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Auch wenn es jetzt noch einige frostige Nächte gibt: Der Start in die Gartensaison steht direkt bevor, sagt unser SWR4 Gartenexperte Volker Kugel. Hier verrät er, wo wir jetzt im Garten schon loslegen können, oder gar müssen.

Diese Phase mit Frösten werden demnächst rum sein und dann sollten man sich dringend um den Schnitt der Rosen und die Düngung vieler Pflanzen und des Rasens kümmern.

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Rosen schneiden

Die Pflanzen haben ja insgesamt einen Wachstumsvorsprung von etwa zwei Wochen. Die meisten Rosen treiben schon mächtig aus und haben lange rötliche Jungtriebe entwickelt.

Wenn man das Beet- und Edelrosen kompakt und blühfreudig halten will, dann muss man jetzt kräftig zurückschneiden!

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Da sind dann nur noch etwa fünf Triebe übrig pro Pflanze, die meist nur 15 bis 20 Zentimeter hoch sind. Das mag im ersten Moment hart wirken, aber so bleiben die Rosen kompakt und ein weiterer kräftiger Austrieb sorgt dann für eine üppige Blütenfülle schon Ende Mai.

Warum ist es wichtig, jetzt zügig zurückzuschneiden

Je länger man wartet, desto weiter treiben die Rosen aus. Dann müssten immer mehr frische, junge Triebe beim Rückschnitt wegschnitten werden. Das kostet die Pflanze unnötig Kraft.

Geschnitten werden müssen auch die hohen Strauchrosen und die Kletterrosen, da gelten aber natürlich andere Schnittregeln, die etwas komplizierter sind!

Nach dem Rückschnitt, kommt der Dünger

Nach dem Rückschnitt brauchen die Rosen Dünger, um die Kraft für ein gutes Wachstum und die Entwicklung der Blüten zu haben.

Gartenarbeit im Frühling (Foto: Getty Images, Foto: groveb)
Foto: groveb

Ungefähr 80 Gramm organisch-mineralischer Volldünger pro Quadratmeter sind eine vernünftige Gabe. Wenn man nach dem Rückschnitt der ersten Blüte etwa Ende Juni nochmal 40 Gramm pro Quadratmeter Dünger gibt, dann reicht das übers Jahr.

Was sollten wir außer den Rosen jetzt noch mit Nährstoffen versorgen

Auch Beerensträucher, die Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Kiwis, junge Apfelbäume und unsere frisch zurückgeschnittenen Gartenstauden brauchen eine Startgabe von Dünger jetzt im Frühjahr.

Gartenarbeit im Frühling (Foto: Getty Images, Foto: Veronika Viskova)
Foto: Veronika Viskova

Pro Strauch oder kleinem Apfelbaum braucht etwa 50 Gramm Dünger und auch das Staudenbeet bekommt 50 Gramm pro Quadratmeter.

Jetzt kann auch der Zierrasen neue Nährstoffe vertragen. Dazu gibt es spezielle Rasendünger, die eine Langzeitwirkung von etwa 120 Tagen haben, zirka 60 Gramm pro Quadratmeter sind ideal.

Ende März ist die ideale Zeit, um Dünger auszubringen. Die Wirkung setzt erst nach etwa zwei Wochen ein, dann ist es Mitte April und die Pflanzen können kräftig loswachsen.

Idealerweise düngt man auf den feuchten Boden oder kurz bevor Regen angesagt ist.

Der Frost hat meinen Magnolienbaum erwischt - was nun?

Diese Spätfröste sind in der Tat ein Problem! Nicht für die Rosen, Gartenstauden und Apfelbäume, aber die frühblühenden weißen Magnolien und manch Aprikosenbäume haben leider vielerorts etwas abbekommen und zeigen ziemlich unschöne Frostschäden an den Blütenblättern.

Die gute Nachricht: Die Pflanze selbst nimmt dadurch keinen Schaden und kann nächstes Frühjahr wieder schön blühen, für dieses Jahr war es aber nichts mit der schönen Blüte.

So geht’s: Die Pflanzen einzeln herausnehmen und die Erde an den Wurzeln entfernen. Dann die Triebe bis auf zehn Zentimeter zurück schneiden und die Wurzeln um etwa ein Drittel kürzen.

Dann die "neuen" kleinen Geranien, Fuchsien und Co in je einen Topf mit frischer Blumenerde pflanzen. Leicht angießen und im Zimmer auf die helle Fensterbank stellen. Bis Anfang Mai sind die Pflanzen dann soweit gewachsen, dass sie wieder im Balkonkasten ausgepflanzt werden können.

Gartenarbeit im Frühling (Foto: Getty Images, Foto: OE993)
Foto: OE993