangenenchores“ aus „Nabucco“ von Giuseppe Verdi. Die französische Version war bei unseren westlichen Nachbarn ein Sensationserfolg und verkaufte sich in Millionenhöhe. Bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag sang sie das Lied 1982 an der Berliner Mauer. Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
Nana Mouskouri hatte eine Vorliebe für die Lieder von Robert Stolz und immer wieder fand sich ein Lied aus seinem Schaffen auf ihren LPs. 1982 nahm sie schließlich ein ganzes Album mit Werken des großen Wiener Komponisten auf. Als Nana Mouskouri anlässlich der Fernseh-Sendung „Musik ist Trumpf“ in Wien Halt machte, schickte dessen Frau Einzi ihr zum Dank einen riesigen Blumenstrauß ins Hotel. Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
Die Gruppe „Abba“ war in Sachen „Freigabe ihrer erfolgreichen Songs für Cover-Versionen“ stets zurückhaltend. Anders bei Nana Mouskouri: Sie bekam die Genehmigung, „I have a dream“ in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Ein wenig griechisches Flair hatte der Song vom Sound her ohnehin, so dass „Ich leb‘ im Traum“ zum gelungenen Vorboten ihrer 1983er-LP „Farben“ wurde. Coverscan: Philips Bild in Detailansicht öffnen
Vladimir Cosma schrieb zur vierteiligen TV-Serie „Erben der Liebe“ (Original: Mistral’s Daughter) den Titelsong „Only love“. Mit diesem Lied hatte Nana Mouskouri in England 1986 einen großen Erfolg und erreichte Platz 2 der Hitparaden. Sie nahm das Lied in mehreren Sprachen auf, darunter französisch („L’amour en héritage“) und deutsch. Hier gibt es die Besonderheit, dass es gleich zwei Versionen mit unterschiedlichen Texten gab: „Aber die Liebe bleibt“ und, wie hier im Bild, „Der wilde Wein“. Coverscan: Carrere Bild in Detailansicht öffnen
Das Album „Konzert der Gefühle“ war ein neuer Beweis für ihre Vielseitigkeit. Mit der Interpretation berühmter Arien kehrte sie quasi zu ihren musikalischen Wurzeln zurück. Vor vielen Jahren hatte sie mit einer Ausbildung im klassischen Fach am Athener Konservatorium das Fundament zu ihrer Weltkarriere gelegt. Die berühmte Opernsängerin Maria Callas gab ihr einen guten Rat: „Es tut nichts zur Sache, was Sie singen, es ist nur wichtig, warum Sie es singen und wie Sie es singen.“ Coverscan: Mercury Bild in Detailansicht öffnen
„Ein Duett ist für mich zuallererst ein wundervolles musikalisches Zusammentreffen, eine Art „Pas de deux“ zweier Stimmen, die wie die Töne schwarzer und weißer Pianotasten miteinander kommunizieren“ schrieb Nana Mouskouri im Begleittext zu ihrer Duett-CD „Rendezvous“. Viele befreundete Künstler waren dabei, darunter Charles Aznavour, Joan Baez oder Alain Delon. Zwei Titel nahm sie zusammen mit ihrer Tochter Hélène auf, die unter dem Künstlernamen „Lénou“ selbst eine Gesangskarriere startete. Coverscan: Mercury Bild in Detailansicht öffnen
Zu ihrem 80. Geburtstags erschien eine Sammlung mit 44 ihrer schönsten deutschen und internationalen Lieder aus fünf Jahrzehnten. „Meine Reise von 1962 bis heute“ beinhaltete dazu eine DVD mit TV-Auftritten aus der Zeit zwischen 1972 und 2011: Die Bandbreite reichte hier von „Try to remember“ über „La Provence“ bis zu „Alles klar auf der Andrea Doria“ im Duett mit Udo Lindenberg. Nach Griechenland war „Deutschland ... das erste Land, in dem ich ein Star wurde“ sagte Nana Mouskouri rückblickend. Coverscan: Electrola Bild in Detailansicht öffnen

Ella Fitzgerald und Billie Holiday waren die frühen Vorbilder

Die griechische Sängerin Nana Mouskouri (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance/KPA Copyright)
Nana Mouskouri zu Beginn der 60er Jahre Picture Alliance/KPA Copyright

Nana Mouskouri wuchs in Athen in bescheidenen Verhältnissen auf. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zur Musik und begann am Konservatorium klassischen Gesang, Klavier und Harmonielehre zu studieren. Neben der Neigung zur ernsten Musik gab es auch die Leidenschaft für alles, was aus Amerika herüberklang. Über Radio Tanger hörte sie die Musik von Ella Fitzgerald oder Billie Holiday und mangels englischer Sprachkenntnisse schrieb sie die Texte phonetisch mit, um zusammen mit ihren Idolen singen zu können.

