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hellrosa farbige Magnolie (George Henry Kern)

Gartentipp Magnolien für unsere Gärten

Magnolien sind beeindruckende Frühlingsboten. Sie schmücken mit ihren großen rosa oder violetten Blüten viele Parks. Für alle, die sich die Blütenpracht in den Garten holen wollen, hat SWR4-Gartenexperte Volker Kugel eine gute Nachricht.

In den Parks sieht man meist die lila Tulpenmagnolien - aber es gibt auch Sorten speziell für nicht so große Gärten. Sie werden "nur" zwischen drei und maximal fünf Meter hoch.

Diese Magnolien eignen sich auch für kleinere Gärten

  • Die Sternmagnolie (Magnolia stellata) ist der Klassiker. Sie bleibt mit drei Meter Höhe und Breite recht klein und zeigt schneeweiße, sternförmige Blüten. Einziger Wermutstropfen: Sie blüht sehr früh - etwa Ende März – und ist dadurch spätfrostgefährdet.
  • Die Purpur-Magnolie. Richtig schön dunkelviolett leuchtet die Sorte 'Susan', die nur etwa drei bis vier Meter hoch und breit wird und erst ab Mitte bis Ende April blüht. Durch die späte Blüte ist die Gefahr von Frostschäden relativ gering.
  • Eine außergewöhnliche Blütenfarbe hat die Magnolie Yellow Lantern. Sie bildet große, hellgelbe Blüten, die zart duften. Da sie langsam und eher säulenförmig wächst, braucht sie wenig Platz. Die gelben Blüten zeigen sich recht spät im April mit den Blättern. Aufgrund ihrer eigenartigen Fruchtstände im Herbst wird sie auch "Gurkenmagnolie" genannt.
  • George Henry Kern ist eine enge Verwandte der Sternmagnolie. Sie bleibt mit drei Meter Höhe sehr kompakt, blüht hellrosa und das über viele Wochen lang - von Ende April an bis in den Juni hinein!
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Magnolien für den heimischen Garten

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Der Klassiker: Die Sternmagnolie mit ihren schneeweißen, sternförmigen Blüten.

Der Klassiker: Die Sternmagnolie mit ihren schneeweißen, sternförmigen Blüten.

Die Sternmagnolie bleibt mit drei Meter Höhe und Breite verhältnismäßig klein.

Die Sternmagnolie blüht etwa Ende März - und ist dadurch auch spätfrostgefährdet.

Schön dunkelviolett leuchtet die Sorte "Susan" der Purpurmagnolie.

Blüte einer Purpur-Magnolie 'Susan'.

Eine außergewöhnliche Blütenfarbe hat die Magnolie 'Yellow Lantern'. Sie bildet große, hellgelbe Blüten, die zart duften.

'George Henry Kern' ist eine enge Verwandte der Sternmagnolie.

Die Magnolie 'George Henry Kern' blüht hellrosa und das über viele Wochen lang - von Ende April an bis in den Juni hinein.

die hellrosa Blüten der 'George Henry Kern'.

Das braucht eine Magnolie

Magnolien lieben windgeschützte Plätze, z.B. in der Nähe einer Mauer, wo sie von der gespeicherten Wärme profitieren. Magnolien vertragen keinen Spätfrost - dann nehmen die schönen Blüten schnell Schaden. Weiter sollten Sie beachten:

  • Der Boden sollte humos, tiefgründig und leicht sauer sein. Tipp: Mischen Sie bei der Pflanzung Gartenerde und Rhododendronerde - am besten im Verhältnis 50:50.
  • Wichtigste Pflege-Regel: Die Schere dürfen Sie weglegen! Magnolien sollten frei wachsen und ihre typische Form entwickeln.
  • Nach der Pflanzung tut der Magnolie in den ersten Jahren eine Mulchschicht gut - so bleibt der Boden gleichmäßig feucht.
  • Nach drei bis vier Jahren können Sie die Magnolie mit Zwiebelblühern oder Bodendeckern unterpflanzen.

Gut zu wissen:
Magnolien haben leider den Ruf, empfindliche Mimosen zu sein. Zu Unrecht! Sie benötigen an einem neuen Standort einfach eine längere Phase der Eingewöhnung. Für uns heißt das: Wir brauchen drei bis vier Jahre Geduld. Erst dann setzen das üppige Wachstum und die Blütenfülle ein.

Der besondere Tipp:
Nach einigen Jahren zeigen manche Magnolien gelbe Blätter, nur die Blattadern bleiben noch grün. Eine Düngung mit einem speziellen, sauer wirkenden Rhododendrondünger schafft Abhilfe. Magnolien brauchen nämlich einen leicht sauren Boden, damit sie alle Nährstoffe gut aufnehmen können. Nehmen Sie etwa 100 Gramm Rhododendrondünger pro Pflanze, geben Sie ihn auf den feuchten Boden und arbeiten Sie ihn leicht ein. Nach drei bis vier Wochen sollten die Blätter wieder ihre normale Färbung haben.

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