"Spiel des Jahres 2019" Nominiert: "Detectives" – Spurensuche hautnah erleben

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"Just One" - so heißt das diesjährige "Spiel des Jahres". Wir stellen den Sieger, die anderen Kandidaten und das "Kennerspiel" sowie das "Kinderspiel des Jahres" vor.

Sie kennen es vielleicht aus den Amtsstuben im Tatort oder Serien wie "Navy C.S.I.": Die Ermittler schreiben ihre Erkenntnisse an Glasscheiben, abwischbare Tafeln, Pinnwände oder agieren mit großen Monitoren. Denn die einzelnen Hinweise, die sie von verschiedenen Personen und an verschiedenen Orten bekommen haben, müssen zusammengetragen und verknüpft werden.

Und genau das muss bei "Detectives" gemacht werden. Es gilt, verschiedenen Fälle aufzuklären. Jeder einzelne Fall ist ein abendfüllendes Rätsel, das die Spieler, die als Ermittlerteam gemeinsam agieren, an verschiedene Schauplätze führt.

Dort muss immer wieder entschieden werden, welche Personen wie intensiv verhört werden, denn alle Aktionen kosten unterschiedlich viel Zeit - und der Tag hat nur acht Stunden. Danach können zwar Überstunden geschoben werden, aber das ist riskant, denn die erschöpfen die Ermittler.

Das Spiel funktioniert nur mit einer Internetverbindung. Im Netz zapfen Sie die Ermittlerdatenbank an, hier tragen sie neue Spuren ein und geben so manchmal den entscheidenden Hinweis auf den Täter. Mit einem großen Bildschirm oder einem Beamer haben Sie diese Ermittlerdatenbank während des Spiels gut im Blick.

Diese Verknüpfung von Spiel und Datenbank vermittelt den Eindruck, dass man echte Ermittlerarbeit leistet. Wir haben uns für unsere Testrunden sogar extra eine große abwischbare Magnettafel gekauft, um alle Ermittlungsergebnisse festzuhalten.

"Detectives" bietet pro Fall gute drei Stunden täuschend echte Krimispannung, die es so noch nicht gegeben hat.

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