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Ein Schlagerstar wie Jürgen Drews oder Bernhard Brink hat Sie persönlich angeschrieben und möchte Ihnen etwas verkaufen? Dann können Sie ziemlich sicher sein, dass das ein Fake ist. Leider sind solche Abzockversuche oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen.

Schlagersänger Jürgen Drews schaut erstaunt und hebt den Zeigefinger (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Picture Alliance

Würden Sie das glauben, wenn Ihnen Jürgen Drews persönlich sowas schreibt?

"Die Karte kostet 1000 Euro. Mit dieser Karte können Sie kostenlos mit Ihrer Familie zu meinen Konzerten kommen und haben VIP-Plätze, haben sogar alle meine neuen Alben."

Diese WhatsApp-Nachricht hat der Nutzer "jürgendrews51" einem Fan des Sängers geschickt. Ein klarer Fake, den Jürgen Drews gleich bei Facebook aufklärt. Woran sind solche Betrugsversuche zu erkennen?

Wie erkenne ich die Betrugsversuche der falschen Schlagerstars?

  • Der Account hat eine Zahl im Namen: Das ist ungewöhnlich für das offizielle Profil eines Schlagerstars. Denn das deutet darauf hin, dass es noch andere Nutzer desselben Namens gibt.
  • Das Profil des Stars hat kein Häkchen auf blauem Grund: Auch hier sollten Sie misstrauisch werden. Das Häkchen steht bei sozialen Medien wie Facebook oder Instagram dafür, dass das Profil vom Betreiber des Netzwerks offiziell bestätigt wurde.
  • Der Star verlangt von sich aus Geld: Die Stars selber würden bei ihren Fans höchstwahrscheinlich nicht um Geld bitten oder ihnen etwas verkaufen wollen. Die meisten haben einen Manager oder eine Plattenfirma, die solche Sachen für sie abwickelt.
  • In der Nachricht kommen viele Rechtschreibfehler vor: Auch das kann ein Hinweis auf einen Fake sein. Denn die offiziellen Nachrichten des Stars werden oft von seinem Management verfasst und die achten meist auf gute Darstellung und korrekte Rechtschreibung.
  • Der Star schreibt Ihnen persönlich: Direkte Nachrichten von einem Schlagerstar z.B. über WhatsApp oder Instagram sind eher ungewöhnlich, weil auch die meist über das Management laufen. Es sei denn, Sie kennen den Star persönlich und haben zuvor schon mit ihm Nachrichten ausgetauscht.

Wie reagiere ich, wenn mir eine Nachricht merkwürdig vorkommt?

  • Fragen Sie bei anderen Fans des Schlagerstars nach. Haben sie dieselbe Nachricht bekommen, wie haben sie darauf reagiert?
  • Nehmen Sie Kontakt mit dem Management des Stars auf. Viele haben offizielle Homepages, auf denen Sie Kontaktformulare oder Telefonnummern für den Kontakt zum Management oder zur Pressestelle des Stars finden. Damit helfen Sie auch, Betrugsversuche aufzudecken.
  • Melden Sie einen offensichtlichen Betrugsversuch der Polizei. Das geht auch direkt übers Internet bei den Onlinewachen der jeweiligen Landespolizei. Die Polizei kann dadurch die Betrüger verfolgen und verhindern, dass auch andere darauf hereinfallen.
Bernhard Brink tritt bei der Generalprobe der Silvestershow auf (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Auch Bernhard Brinks Name ist schon von Betrügern missbraucht worden. Picture Alliance

Einige Schlagerstars und ihre Fans waren schon Opfer von Internetbetrug

Betrugsversuche durch den Missbrauch eines prominenten Namens kommen im Internet leider immer wieder vor. Neben Jürgen Drews waren z.B. auch schon die Schlagersänger Bernhard Brink und Nik P. betroffen. Jürgen Drews stellt im Gespräch mit SWR4 klar, dass von ihm keine unseriösen Angebote kommen würden.

"Ich würde das so signifikant machen, dass jeder gleich kapiert, dass das von mir oder von meinem Büro kommt."

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