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Zwetschgenstrudel mit Vanillesoße

Das neue Backrezept Zwetschgenstrudel mit Vanillesoße

So lecker lässt man sich gern ins Strudeln bringen! Joachim Feinauer füllt die Teigrolle mit Zwetschgen, vermischt mit süßen Bröseln, Nüssen und Zimt. Der SWR4 Backexperte verpasst damit dem aromatischen Steinobst eine ganz neue Geschmacksnote in hauchdünner Verpackung. Lauwarm serviert, lässt dieser Herbstgenuss garantiert keinen kalt!

Schwierigkeitsgrad:
mittel
Koch/Köchin:
Joachim Feinauer, SWR4 Backexperte

Einkaufsliste:

Für den Strudelteig:
250 g Mehl
1 Prise Salz
100 g Wasser
25 g Speiseöl
1 Ei (Größe M, ca. 50 g)

Für die Füllung:
1200 g Zwetschgen
70 g Nüsse, gemahlen
120 g Zucker
etwas Zimt
100 g Butter
50 g süße Brösel (z.B. aus Zwieback oder süßen Keksen)

Für die Vanillesoße:
250 g Milch
250 g Sahne
1 Vanilleschote
40 g Eigelb (ca. 2 Eier)
80 g Zucker
5 g Speisestärke

Für die Dekoration:
Puderzucker

Außerdem:
Frischhaltefolie
Küchentuch, Größe ca. 60 x 50 cm
Backblech
Backpapier
Mehl zum Bestäuben

Ruhezeit für den Teig:
ca. 30 Minuten                                      

Backzeit und -temperatur für die Strudel:
ca. 25 – 30 Minuten bei 200 Grad (Unter-/Oberhitze, mittlerer Einschub)

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Bildanleitung

Zwetschgenstrudel mit Vanillesoße

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Husch, husch aus dem Körbchen mit den Zwetschgen und dann rein in den Strudel. Den bekommen Sie mit diesen Zutaten und dem Rezept von Joachim Feinauer prima gebacken. Gleich beachten: Das Küchentuch wird auch gebraucht.

Husch, husch aus dem Körbchen mit den Zwetschgen und dann rein in den Strudel. Den bekommen Sie mit diesen Zutaten und dem Rezept von Joachim Feinauer prima gebacken. Gleich beachten: Das Küchentuch wird auch gebraucht.

Für den perfekten Strudel kommt es auf jedes Gramm an. Deshalb rät der SWR4 Backexperte, dass man auch die Flüssigkeiten nicht abmisst, sondern abwiegt.

Die Küchenmaschine kann viel, aber nicht alles. Damit der Teig schön geschmeidig wird, legt der Fachmann noch Hand an.

Der darf jetzt eine ruhige Kugel schieben! Nach einer halbstündigen „Entspannungsphase“ lässt sich der Teig nämlich viel besser verarbeiten.

Erst auswellen, dann ein bisschen ziehen, das sind die Arbeitsschritte, bevor der Teig auf „Tuchfühlung“ gehen kann.

Nur weiter so, das wird schon! Ein fachmännisch hergestellter Strudelteig hält mehr aus, als man vermutet.

Haben Sie den Durchblick? Dann ist auch Ihr Strudelteig optimal gezogen.

Streicheleinheiten mit flüssiger Butter halten den Teig geschmeidig, er reißt dann nicht ein.

Klein und fein, wenn Sie nach diesem Motto die Zwetschgen schnippeln, dann drückt das Obst nachher nicht durch das Gebäck.

Trick des SWR4 Backexperten: Die Zutaten für die Füllung mit dem Teigschaber vermengen, Handarbeit „zermatscht“ die Früchte.

Backen mit Daumenmaß. Damit man den Strudel gut verschließen kann, sollte der Teigrand ohne Füllung bleiben.

„Teig an der oberen Kante einschlagen“, heißt es im Rezept. Hier zeigt Joachim Feinauer, was gemeint ist.

