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Bonnie Tyler Cover "Lost in France" (Foto: SWR, RCA (Coversan))
Während ihre erste Single "My! My! Honeycomb" noch weitgehend unbeachtet in der Versenkung verschwand, gelang 1976 mit der Nachfolgeplatte "Lost in France" ein Top-Hit, der bis heute regelmäßig im Radio läuft. In Deutschland kletterte der Song bis auf Platz 3 der Hitparaden. Zugleich war das Lied ein Vorgeschmack auf ihr erstes Album "The world starts tonight", das im Februar 1977 veröffentlicht wurde. RCA (Coversan)
Mit dem ersten Album "The world starts tonight" gelang in Schweden ein großer Erfolg, während es in anderen Ländern auf weniger Resonanz stieß. Die zweite Single-Auskopplung "More that a lover" fiel bei der BBC auf Grund des Textes in Ungnade und wurde nicht gespielt. RCA (Coverscan)
Der internationale Durchbruch gelang 1977 mit "It’s a heartache". Die Single verkaufte sich weltweit rund 6 Millionen Mal. Wencke Myhre konnte mit der deutschen Version "Lass‘ mein Knie, Joe" punkten. Anlässlich des Jubiläums "50 Jahre ZDF-Hitparade" sangen es beide im ZDF in einer deutsch-englischen Fassung als Duett. RCA (Coverscan)
Ihr zweites Album "Natural Force" erschien 1978 und bot Material für gleich fünf Single-Auskopplungen. Vorreiter war "Heaven" gefolgt von "It’s a heartache". Auch die Langspielplatte geriet zum Meilenstein und war die bestverkaufte während ihrer Vertragszeit beim Label RCA. Allein in den USA gingen 500.000 Exemplare über die Ladentische. RCA (Coverscan)
Beim „World Popular Song Festival“ in Tokio siegte Bonnie Tyler 1979 mit "Sitting on the edge of the ocean" für Großbritannien. Der Preis war mit 5.000,-- $ und einer Goldmedaille plus Urkunde dotiert. Der Wettbewerbs-Erfolg führte dazu, dass sie sich erstmals in den japanischen Charts platzieren konnte. Der Song war auch auf dem 1981er-Longplayer "Goodbye to the island" zu hören. Dieser... RCA (Coverscan)
...verzeichnete die schwächsten Verkaufszahlen aller ihrer bisherigen Alben und erreichte nur in Norwegen die Bestsellerlisten. Neuen Schwung erhielt ihre Karriere erst durch den Wechsel der Plattenfirma. Auch die Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Produzenten Jim Steinman erwies sich als Glücksgriff. RCA (Coverscan)
1983 geriet "Faster than the speed of the night" zum Millionenseller. Die LP beinhaltete neben Cover-Versionen großer Rock-Hits (unter anderem "Have you ever seen the rain") den Steinman-Song "Total eclipse of the heart", mit dem ein internationaler Nr. 1-Erfolg gelang. CBS (Coverscan)
Der von Brook Benton geschriebene Titel "A rockin‘ good way" kam 1958 mit Priscilla Bowman erstmals auf Platte. Aber erst als zwei Jahre später Brook Benton selbst zusammen mit Dinah Washington den Song aufnahm, gelang ein Hit. 1983 gab es ein gelungenes Remake mit Bonnie Tyler und Shakin‘ Stevens. Epic (Coverscan)
Ein weiterer Coup war "Holding out for a hero" aus dem Soundtrack zu dem 1984 gedrehten Film "Footloose". Steinman hatte Tyler als Interpretin vorgeschlagen. Sie wurde in die Paramount Filmstudios in Los Angeles eingeladen, um die noch unbearbeiteten Aufnahmen anzusehen, damit sie sich in die entsprechende Szene richtig einfühlen konnte. CBS (Coverscan)
Mike Oldfield holte sich für einzelne Songs immer wieder großartige Interpreten ins Studio. 1987 arbeitete er mit Bonnie Tyler zusammen und nahm mit ihr den Titelsong seines Albums "Islands" auf. "Sie verleiht diesem Oldfield-Song mit ihrem rauen Timbre eine eigenwillige Note", schrieb damals die Plattenfirma. Virgin (Coverscan)
Der Willy Bogner-Film "Feuer, Eis und Dynamit" (mit Shari Belafonte, Roger Moore und Uwe Ochsenknecht in den Hauptrollen) startete 1990 in den Kinos. Harold Faltermeyer zeichnete für den Soundtrack verantwortlich und Bonnie Tyler sang "Breakout". Den Text schrieb Chris Thompson, der Ex-Sänger von Manfred Man’s Earth Band. Hansa (Coverscan)
Bonnie Tyler war es gewohnt, Rock-Songs zu singen. Daher zögerte sie zunächst, Lieder von Dieter Bohlen aufzunehmen. Er überredete sie mit dem Hinweis, dass es nach Jahren der Rockmusik an der Zeit wäre, etwas kommerzieller zu werden. "Bitterblue" war Comeback und Trendwende zugleich. Für das gleichnamige Album arbeitete er mit... Hansa (Coverscan)
...Elementen der schottischen Volksmusik und setzte beispielsweise Instrumente wie den Dudelsack oder das Akkordeon ein. "Against the wind" war eine weitere Auskopplung und zugleich die Titelmusik des letzten "Schimanski-Tatorts", der Ende Dezember 1991 ausgestrahlt wurde. Zwei Jahre später gab es... Hansa (Coverscan)
...Grund zu feiern! Mit "Silhouette in red" legte sie ihr zehntes Studioalbum vor. Es war zugleich die dritte und letzte Produktion mit Dieter Bohlen. Sein Rat zur Neuausrichtung hatte sich als richtig erwiesen und bedeutete Edelmetall-Auszeichnungen zu Hauf und Millionenumsätze. "Sally comes around" war einer der ausgekoppelten Single-Hits. Hansa (Coverscan)
Matthias Reim war ein Geniestreich gelungen: "Vergiss es" führte 2004 zwei der markantesten Reibeisenstimmen der Popmusik zusammen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Bonnie Tyler noch nie in deutscher Sprache gesungen. Mit der Nummer traten die beiden auch im Fernsehen in mehreren Musiksendungen auf. Capitol (Coverscan)
Die französische Sängerin Kareen Antonn wandte sich an Bonnie Tyler, ob sie mit ihr zusammen eine zweisprachige Version von "Total eclipse of the heart" aufnehmen würde. Tyler war skeptisch, hörte sich jedoch eine Demo-Aufnahme der Sängerin an und war beeindruckt. In Folge gab es gleich mehrere Duette, wie "Si tout s’arrête". Mit "Si demain" - auch ein zweisprachiger Song - erreichte sie 2004 in Frankreich Platz 1 der Hitparade. Yanis Records (Coverscan)
Für "Wings" arbeitete sie 2005 mit dem französischen Produzenten Jean Lahcène alias John Stage zusammen. Erstmals in ihrer Karriere war sie auch als Komponistin involviert. Es sollte für acht Jahre ihr letztes neues Album sein. Stick Music (Coverscan)
Bonnie Tyler heute: "Between the earth and the stars" (2019) war hochkarätig besetzt. Chris Norman und Barry Gibb steuerten Songs bei. Mit Cliff Richard, Rod Stewart und Francis Rossi von Status Quo sang sie im Duett. David Mackay produzierte, der bei ihren ersten beiden Alben in den 1970er Jahren bereits als Co-Produzent dabei war. Edel (Coverscan)
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