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Kostüme von der Stange sind unkompliziert – aber leider weder nachhaltig noch kreativ. Wir haben fünf Tipps für Kostüme gesammelt, die umweltfreundlich und noch dazu günstig sind.

Einmal im Jahr jemand anderes sein – Verkleiden macht einfach Spaß! Doch gerade Fertig-Kostüme werden häufig nur ein einziges Mal getragen und wandern dann kaputt in den Müll. Dabei geht es auch anders.

Drei Karnevalisten in Tierkostümen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Verkleiden geht auch nachhaltig. Picture Alliance

Tipp 1: Kostüme aus Kartons

Online-Shopping an sich ist zwar nicht umweltfreundlich. Wer aber die Kartons nochmal benutzt, die sich im Keller stapeln oder in der Altpapiertonne landen, kann seine Klimabilanz zumindest etwas aufhübschen. Passende Kartons sammeln, Löcher rein schneiden, bemalen, bekleben – schon kann man zum Beispiel als Tetra Pak Vollmilch gehen. Und wenn es nicht regnet, ist diese Milch auch nächstes Jahr noch gut.

Tipp 2: Zeitreise mit Klamotten

Vielleicht hat Oma noch ein Kleid aus ihrer Jugend im Schrank – und verleiht es für den Rosenmontag. Außerdem ist alles fastnachtstauglich, was man auf der letzten Motto-Party anhatte: 50er-Jahre-Petticoat, 70er Jahre Schlaghose oder 80er-Jahre Schulterpolster. 

Frau in rotem Kleid mit weißen Punkten.  (Foto: Colourbox)
Retro-Kleider eignen sich auch als Fastnachtskostüm.

Tipp 3: Das Alltags-Outfit als Kostüm

Kostümparty geht auch mit den ganz normalen Klamotten aus dem Kleiderschrank. Zum "Morgenmuffel-Look" gehören zum Beispiel Schlafanzug oder Nachthemd, darüber ein Bademantel und zerzauste Haare. Gähnen ist natürlich Pflicht. Damit’s draußen nicht zu kalt wird: Skiunterwäsche nicht vergessen! Das perfekte Hausfrauen-Outfit zaubert man mit einer Küchenschürze und Lockenwicklern im Haar. Wer will, nimmt noch einen Kochlöffel als Requisit.

Tipp 4: Farben erzählen Geschichten 

Frankreich-Fans kleiden sich blau-weiß-rot und klemmen sich ein Baguette unter den Arm. Wer genug weiße Sachen und auch eine weiße Mütze hat, kann wahlweise als Schneeflocke oder Spiegelei gehen – je nach Make-Up. Auch sonst werden die einfarbigen Klamotten aus dem Kleiderschrank durch das richtige Make-Up zum Kostüm: Zum komplett blauen Outfit bunte Fische ins Gesicht schminken, Taucherbrille auf, fertig.

Mann in französischen Nationalfarben geschminkt mit Flagge (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa)
Blau-Weiß-Rot sagt mehr als tausend Worte. picture alliance/dpa

Tipp 5: Kostüm recyclen

Ob selbst gebastelt oder gekauft: Je öfter ein Kostüm genutzt wird, desto besser für die Umwelt. Wer Jahr für Jahr mit demselben Bienenkostüm oder Känguruanzug zum Umzug geht, der gewinnt zwar keinen Preis für Originalität – dafür stimmt die Ökobilanz. Und wenn es doch mehr Abwechslung und vielleicht etwas Besonderes sein soll: Kostüm nicht kaufen, sondern beim Kostümverleih mieten. Oder im Freundeskreis einen Ringtausch organisieren: A trägt, was B letztes Jahr anhatte, B bekommt ein Kostüm von C und C zieht das Vorjahreskostüm von A an. So kann jeder mal Pizza, mal Pik As oder Frosch sein.