Gartentipp Anmutige Madonnenlilien jetzt pflanzen!

Ab Juni beeindruckt sie mit weißen, tiefen und großen Blüten: die Madonnenlilie. Doch damit die Blume nächstes Jahr in Ihrem Garten blüht, müssen Sie sie jetzt pflanzen!

Blühende Madonnenlilie (Foto: SWR)
Madonnenlilie

Beeindruckende Gewächse

Sie werden über einen Meter hoch, haben einen dunkelgrünen kräftigen Blattschopf und beeindruckend schöne, schneeweiße, 15 Zentimeter große trichterförmige Blüten. Eine Lilie kann im Idealfall gleichzeitig 15 bis 20 Blüten hervorbringen und das ist sehr spektakulär.

Eigenwilliger Lebenslauf

Dass die Zwiebeln der Madonnenlilie jetzt, Anfang August, schon in den Boden müssen, liegt am Lebenskreislauf der Pflanze: Die Madonnenlilie legt von etwa Anfang August bis Mitte Oktober eine ausgeprägte Ruhezeit ein: Die oberirdischen Pflanzenteile sterben komplett ab. Bereits vor dem Winter bilden sich dann aus den etwa fünf Zentimeter großen Zwiebeln schon wieder grüne Blattschöpfe. Die bleiben über den Winter grün und entwickeln sich im nächsten Frühjahr weiter. Die tollen, schneeweißen Blüten erscheinen dann nächstes Jahr im Juni/Juli.

Blühende Madonnenlilie (Foto: SWR)
Bis zu 20 Blüten gleichzeitig können an einer Madonnenlilie wachsen.

Der ideale Standort

Madonnenlilien lieben sandig-lehmige Böden in der vollen Sonne. Was sie überhaupt nicht vertragen, ist Staunässe. Am besten schafft man direkt unter den Zwiebeln eine Drainage aus Kies oder Lava, damit überschüssiges Wasser schnell abfließen kann.

Gartenschaufel, die in der Erde steckt (Foto: SWR)
Die Zwiebeln der Madonnenlilie nicht zu tief eingraben.

So pflanzen Sie richtig

Die Pflanztiefe der Zwiebeln unterscheidet sich stark von der bei Tulpen oder Narzissen: Deren Zwiebeln müssen ungefähr 15 Zentimeter tief gepflanzt werden, die Zwiebeln der Madonnenlilien dagegen kommen nur etwa fünf Zentimeter tief in den Boden! Weil die Pflanzen später große Blattschöpfe bilden und "ausgewachsen" bis zu einem Meter hoch werden, sollte man beim Einsetzen einen relativ großen Abstand von 30 bis 40 Zentimeter zwischen den einzelnen Zwiebeln lassen.

Ideale Begleitpflanzen

Madonnenlilien passen ideal zu rotblühenden oder blaublühenden Stauden, zum Beispiel zu Rittersporn, Lavendel, Katzenminze, Glockenblumen oder Bartfaden. Und natürlich auch wunderbar zu allen roten Beetrosen. Madonnenlilien sind dabei die Stars im Beet und wollen hofiert werden. Idealerweise stützt man die hohen Gewächse mit ihren prächtigen, schweren Blüten mit einem Stab oder gibt ihnen einen Staudenhalter, damit sie nicht umknicken.

Begleiter Diese Pflanzen passen perfekt zur Madonnenlilie

Diese Pflanzen passen super zur Madonnenlinie (Foto: Imago, Foto: Harald Lange)
Katzenminze Imago Foto: Harald Lange Bild in Detailansicht öffnen
Bartfaden (Penstemon Galane) Imago Foto: Leemage Bild in Detailansicht öffnen
Rittersporn Imago Foto: MITO Bild in Detailansicht öffnen
Glockenblume (Campanula glomerata) Imago Foto: Nature Picture Library Bild in Detailansicht öffnen
Lavendel Imago Foto: blickwinkel Bild in Detailansicht öffnen

Übrigens: Wenn es den Madonnenlilien an ihrem Standort gefällt, dann breiten sie sich durch Brutzwiebeln aus und können uns jahrzehntelang Freude bereiten.

Der besondere Tipp:

Die Blüten der Madonnenlilie sind wunderschön als Schnittblumen für die Vase. Aber: Man muss dabei etwas Vorsicht walten lassen, denn der Blütenstaub der senfgelben Staubfäden färbt sehr stark, sowohl auf der Tischdecke wie auch auf Kleidung. Da hat man dann leider oft dauerhafte Flecken als unerwünschte "Andenken". Gehen Sie also vorsichtig mit den Madonnenlilien um und achten Sie gut darauf, dass Sie die Blüten rechtzeitig entsorgen, bevor sie abgeworfen werden. So werden Sie viel Freude an diesen edlen Gewächsen haben!