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Die schönsten Plattencover von Roy Orbison

Roy Orbison Plattencover: The Teen Kings (Foto: Fuel 2000 Records (Coverscan))
"Wir spielten alles, was aktuell war" erinnerte sich das Bandmitglied James Morrow, der Mann an der Mandoline bei "The Wink Westeners". Aber auch Songs im Stile von Glenn Miller hatten die Jungs drauf. Roy Orbison war der Kopf der Truppe (hier als zweiter im Bild), die sich Mitte der 1950er Jahre in "The Teen Kings" umbenannten. Fuel 2000 Records (Coverscan)
"Ooby Dooby" öffnete die Tür zur Plattenbranche. Eine akustische Rückschau auf die Anfangszeit bei "Sun Records" bietet diese Zusammenstellung. Darunter finden sich Titel wie "Rockhouse" oder "You're my baby". Bear Family Records (Coverscan)
Mit "Only the lonely" ging seine Karriere 1960 durch die Decke. Das Lied war als Opener auf seiner LP "Lonely and blue" enthalten und erschien auf dem kurz zuvor neu gegründeten "Monument"-Label. Frischer Wind auch beim Songwriting: In Joe Melson hatte er einen glänzenden Partner gefunden. Diese Zusammenarbeit brachte einige seiner besten Hits hervor. Das zeigte... Monument (Coverscan)
... sich einmal mehr auf dem Album "Crying" von 1962. Zwei Drittel der enthaltenen Songs stammten aus der Orbison/Melson-Werkstatt, darunter - neben dem Titelsong - auch der Klassiker "Running scared". Der Erfolgskomponist Boudleaux Bryant schrieb einmal mehr den Begleittext zur Platte. Er hatte für die Everly Brothers... Monument (Coverscan)
... Hits am Fließband geschrieben, wie "Bye Bye Love" oder "Love hurts" - Songs, die ebenfalls zum Stil von Roy Orbison passten. Diese Lieder sind in seiner Interpretation auf mehreren Langspielplatten wiederzufinden - wie z. B. auf "In dreams" von 1963. "Blue Bayou" feierte auf dieser LP Premiere. Die mystische Ballade... Monument (Coverscan)
... "Shahdaroba" zählte darüber hinaus zum Angebot. Wenige wissen, dass Roy Orbison dieses Lied sogar in deutscher Sprache aufgenommen hatte. Die Single ist heute eine hoch gehandelte Rarität, denn sie war nur circa acht Wochen auf dem Markt und wurde dann wieder gestrichen. Gründe hierfür sind nicht überliefert. London (Coverscan)
Für die Aufnahme von "Oh, pretty woman" waren nur zwei Takes notwendig. Allerdings bedurfte es drei Stunden Vorbereitung, bis die Musiker einen Konsens gefunden hatten und startklar waren. Das Lied schrieb Orbison mit dem amerikanischen Musiker Bill Dees, der bei der Aufnahme auch die Harmonien sang. Der Hit eröffnete den Reigen der "Orbisongs". Das Album erschien kurz... Monument (Coverscan)
... nachdem der Vertrag mit "Monument" endete und er bei "MGM" einen mehrjährigen Kontrakt unterschrieb. Aber nach einer Ära erstaunlichster Erfolge brachen nun kommerziell magere Jahre an. "There is only one Roy Orbison" war 1965 die erste Produktion unter neuer Flagge und brachte mit "Ride away" nochmal einen akzeptablen Hit hervor. MGM (Coverscan)
Roy Orbison als Schauspieler: Es war nur ein Intermezzo, das 1967 mit "The fastest guitar alive" startete und auch endete. Der Western spielte gegen Ende des amerikanischen Bürgerkriegs. Orbison porträtierte einen Spion, der Goldbarren zu rauben hatte, um die Finanzierung des Bürgerkriegs zu unterstützen. Sowohl bei den Kritikern als auch an den Kinokassen war der Streifen ein Flop. MGM (Coverscan)
