essbare Pflanzen (Foto: SWR, Julian Rathsack)

SWR4 Gartentipp Das essbare Beet

Blumen sind schön und viele auch essbar. Gänseblümchen, Schlüsselblumen oder Taglilien zum Beispiel. SWR4 Gartenexperte Volker Kugel zeigt, wie man ein "essbares Beet" anlegen kann.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
9:00 Uhr
Sender
SWR4 Baden-Württemberg

Essbare Blüten sind im Trend. Dafür bieten sich etliche Pflanzen an. Bei den Stauden eignen sich beispielsweise:

  • Taglilie
  • Phlox
  • Sommeraster
  • Veilchen
  • Lavendel
  • Funkie (Hosta)
  • Indianernessel

Die Stauden lassen sich gut kombinieren mit saisonalen Pflanzen. Unter den Ein- und Zweijährigen eignen sich unter anderem:

  • Hornveilchen
  • Eis-Begonien
  • Kapuzinerkresse
  • Dahlie
  • Ringelblume
  • Vergissmeinnicht
  • Gänseblümchen (Bellis)

Die Frühjahrs- oder Sommerblumen pflanzt oder sät man am besten in Lücken, in denen bewusst keine Stauden angepflanzt wurden. So wird die Struktur aufgelockert und es gibt auf jeden Fall zwischen April und Oktober etwas zu essen.

Bilderstrecke Diese Blumen kann man essen

essbare Pflanzen (Foto: SWR, Julian Rathsack)
Fast zu schön zum Essen: eine Taglilie. Doch Taglilien sind genauso essbar wie ... Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
... die ebenfalls wie ein Kunstwerk aussehende Indianernessel. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
Auch der lila und ... Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
... der rosa Phlox sind eine gut aussehende wie leckere Salatzugabe. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
Lavendel kennt man eher aus Duftsäckchen oder Grundlage für feine Gerüche. Doch auch der Lavendel ... Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
... ist genauso essbar wie die Funkie. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
Die Aster ist eine beliebte Zierblume und ebenfalls essbar. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
Duftende Basilikum-Blätter verfeinern eine leckere Sommerpizza. Was weniger bekannt ist: auch die Blüten sind essbar. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
Und noch einmal alle Blumen zusammen: ein ganzes Beet zum Aufessen. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen
Na, dann guten Appetit. Julian Rathsack Bild in Detailansicht öffnen

Nicht alles in die pralle Sonne

Auch wenn alle diese Pflanzen essbare Blüten bilden, haben sie doch unterschiedliche Vorlieben, was Standort und Lichtverhältnisse betrifft. Während die Funkie einen halbschattigen Platz bevorzugt, braucht der Lavendel volle Sonne. Man pflanzt also nach den Ansprüchen der Pflanzen an den Boden und das Licht.

Keine Chemie im "essbaren Beet"

Chemischer Pflanzenschutz ist natürlich tabu im "essbaren Beet". Gedüngt wird sehr sparsam mit etwas organisch-mineralischem Volldünger und mit Kompostgaben. Ansonsten ist die Pflege eines "essbaren Beetes" nicht komplizierter als bei einem normalen Beet.

Auch ein paar Ziergräser passen dazu

Es geht bei "essbaren Beeten" darum, den Zier- und den Nutzwert zu kombinieren. Dabei muss nicht jede Pflanze essbar sein! Zur besseren Strukturierung der Beete können Sie Ziergräser verwenden, die zwar nicht essbar sind, aber etwas Ruhe in die Vielfalt der Blüten bringen. Gut geeignet sind Seggen für schattige Bereiche sowie der blaue Feinstrahlhafer und das Pfeifengras für sonnige Stellen. 

Der besondere Tipp

Pflücken Sie die Blüten am besten früh am Morgen, nachdem der Tau abgetrocknet ist und noch bevor die Sonne richtig auf das Beet scheint. Dann sind die Aromastoffe am intensivsten. Die Blüten sollten am selben Tag verwendet werden. Wenn es zu viel auf einmal ist, können Sie sie im Gemüsefach des Kühlschranks maximal ein bis zwei Tage aufbewahren.

Bei aller Experimentierfreude: Probieren Sie wirklich nur die essbaren Stauden, die Sie sicher erkennen! Denn neben allen wohlschmeckenden Exemplaren gibt es unter den Stauden auch Giftpflanzen.