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Pflanzen durch Teilung vermehren schont nicht nur den Geldbeutel sondern stärkt auch die Pflanzen fürs nächste Jahr. SWR4-Gartenexperte Volker Kugel weiß, was im Herbst zu tun ist.

Das Teilen klappt sehr gut bei vielen der beliebten Gartenstauden, zum Beispiel bei Taglilie, dem Phlox und dem Sonnenhut. Gerade im Herbst ist es ideal, wenn die Wachstumszeit vorbei, der Boden aber noch frostfrei ist.

Mit dem Spaten Stauden teilen (Foto: Imago, imago images / nordpool/Riediger)
Mit dem Spaten lassen sich Stauden prima teilen. Imago imago images / nordpool/Riediger

So geht’s: Sie brauchen nur einen Spaten und die Gartenschere. Zuerst werden die Triebe auf fünf Zentimeter zurückgeschnitten, dann wird die Pflanze ausgegraben und mit dem Spaten in drei bis fünf Teile zerlegt, je nach Größe. Die Einzelstücke sollten mindestens faustdick sein. Direkt nach dem Teilen sollten Sie die Teilstücke wieder einpflanzen, im Abstand von 30 bis 40 Zentimeter. (Sie können sie natürlich auch an Nachbarn oder Freunde verschenken). Dann gut wässern und feucht halten.

Das Alter der Pflanzen ist beim Teilen wichtig

Das Teilen funktioniert dann gut, wenn die Stauden nach sechs bis sieben Jahren einen kräftigen Wurzelstock ausgebildet haben.

Phlox (Foto: Getty Images, Getty Images/iStockphoto)
Phlox ist eine Staude, die sich gut teilen lässt. Getty Images/iStockphoto

Deswegen ist das Teilen der Pflanze nützlich

Zunächst einmal ist es eine ideale Art, auf günstige Weise zu mehr Pflanzen zu kommen, aber es hat auch noch andere Effekte: Wir können damit die Ausbreitung von Pflanzen bremsen und das Staudenbeet unter Kontrolle halten. Die Spornblume oder der Sonnenhut zum Beispiel haben einen kräftigen Ausbreitungsdrang - da müssen wir ab und zu eingreifen.

Ein zweiter positiver Nebeneffekt des Teilens ist die Verjüngung der Pflanzen, denn durch die Teilung wird das Wachstum neu angeregt und so werden Sie noch weitere Jahre Freude an Ihren Stauden haben.

Sonnenhut (Rudbeckia) (Foto: Getty Images, https://www.gettyimages.de)
Der Sonnenhut breitet sich schnell aus - das Teilen hilft, die Kontrolle zu behalten. https://www.gettyimages.de

Keine Düngung nötig

Jetzt im Herbst müssen Sie den "neuen" Pflanzen keine Düngung geben. Verwenden Sie beim Einsetzen  großzügig Kompost oder Pflanzerde - das reicht fürs Erste. Denn die Pflanzen sollen ja zunächst Wurzeln bilden und gut anwachsen. Im Frühjahr wird dann Ende März noch eine kleine Düngung gegeben.

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SWR4 Gartenexperte Volker Kugel ist im Hauptberuf Direktor des Blühenden Barocks in Ludwigsburg und damit Chef einer der schönsten Gärten Deutschlands.  mehr...