Die Welt wollte Jazz und Rock von Nana Mouskouri

Ein Vorsingen beim Athener Rundfunk beeinflusste ihren weiteren musikalischen Weg: „Ich sang ein paar griechische Lieder, dann Ella Fitzgerald. Dann war es so, als würde das Publikum eine andere Welt entdecken. Man forderte Jazz und Rock von mir“ erinnerte sie sich in ihrer Autobiographie. Weil eine andere Sängerin ausfiel, wurde sie 1957 für einen Auftritt vor der 6. US-Flotte, die gerade im Hafen von Piräus vor Anker lag, verpflichtet. Es wurde ein über einstündiges Konzert, das die Seeleute mit ihrem Applaus erzwangen.

Zuspruch von Maria Callas

Der staatliche Rundfunk hatte das Konzert mitgeschnitten und in Auszügen gesendet.  Auf Grund dieser Jazz-Ausflüge war die Musikhochschule nun passé. Um Geld zu verdienen, trat sie in allen möglichen Tavernen, Jazz- und Nachtclubs auf. Eines Abends war die Opernsängerin Maria Callas unter den Gästen und wünschte sich alte griechische Lieder. Sie kamen ins Gespräch und die junge Sängerin erzählte von ihrem Rauswurf aus dem Konservatorium. Die Callas tröstete sie: „Ich glaube es ist besser, eine große Sängerin populärer Lieder zu sein, als nur eine kleine Opernsängerin.“

Die Zusammenarbeit mit Manos Hadjidakis gibt ihr neue Impulse

Der Komponist Manos Hadjidakis hatte Nana Mouskouri im Rundfunk gehört und war von ihrer Stimme begeistert. Er schrieb erste Lieder für sie, die bald auf Platte erschienen. Das Interesse des Publikums war geweckt und innerhalb von zwei Jahren war sie zur beliebtesten Sängerin Griechenlands geworden. Der Erfolg wurde durch die Siege bei mehreren Festivals untermauert.

Die griechische Sängerin Nana Mouskouri, Peter Kraus und Freddy Quinn (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Picture Alliance/Richard Koll)
Preisträger - Nana Mouskouri, Freddy Quinn (l.) und Peter Kraus (r.) bei der Verleihung des Goldenen Löwen (1962) Picture Alliance/Richard Koll

Aus dem Erntelied wurden die weißen Rosen

In Deutschland entstand der dokumentarische Griechenland-Film „Traumland der Sehnsucht“, der 1961 an der Berlinale teilnahm und den „Silbernen Bären“ gewann. Manos Hadjidakis zeichnete für den Soundtrack verantwortlich. Fünf Lieder hatte er komponiert, die von Nana Mouskouri und einem großen Opernchor gesungen wurden. Das „Erntelied“ berührte das Publikum ganz besonders. Daher sollte eine deutsche Platte gemacht werden - es war ihre erste, die sie im Ausland aufnahm. Mit dem Text von Hans Bradtke wurde es bald als „Weiße Rosen aus Athen“ bekannt.

Im August 1961 wurden die „weißen Rosen“ zum ersten Mal in der hiesigen Hitparade notiert. Bereits im Oktober nahmen sie den 1. Platz ein und blieben dort für zehn Wochen. Unterm Strich gerechnet verweilten sie 25 Wochen in der Top 10 und waren insgesamt 38 Wochen in der Hitparade platziert. Allein in den ersten sechs Monaten nach Erscheinen der Single gingen davon hierzulande 1,5 Millionen Exemplare über die Ladentische. Die Weltkarriere von Nana Mouskouri hatte damit ihren endgültigen Anfang genommen.

