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Die schönsten Cover von Harry Belafonte

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Plattencover Harry Belafonte (Foto: SWR, RCA (Coverscan) -)
Ein jamaikanisches Volkslied verhalf Harry Belafonte 1956 zu einem Millionenseller. Es erzählte von Hafenarbeitern, die in der Nacht Bananen verluden. Der Ruf nach dem Tagesanbruch und dem damit verbundenen Ende der anstrengenden Schicht ("Day-O") ging als "Banana Boat Song" in die Musikgeschichte ein. "Nichts nimmt es mit diesem Song auf. Er ist meine Visitenkarte." Fortan galt Harry Belafonte als "König des Calypso" - ein Beiname, der dem Künstler missfiel. RCA (Coverscan) -
Auf Grenada und Barbados fanden die Dreharbeiten zu seinem Film "Island in the sun" statt, in dem er neben Joan Fontaine und James Mason die Hauptrolle spielte. Die Produktion war so erfolgreich wie umstritten: Die Liaison zwischen einem Schwarzen und einer Weißen entfesselte Diskussionen, denn 1957 galten in den USA noch strikte Rassenschranken. Dennoch wurde der Titelsong zu einem seiner größten Hits, zu finden auf dem Album "Belafonte sings of the Caribbean". RCA Victor (Coverscan) -
Ein frühes Zeugnis seines sozialen Engagements sind die legendären Benefizkonzerte zugunsten zweier Schulen, die er am 19. und 20. April 1959 in der New Yorker Carnegie Hall gab. Die Vorstellungen erschienen in Auszügen auf einem Doppelalbum, das 1960 mit dem Grammy Award für die "beste Technik" ausgezeichnet wurde. Den krönenden Abschluss bildete "Matilda", bei dem nicht nur das Publikum, sondern auch die Musiker des Orchesters und der Dirigent mit einstimmten. RCA (Coverscan) -
Zusammen mit der Sängerin und Schauspielerin Lena Horne präsentierte er 1959 Melodien aus der Oper "Porgy and Bess" von George Gershwin und knüpfte damit quasi an die Verfilmung des Werkes an, die im selben Jahr in die Kinos kam und in der sein bester Freund Sidney Poitier die Hauptrolle spielte. Lena Horne und Belafonte sangen lediglich zwei Titel gemeinsam, alle anderen Songs waren Soloaufnahmen. 1970 kam es zu einer erneuten Zusammenarbeit... RCA (Coverscan) -
... für das amerikanische Fernsehen entstand das TV-Special "Harry und Lena". Begleitend hierzu gab es eine weitere gemeinsame Platte, die nur in einer limitierten Auflage auf Bestellung zu bekommen war. RCA (Coverscan) -
1960 nahm Harry Belafonte ein Album mit Spirituals auf. Unterstützung bei der Produktion "My Lord what a mornin‘" bekam er von den "Belafonte Folk Singers" (anfänglich auch "The Belafonte Singers"). Die meist 12-köpfige Sänger- und Musikantengruppe wurde gegründet, um Harry Belafonte auf seinen Tourneen zu begleiten. Darüber hinaus wirkte das Ensemble - wie hier - auf einigen Schallplatten mit und nahm auch vereinzelt eigene Produktionen ohne seinen Namensgeber auf. RCA Victor (Coverscan) -
"Jump up Calypso" - 1961 kamen neue Calypso-Rhythmen auf den Plattenteller, mit Hits wie "Jump in the line" oder "Angelina". "Das Album wurde zu einer meiner meistverkauften Platten und brachte mir die sechste "Goldene" ein", erinnerte er sich in seiner Autobiographie. Er wollte sich in seiner Kunst nicht zu stark vom Calypso dominieren lassen. Daher vergingen meist rund fünf Jahre, bis er seine Anhänger mit diesen Klängen bediente: 1966 folgte "Calypso in Brass" und 1971 "Calypso Carnival". RCA Victor (Coverscan) -
Im September 1960 gastierte Harry Belafonte in Griechenland und erlebte in einem Club außerhalb von Athen die junge Nana Mouskouri, deren Stimme ihn sofort fesselte. Er wollte sie dem amerikanischen Publikum vorstellen. Bereits beim ersten Konzert 1964 erntete sie Beifallsstürme und Sympathien. Diese enthusiastischen Reaktionen des Publikums führten zu diesem gemeinsamen Album mit Liedern aus Griechenland, bei denen Harry Belafonte in der Landessprache sang. RCA Victor (Coverscan) -