Rolle vorwärts für den gefüllten Strudelteig. Das Küchentuch ist dabei eine hervorragende Hilfe.

Aus eins mach zwei. Die so entstandenen Strudel lassen sich problemlos aufs Blech hieven.

Für den vollen Vanillegeschmack kommt das Mark samt der Schote in die Soße. Aber nicht vergessen, letztere muss nachher wieder aus.

Einfach lecker, wenn man mit den Zwetschgen so richtig ins Strudeln kommt.

Zubereitung:

Strudelteig:
Die genannten Zutaten (am besten mit der Küchenmaschine) zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen zur Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und wie angegeben ruhen lassen. Danach den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche auswellen.

Füllung:
Zwetschgen waschen, entsteinen und würfeln. Nüsse mit Zucker und Zimt vermengen und unter die Zwetschgen mischen. Butter leicht erwärmen und dadurch flüssig machen.

So entsteht der Strudel:
Küchentuch mit Mehl bestäuben. Den ausgewellten Teig auf dieses Tuch legen und mit den Händen auseinanderziehen, bis er die Größe des Tuches hat. Vorsichtig ziehen, damit der Teig nicht bricht!
Diese Teigplatte mit der flüssigen Butter bestreichen (einen kleinen Rest zurückbehalten). Die Brösel aufstreuen, darauf dann das Zwetschgengemisch gleichmäßig verteilen. An der unteren Teigkante eine Daumenbreite zum Rand hin freilassen. Die Teigplatte an der oberen Kante wenige Zentimeter einschlagen, anschließend mit Hilfe des Tuches aufrollen (ähnlich einer Roulade).
Die Teigrolle im Tuch auf das Backpapier heben, dann das Tuch wegnehmen. Teigrolle mittig durchschneiden, die so entstandenen zwei Strudel nebeneinander auf das Backpapier legen und mit dem Backpapier auf das Blech ziehen. Beide Strudel mit etwas Butter abstreichen und wie genannt backen.

Die gebackenen Strudel nochmals mit etwas flüssiger Butter bestreichen, so bleiben sie an der Oberfläche schön elastisch. Strudel auf dem Blech auskühlen lassen, danach mit wenig Puderzucker bestäuben. Vor dem Servieren portionsweise erwärmen.

Bitte beachten: 
Keine Panik, wenn der Strudelteig beim Auseinanderziehen doch reißt! Dann einfach mutig die Teigstückchen an den Bruchstellen mit kräftigem Fingerdruck wieder "flicken." Die Strudel an den Enden nicht verschließen! Denn so kann der Dampf besser abziehen, Sie haben nachher einen besonders saftigen Zwetschgenstrudel.

                                                                                       

Vanillesoße:
Milch und Sahne verrühren. Vanillemark auskratzen, dann das Mark und die Schote mit den restlichen Zutaten in das Milch-Sahne-Gemisch geben. Alles unter Rühren aufkochen. Vanilleschote entfernen, die Soße auskühlen lassen.

Meine Spezialtipps:

  • Den Strudelteig kann man schon einen Tag vorher zubereiten. Im Kühlschrank aufbewahren, aber mindestens eine halbe Stunde vor der Zubereitung herausnehmen!
  • Statt Zwetschgen können Sie nach diesem Rezept auch mit kleingeschnittenen Aprikosen oder Äpfeln „strudeln.“
  • Den Geschmack noch mit einem Klecks Schlagsahne und/oder einer Kugel Vanilleeis toppen!

Konditormeister Joachim Feinauer

Der Experte bei SWR4

Joachim Feinauer

SWR4 Backexperte Joachim Feinauer ist Konditormeister und an der gewerblichen Schule Im Hoppenlau in Stuttgart für die Ausbildung der Konditoren verantwortlich. Seine Vorliebe gilt ausgefallenen Backrezepten, meist süß, aber gerne auch mal herzhaft.

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