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Es führt kein Weg an Corona vorbei. Zeit sich über ein Weihnachten 2020 Gedanken zu machen, das definitiv anders ist aber nicht schlechter sein muss.

Jede Familie pflegt zu den Festtagen eigene Traditionen. Riten sind wichtig: sie stärken die Zusammengehörigkeit und geben Orientierung durch die Jahreszeiten. Doch Weihnachten 2020 wird anders. Machen Sie das Beste daraus.

Die Hygiene-Beschränkungen wegen Corona sind ohne Frage eine Herausforderung und eine Gelegenheit sich ein paar Gedanken zu den eigenen Bräuchen zu machen: welche werden während der Pandemie überhaupt möglich sein und welche nicht?

Es tut manchmal gut, sich auf etwas Neues einzulassen, einengende Traditionen abzulegen und für das, was der Familie an Weihnachten wirklich wichtig ist, eine pandemiegerechte Form zu finden. Und, wenn alles nichts hilft, freuen Sie sich darauf, wenn Sie Weihnachten wieder wie gewohnt feiern können.

Ein wunderschön weihnachtlich gedeckter Tisch (Foto: SWR, SWR -)
Denn rote Kerzen gehören einfach auf die klassische Festtafel. Wie zauberhaft die Lichter in den Gläsern funkeln! SWR -

Das wird Weihnachten 2020 möglich sein

  • Auch wenn ein paar Städte an ausgeklügelten Hygienekonzepten feilen, die meisten Weihnachtsmärkte werden wohl ausfallen. Hier ist Kreativität gefragt: Überlegen Sie sich, was Ihnen an Weihnachtsmärkten besonders gefällt. Ist es die Gastronomie? Dann versuchen Sie es mal mit einem Winter-Picknick mit Punsch aus der Thermoskanne. Kunsthandwerk wird auch in kleinen Läden und online angeboten. Verabreden Sie sich doch einmal zu einem Tee oder Glühwein per Telefon.
  • Adventskalender wird Ihnen niemand wegnehmen. Basteln oder kaufen, für Kinder oder Erwachsene, kleine Geschenke oder Süßigkeiten. Es gibt unendliche Möglichkeiten und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier können Sie Ihre Vorweihnachtsfreude unbeschränkt ausleben.
  • Beim Essen sieht es ebenfalls rosig aus. Vielleicht ist diesen Advent mehr Zeit zum Plätzchen-Backen oder zur Planung eines ganz neuen Weihnachtsmenüs. Oder soll es „jetzt erst recht“ die klassische Gans mit Rotkraut sein oder der alljährliche Kartoffelsalat mit Würstchen?
  • Ebenfalls keine Problem: der Weihnachtsbaum unterliegt keinerlei Hygiene-Beschränkungen. Ob Sie ihn nun traditionell selbst schlagen, im Supermarkt kaufen oder ein lebendiges Bäumchen mieten oder gar ein Exemplar aus Plastik vom Dachboden holen: erlaubt ist was gefällt, insbesondere beim Baumschmuck.
Auf dem Bild ist eine brennende Kerze in einem Weihnachtsbaum zu sehen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Christbaumschmuck nach Geschmack lässt sich niemand nehmen. Picture Alliance
  • Gemeinsames Singen ist in den letzten Monaten wahrscheinlich für viele Infektionsereignisse verantwortlich gewesen, daher wird das Singen von Weihnachtsliedern ebenso problematisch sein. Natürlich darf ein Haushalt gemeinsam „Ihr Kinderlein kommet“ anstimmen, Gesang in großen Runden ist jedoch nicht zu empfehlen. Es spricht aber nichts dagegen sich Aufnahmen oder gar Konzerte von Profis anzuhören oder sich gegenseitig Gedichte vorzutragen, gerne auswendig.
  • Volle Geschäfte zum „Black Friday“? Der Traum aller Viren. Überdenken Sie Ihre Geschenke-Routine, denn dieses Jahr ist beim Schenken besonders viel Kreativität und Solidarität gefragt. Schenken Sie Selbstgemachtes und nutzen Sie Onlineangebote lokaler Einzelhändler. Recherchieren Sie doch einmal, ob Ihre Lieblingskünstler, die gerade nicht auftreten oder ausstellen können, ein verschenkbares Kulturangebot anbieten: Einzelauftritte, Gutscheine oder Medien, die Branche ist nicht umsonst kreativ. Vielleicht ist Ihnen dieses Jahr auch nach einer Geschenke-Spende oder einer Patenschaft.
Geschenke unter dem Weihnachtsbaum (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Foto: Colourbox.de -
  • Familienbesuch: an diesem Punkt tut die Pandemie besonders weh. Klar werden jetzt einige erleichtert aufatmen, dass nicht wieder rituell von Kaffeetisch zu Kaffeetisch gewandert wird. Aber was ist mit der Großmutter im Pflegeheim und was mit dem Sohn und den Enkelkindern im Ausland? Es gibt viele Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben, nicht nur per Videotelefonie: Schreiben Sie einen Weihnachtsbrief. Darin können Sie von Ihrem Jahr seit dem letzten Weihnachten berichten und mit Fotos gestalten, ein paar Exemplare aus dem Kopierer mit einer persönlichen Grußbotschaft können Sie an all Ihre Lieben versenden. Per Post! Oder schicken Sie ein Weihnachts-Päckchen mit einer liebevoll gestalteten Karte und selbstgebackenen Plätzchen. Nehmen Sie eine Video- oder Audiobotschaft für die Großeltern auf: Wählen Sie dazu unbedingt das richtige Medium, zur Not auf Kassette.
Weihnachtsbaum mit Schmuck (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Monika Skolimowska/zb/dpa)
picture alliance/Monika Skolimowska/zb/dpa
  • An Heiligabend ist vom Mitgliederschwund der Kirchen nichts zu bemerken. Die Gotteshäuser sind brechend voll und ein Gottesdienst folgt auf den anderen. Ausgerechnet dieser Heiligabend-Gottesdienst soll nun ausfallen? Aber keine Sorge: Live-Übertragungen ins Internet, Lautsprecher auf Kirchtürmen und Auto-Gottesdienst haben die Gläubigen schon über Ostern gerettet. Die Kirchen können sich hier neu erfinden und, wer weiß, mit kreativen Ideen vielleicht wieder ein paar Schäfchen in die Gemeinden holen.

Ich kann mir Weihnachten nicht vorstellen ohne...

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Weinachstbaum (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Festliche Dekoration am Weihnachtsbaum. Picture Alliance

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