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Das süße Frühstück Das 1x1 des Marmelade-Kochens

Marmelade lieben viele. Der Klassiker wird ausschließlich aus Zitrusfrüchten gemacht, alles andere sind strenggenommen Konfitüren oder Fruchtaufstriche. Bei uns in Deutschland hat sich aber für das alles der Begriff Marmelade eingebürgert. Und es gibt ein paar Tipps, damit sie so richtig lecker wird.

Marmeladekochen

Beerenobst und Kirschen im Topf

Stückig oder sämig?

Marmeladekochen ist auch eine Überzeugungssache. Die Geister scheiden sich schon bei der Vorliebe für stückige oder sämige Marmeladen. Die einen pürieren deshalb, die anderen sehen das als großen Frevel an. Und dann wird auch noch heftig darüber diskutiert, ob man denn nun Gelierzucker nehmen soll oder nicht.

Marmeladekochen

Zwei Sorten Gelierzucker

Die Sache mit dem Zucker

Marmelade sollte streichfest sein, das wird sie durch Pektin. Äpfel, Johannisbeeren , Pflaumen oder Quitten haben selbst sehr viel Pektin, hier können Sie also gut auf Gelierzucker verzichten. Wichtig ist nur, dass die Früchte reif und unbeschädigt sind. Oder Sie nehmen doch Gelierzucker, denn der enthält zugesetztes Pektin und damit sind Sie auf der sicheren Seite. Mit Gelierzucker bekommt man auch zuckerreduzierte Marmeladen hin, mit Anteilen Zucker zu Früchte 1:2 oder 1:3.

Die praktischen SWR4-Tipps

  • Mischen Sie pektinreiches Obst mit anderem Obst und mit normalem Zucker in Teilen 1:1:2.
  • Säurearme Obstsorten wie Aprikosen, Birnen und die meisten Beeren gewinnen deutlich, wenn Sie Zitronensäure oder –saft zusetzen: 1 Zitrone auf 1 kg Obst.

Zucker muss sein...,

... um Marmeladen, Konfitüren und Gelees haltbar zu machen. Die Größenordnung liegt bei 60% Zucker und 90 Grad zum Einkochen, dann hält die Marmelade in der Regel 12 Monate. Weniger süße Aufstriche halten nur bis zu zwei Monate und müssen in den Kühlschrank. Auch mit Agar-Agrar kriegt man Standfestigkeit in die Marmelade…

Geheimnisvoll...

Agar-Agar ist ein Extrakt aus Rotalgen. Er wird mit Wasser angerührt und zum Obst gegeben. Achtung: Knifflige Sache, Marmeladen mit Agar-Agar gelieren erst, wenn sie abkühlen.

Die Gelierprobe

Das ist für viele der Angstmoment beim Marmeladekochen: Bei der klassischen Gelierprobe können Sie nach 5 Minuten kochen einen Kochlöffel in die heiße Marmelade tauchen, ihn in der Masse um die eigene Achse drehen und über dem Topf abtropfen lassen. Bleibt der letzte Tropfen hängen: Bingo – die Marmelade ist perfekt.

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SWR4 Hörerinnen und ihre leckeren Marmeladen

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Marmelade in Hülle und Fülle bei dieser Hörerin: Lecker sieht das aus!

Marmelade in Hülle und Fülle bei dieser Hörerin: Lecker sieht das aus!

"So sehen meine Marmeladen aus: frisch eingekocht, abkühlen, danach sofort einfrieren, so schmecken sie das ganze Jahr wie frisch gemacht. Bisher habe ich Erdbeeren, Aprikosen, Heidelbeeren, Himbeeren verarbeitet. Beim Sauerkirschgelee habe ich mir das lästige Entsteinen erspart. Ich habe einfach Saft gemacht und danach Gelee."

"Meine Marmalade ist bei meiner Enkeltochter und ihrer Freundin sehr beliebt." schreibt Erika aus Flehingen. Hmmmm... sieht ja auch lecker aus.

Heiß begehrt bei uns ist Quittengelee, doch jeder fürchtet die Arbeit. Meine Erfindung : ich nehme die elektrische Brotschneidemaschine und bearbeite diese extrem harten Früchte in kürzester Zeit. Anschließend entsafte ich und gebe Gelierzucker, im Verhältnis 1 zu 3. So bleibt der Eigengeschmack erhalten und das Gelee ist auch noch kalorienarm.
Rosemarie aus Asperg

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