Ein Schildfarne (lat. Polystichum) im Schnee.  (Foto: Imago, BobxxGibbons)

SWR4 Gartentipp Hingucker in der kalten Jahreszeit: Wintergrüne Farne

Wenn jetzt das Laub der Sträucher abgefallen ist, können wintergrüne Farne die so richtig schön in schattigen Bereichen zur Geltung kommen, findet SWR4-Gartenexperte Volker Kugel.

Empfehlenswerte Farne, die das ganze Jahr über grün sind:

Bildergalerie Wintergrüne Farne

Proliferum, ein filigraner Farn. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, McPHOTO/H.-R. Mueller)
Die Schildfarne (lat. Polystichum) sind allesamt wintergrün. Besonders schön ist die Sorte Proliferum. Dieser Farn wird etwa 60 cm hoch und wächst straff aufrecht; nur die Spitzen der hellgrünen Fiederblätter hängen leicht über. Das sieht sehr fein und filigran aus. Er ist ein idealer Pflanzpartner für Funkien und Christrosen. McPHOTO/H.-R. Mueller Bild in Detailansicht öffnen
Ein heimischer wintergrüner Farn, der mit 1 Meter Höhe und Breite richtig viel Platz im Garten braucht, ist der Echte Wurmfarn. Er ist sehr robust und verträgt auch ein bisschen Sonne. Am wichtigsten ist für ihn gleichmäßige Feuchtigkeit. Imago . Bild in Detailansicht öffnen
Der bekannteste wintergrüne Farn ist der Hirschzungenfarn. Er fällt schon dadurch auf, dass er eben keine Fiederblättchen hat, sondern lange, ledrige, zungenartige grüne Blätter bildet. Als Ganzes wird er ungefähr 40 cm hoch. Wen das Farn-Fieber packt, der sollte sich nach etwas ungewöhnlicheren Sorten des Hirschzungenfarns umschauen – die haben dann gewellte oder sogar gerüschte Blätter. So mancher hat sich damit eine kleine Sammlung aufgebaut. Gemäß dem Motto: Man kann gar nicht genug Farne in seinem Garten haben. Imago Alexx Hyde Bild in Detailansicht öffnen

Wie kann man Farne geschickt im Garten einsetzen?

Farne heben sich im Staudenbeet stark von anderen Pflanzen ab: Die meisten haben ja sehr filigrane Wedel mit unzähligen Fiederblättchen und können sie ein ideale Ergänzung für schattenliebende Stauden sein.

Gerade die wintergrünen Farne heben sich in der kalten Jahreszeit im sonst eher kahlen Beet besonders eindrucksvoll ab. Gut für die Gestaltung ist ihre Vielfalt: Es gibt kleine Farne, die nur etwa 10 cm hoch werden und große, die über 1 m hoch wachsen.

Gut zu wissen

Spiralförmige Sprösslinge der Hirschzunge (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Michael Peuckert)
Spiralförmige Sprösslinge der Hirschzunge Michael Peuckert

Farne sind sehr alte Pflanzen. Man könnte sie auch als die „Dinos“ der Pflanzenwelt bezeichnen. Sie sind über 350 Millionen Jahre alt und bilden botanisch den Übergang zwischen den Blütenpflanzen und den Pflanzen ohne Blüten.

Wo und wie wachsen Farne am besten?

Bis auf wenige Ausnahmen ist ein halbschattiger bis schattiger Standort ideal. Besonders die wintergrünen Farne wollen ganz gleichmäßig feucht gehalten werden und benötigen einen nahrhaften Boden.

Weil das immergrüne Laub auch im Winter Wasser verdunstet, sollten diese Farne unbedingt einen Platz bekommen, der vor der Wintersonne geschützt ist!