Bitte warten...
Mandelbissen

Backtipp für den Advent Mandelbissen mit Zimt und Schokolade

Der Backtipp von SWR4 Konditormeister Harry Ulrich

Knackiger Neuzugang auf dem Plätzchenteller für die kommende Weihnachtszeit! Harry Ulrich setzt in seinem Rezept nämlich voll auf Mandeln. Kombiniert mit Zimt und Schokolade wird daraus ein Genuss mit Biss und unwiderstehlichem Aroma.

Schwierigkeitsgrad:
leicht
Koch/Köchin:
Harry Ulrich, SWR4 Konditormeister

Einkaufsliste:

Für den Mürbeteig:
1 Ei
1 Teelöffel Zimt
etwas Vanillearoma
1 Prise Salz
80 g Zucker
etwas Zitronenabrieb
160 g Butter, zimmerwarm
240 g Mehl

Für den Belag:
80 g Konfitüre (z.B. Hagebutte oder Himbeere)
200 g Zucker
60 ml Wasser
etwas Salz
etwas Vanillearoma
200 g Butter
250 g Mandelsplitter
200 g Mandeln, gemahlen

Für die Dekoration:
weiße Schokolade (alternativ: weiße Kuchenglasur)
ganze Mandeln (mit oder ohne Schale)

Außerdem:
Springform 25 x 37 cm (alternativ: Backblech mit hohem Rand)
Backpapier für die Form
Spritztüte

Backzeit und -temperatur:
20 Minuten bei 190 Grad (auf einer unteren Schiene)


1/1

Bilderstrecke

Mandelbissen

In Detailansicht öffnen

Ganz, gemahlen und als Splitter: Damit die Plätzchen ihrem Namen gerecht werden, braucht man Mandeln in allen Variationen.

Ganz, gemahlen und als Splitter: Damit die Plätzchen ihrem Namen gerecht werden, braucht man Mandeln in allen Variationen.

Mürbeteig ist auch beim Profi Handarbeit. Den für die Mandelbissen verfeinern Sie mit Zimt, so schmecken die Gutsle unwiderstehlich nach Weihnachten.

Jetzt braucht man Fingerspitzengefühl, denn Harry Ulrich sagt: „Mürbeteig nicht zu lange und zu stark kneten, sonst wird er brüchig und lässt sich nur schwer verarbeiten.“

Der sogenannte „Kuchenblechroller“ bringt den Mürbeteig passgenau in die Springform. Den Backhelfer gibt’s für ein paar Euro auch für die Hobbybäckerei.

Den Plätzchen kann man ganz einfach einen ordentlichen Boden bereiten: Mürbeteig einstüpfeln, dann wirft er keine Blasen und backt gleichmäßig.

Hägenmark ist so richtig nach dem Geschmack von Harry Ulrich, lassen Sie einfach Ihren Gaumen entscheiden.

Mandelsplitter sind für diese Gutsle noch nicht klein genug. Mit Muskelschmalz und scharfem Messer bringt man die Stückchen auf die richtige Backgröße.

Alles in Butter? Insgesamt sind dann rund 450 g Mandeln verarbeitet.

Das Beste kommt auch bei diesem Plätzchenrezept zum Schluss!

Der Mandelbelag wird beim Backen flüssig, damit er nicht ausläuft, empfiehlt der Fachmann die Springform. Ein Blech tut’s aber auch, allerdings sollte der Rand etwa 3 cm hoch sein.

Dreiecke, Rechtecke, Quadrate? In welche Form Sie die Mandelbissen bringen, das können Sie in aller Ruhe überlegen. Denn je länger die gebackene Platte auskühlt, desto besser gelingt der Zuschnitt.

Harry Ulrich entscheidet sich für Dreiecke, seine Formel: Quadrate schneiden, dann halbieren.

Klecksen für die feine Deko: Aufgelöste Schokolade fixiert die Mandeln, macht die Gutsle noch leckerer und ist außerdem ein toller Farbtupfer.

Kunst am Keks geht natürlich auch einfacher und sehr viel schneller.

Wetten, dass die leckeren Mandelbissen den ersten Adventskaffee nicht überstehen?

Zubereitung:

Springform oder Blech mit Backpapier auslegen. Beim Backblech auf eine Randhöhe von etwa 3 cm achten, damit der Mandelbelag nicht ausläuft.

Mürbeteig:
Bis auf das Mehl alle Zutaten gut vermengen. Wenn das klümpchenfrei gelungen ist, auch das Mehl einarbeiten, es sollte ein homogener Teig entstehen. Diesen flach drücken und so lange kühlen, bis er sich gut auswellen lässt. Auf der bemehlten Arbeitsfläche daraus eine Teigplatte (Stärke ca. 4 mm) ausrollen. Die Platte in die vorbereitete Form legen, bis zum Rand andrücken und am Boden mehrmals mit einer Gabel einstüpfeln.

Belag:
Konfitüre durch ein Sieb auf den Mürbeteigboden streichen und gleichmäßig verteilen.
Zucker, Wasser, Salz und Aroma mit der Butter aufkochen. Die Mandelsplitter ohne Fett in der Pfanne kurz rösten, etwas brechen (geht gut mit einem Messer) und in die kochende Mischung geben. Gemahlene Mandeln ebenfalls einrühren, alles auf dem Mürbeteig verteilen und wie angegeben backen.

Bitte beachten:
Kontrollieren Sie immer wieder die Farbe der Mandelmasse, sie sollte keinesfalls zu dunkel werden. Wenn sie sehr schnell bräunt, legen Sie ein Stück Backpapier auf.

Die gebackene Platte gut auskühlen lassen, denn je kühler sie ist, desto besser lässt sie sich nachher schneiden. Dann ein großes Blech (oder großes Brett) auflegen. Die Platte wenden, Springform und Backpapier abnehmen und die Platte zurückdrehen.

So entstehen die Bissen:
Platte mit einem scharfen Messer in Rechtecke, Quadrate oder Dreiecke schneiden.
Tipp: Bis maximal 4 x 3 cm haben die Bissen ideale Naschgröße. Quadrate von 4 x 4 cm schneiden und halbieren, das gibt perfekte Dreiecke.

Dekoration:
Schokolade auflösen und in die Spritztüte füllen. Die Mandelbissen ganz wild damit überspinnen oder auf jedes Gutsle einen Schokoklecks spritzen und darauf jeweils eine Mandel platzieren.

Varianten:
Statt mit Mandeln kann man auch mit gehackten und gemahlenen Hasel- oder Walnüssen backen. Und wenn Sie den Zimt weglassen, haben Sie mit den „Mandelbissen“ leckere Kekse fürs ganze Jahr.

Aktuell in SWR4