Quincy Jones macht Jazz mit Nana Mouskouri

Die griechische Sängerin Nana Mouskouri (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance/Laurent_Gillieron)
Quincy Jones wird 75 und Nana Mouskouri gratuliert der Produzenten-Legende. Picture Alliance/Laurent_Gillieron

Während sie für den Riesenerfolg 1962 ihre erste „Goldene Schallplatte“ in Empfang nehmen durfte, stand bereits ihre Nachfolgeplatte „Ich schau‘ den weißen Wolken nach“ auf dem Spitzenplatz der Hitparade. Mit Heidi Brühl und Gerhard Wendland ging sie hierzulande erstmals auf Tournee, der die Presse den Beinamen „Die drei goldenen Stimmen“ gegeben hatte. Im gleichen Jahr unternahm sie ihre erste Reise in die USA. Der amerikanische Produzent Quincy Jones hatte sie nach New York eingeladen, um mit ihr eine Jazzplatte aufzunehmen. Ein Traum ging damit in Erfüllung.

Michel Legrand ebnet Nana Mouskouri in Frankreich den Weg

In Paris erwartete sie der berühmte Komponist Michel Legrand, zu dem sie eine ganz besondere künstlerische Beziehung entwickelte: „Meine Stimme und Michels Kompositionen hatten einander gesucht und gefunden und sollten sich nie wieder trennen.“ Er hatte großen Anteil daran, dass ihr in Frankreich ebenso eine steile Karriere gelang. Allein bei unseren westlichen Nachbarn konnte sie im Laufe der Jahre insgesamt 17 goldene und 1 Platin-Auszeichnung für ihre Plattenverkäufe in Empfang nehmen.

Von Belafonte lernte ich, anspruchsvoll zu sein

Konzerte und Tourneen führten sie nun rund um den ganzen Globus. Besonders bedeutsam sind die Gastspiele mit Harry Belafonte, an dessen Seite sie 1964 in Nordamerika debütierte. Belafonte war von ihr so begeistert, dass er sie fragte, ob sie für einige Zeit nicht seine musikalische Partnerin sein wollte. „Das war das schönste Angebot, das man mir jemals gemacht hatte“ schrieb sie in ihrer Autobiographie. „Von Belafonte lernte ich, anspruchsvoll zu sein, lernte die Bemühung um Perfektion, die Beherrschung der Gestik. Ich lernte, beim Singen die Hände nicht mehr hinter dem Rücken zu haben, die Augen zu öffnen und sogar zu lächeln.“

Zeit für die eigene Familie

Auch in England konnte sie Erfolge der Superlative feiern: 1970 wählten sie die Briten zur „Sängerin des Jahres“. Trotz eines übervollen Terminkalenders fand sie die Zeit, eine eigene Familie zu gründen. 1968 brachte sie Sohn Nicolas zur Welt, zwei Jahre später ihre Tochter Hélène.

Die griechische Sängerin Nana Mouskouri (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance/Sören Stache)
Nana Mouskouri mit ihrer Tochter Hélène Picture Alliance/Sören Stache

Die UNICEF bat die zweifache Mutter, sich für Kinderrechte auf der ganzen Welt einzusetzen. Diese Aufgabe hat sie mit sehr viel Engagement ausgeführt, so dass sie 1993 offiziell zur ehrenamtlichen Botschafterin ernannt wurde. Darüber hinaus war sie von 1994 bis 1999 als EU-Abgeordnete politisch tätig. Hier setzte sie sich u. a. für eine Annäherung der Religionen ein und traf in diesem Rahmen Papst Johannes Paul II.

Hier schlug mir eine Welle der Sympathie entgegen und so wurde es zu einem Land, das ich bis heute liebe.

Nana Mouskouri kommt auch in ihrer Heimat an

Zwar hatte sie auf allen Bühnen der Welt gesungen, nur in ihrer Heimat schien sie vergessen zu sein. Dies hatte einen guten Grund, denn wegen der jahrelang dort herrschenden Diktatur hatte sie sich von Griechenland abgewandt. Völlig überraschend erhielt sie 1984 eine Einladung zum zehnjährigen Jahrestag der Wiederherstellung der Demokratie. Zu diesem Anlass sang sie zu Füßen der Akropolis. „Ich hatte das Gefühl, am Ende jener langen Reise, die ich auf der Bühne des kleinen Kinos meines Vaters begonnen hatte, angelangt zu sein.“

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