"Cry softly lonely one" war das zwölfte Studioalbum, das Roy Orbison aufnahm. Die Platte stand 1967 in den Geschäften und brachte zwei kleinere Hits hervor. Neben dem Titelsong war es "Communication Breakdown", das in Australien allerdings besser lief als in den Vereinigten Staaten. Dort erreichte der Song Platz neun der Hitparade. London (Coverscan)
Während einer Tour in England kam Orbison auf die Idee, ein Live-Album aufzunehmen. Pläne, die bei seiner Plattenfirma keine Zustimmung fanden. Als Kompromiss entstand 1969 in einem Club in West Yorkshire "The Big O". Ein mobiler Studiotruck sorgte dafür, dass der von der Plattenfirma gewünschte geschliffene Studio-Sound zu hören war und dennoch Live-Atmosphäre einfloss. London (Coverscan)
Bis in die 1980er Jahre blieb es ruhig um Roy Orbison. Der Ex-Beatle George Harrison war es, der ihn zu den "Traveling Wilburys" holte. Die Gruppe bestand aus Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne, Harrison und Orbison. Die Pop-Legenden traten hier unter Pseudonymen auf. Roy Orbison nannte sich Lefty Wilbury, in Anlehnung an sein Idol Lefty Frizzell. Wilbury Records (Coverscan)
Roy Orbison war wieder im Aufwind und es war Zeit für neue Songs. Die Lieder für sein Studio-Album "Mystery Girl" wurden 1988 fertiggestellt und erschien am 7. Februar 1989. Es wurde in vielen Ländern mit Gold und Platin ausgezeichnet und beinhaltete einige zeitlose Hits wie "You got it"... Virgin (Coverscan)
... oder "California Blue". Seine Frau Barbara erinnerte sich an die Momente, nachdem das Album fertiggestellt war: "Er setzte sich zu Hause hin und war so überwältigt von seinen Dankbarkeitsgefühlen. Mit Tränen in den Augen sagte er: 'Ich kann die bedingungslose Liebe und Unterstützung nicht glauben, die ich erlebt habe. Alle kamen einfach und gaben ihr Bestes.'" Virgin (Coverscan)
Posthum erschien 1992 unter der Leitung von Barbara Orbison die Produktion "King of hearts", die aus Demos und bereits fertigen Masterspuren zusammenstellt wurde. Während den Sessions zu "Mystery Girl" waren mehrere Songs entstanden, die Material für ein weiteres Album boten und hier Verwendung fanden. Virgin (Coverscan)
1969 aufgenommen, jedoch erst 2015 veröffentlicht: "One of the lonely ones" entstand kurz nach dem Tod seiner beiden Söhne unter dem Einfluss dieses Ereignisses. Wegen Vertragsstreitigkeiten hatte MGM Records das Album seinerzeit zurückgestellt. Es wurde angenommen, dass es für immer verloren war, wurde aber Jahre später von Orbisons Familie entdeckt. Die Familie war zudem... Roy's Boys (Coverscan)
... an einem Projekt beteiligt, das 2017 gestartet und ein Jahr später seine Fortsetzung fand. Etliche Familienmitglieder wirkten als Chorsänger oder Musiker bei "A love so beautiful" und später "Unchained Melodies" mit. Roy Orbison wurde hier vom Royal Philharmonic Orchestra begleitet. Bei "Pretty Woman" waren drei Generationen der Familie beteiligt. Die Technik machte dies möglich. Sony Music (Coverscan)
Außer "Pretty Woman" gab es in Deutschland keine nennenswerten Hitparaden-Platzierungen. Dennoch witterte die Plattenbranche ein gutes Geschäft, die Hits des Texaners in deutscher Sprache herauszubringen. Ob Paola, Juliane Werding, Peter Alexander, Gerd Böttcher oder Billy Mo - sie alle hatten Roy Orbison-Hits in deutscher Sprache aufgenommen, was diese Sammlung belegt. Bear Family Records (Coverscan)
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