1958 begann Belafonte die aus Südafrika stammende Künstlerin Miriam Makeba zu fördern. Das Album "An evening with Belafonte/Makeba", wurde 1966 mit einem Grammy Award ausgezeichnet. "Der Spiegel" schrieb: "In neun der zwölf Songs aus Südafrika üben die politisch aktiven Unterhaltungsstars im Tom-Tom-Rhythmus zu Chorbegleitung Sozialkritik. Nur drei Liedtexte sprechen von Kindern und Liebe." Dieses Doppel-Album ist eine Art "Best of" der beiden Künstler. RCA Victor (Coverscan) -
Harry Belafonte - der Balladensänger: Auf dem 1966 erschienenen Album "In my quiet room" präsentierte er mit großem Orchester selbst ausgewählte Songs. Darunter ein Lied, das besonders populär wurde: "Try to remember". Anfang der 1960er-Jahre hatte er es im Rahmen einer TV-Show gesungen, 1962 erschien es auf "The many moods of Belafonte". Vier Jahre später nahm er es für das hier gezeigte Album neu auf. Es wurde zu einem festen Bestandteil seiner Tour-Programme. RCA (Coverscan) -
"Ein Konzert für Studenten ist immer noch das spirituell Lohnendste für einen Künstler", sagte Harry Belafonte über seine Auftritte an Universitäten. Seine erste College-Tour unternahm er 1964. Drei Jahre später erschien das Album "Belafonte on campus", auf dem er eine Auswahl der Folksongs präsentierte, die er bei seinen dortigen Konzerten sang. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er rund vierzig Hochschulen besucht und vor einer Viertelmillion amerikanischer Studenten gesungen. RCA (Coverscan) -
Nach Gospels, Folksongs, Swing und Jazz begann er Ende der 1960er einige poporientierte Alben aufzunehmen. Auf "Belafonte sings of love" interpretierte er 1968 Liebeslieder wie den Jimmy Webb-Titel "By the time I get to Phoenix". Auf der Rückseite der LP stand - quasi als Botschaft an alle Verliebten - ein Zitat aus dem Buch "Der Prophet" des libanesisch-amerikanischen Malers, Dichters und Philosophen Kahlil Gibran: "Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen." RCA (Coverscan) -
1970 erschien "Homeward Bound" mit Liedern erfolgreicher Singer-Songwriter. Dem von Paul Simon geschriebenen Titelsong folgten u. a. Werke von Gordon Lightfoot ("The last time I saw her"), Tim Hardin ("If I were a carpenter"), Leonard Cohen ("Suzanne") oder Bob Dylan ("Tomorrow is a long time"). Dylan wirkte übrigens 1962 bei der Belafonte-LP "The Midnight Special" als Musiker mit und spielte beim Titeltrack die Mundharmonika - dies war seine erste offizielle Schallplattenaufnahme. Victor (Coverscan) -
Eine Ära ging langsam zu Ende: 1973 veröffentlichte er sein letztes Studio-Album bei RCA Records, wo er seit 1952 unter Vertrag stand. Der Neil Diamond-Hit "Play me" eröffnete die gleichnamige LP, auch Don McLean steuerte Titel ("Empty chairs", "And I love you so") bei. Den Plattenvertrag beschloss ein Jahr später eine Live-LP mit Ausschnitten seiner Japan-Tournee. Erst 1977 sollte mit "Turn the world around" eine neue Platte von Harry Belafonte folgen. RCA (Coverscan) -
Als Live-Künstler blieb Harry Belafonte weiterhin aktiv, neue Schallplattenaufnahmen wurden rarer. Nach dem Album "Loving you is where I belong" aus dem Jahr 1981 vergingen sieben Jahre, bis er mit "Paradise in Gazankulu" eine neue Produktion vorlegte - seine letzte Studioproduktion. Daraus erschien auf Single ausgekoppelt die Ballade "Skin to skin" mit Jennifer Warnes im Duett. Die Plattenfirma schrieb: "Die Melodie dieses eindringlichen Love-Songs verursacht, dank ihrer Wärme, Gänsehaut." RCA (Coverscan) -
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