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Der Herbst ist ideal zum Wandern und Radfahren. Touren gibt es in der Region viele, zum Beispiel den Neckartalradweg. Eine Etappe geht von Tübingen nach Horb.

Der Neckartalradweg ist gut ausgeschildert. Kleine blaue Schildchen lotsen die Radfahrer im Gelände und auch durch die Innenstädte von Tübingen und Rottenburg. Nur wenige Kilometer hinter Tübingen fährt man am Hirschauer Baggersee vorbei. Dort kann man baden. Nur kurz danach führt der Weg unterhalb der Wurmlinger Kapelle vorbei. Hier ist es ruhig und beschaulich.

Dauer

Eis essen am Dom

Schnell ist man in Rottenburg. Der Neckartalradweg führt direkt auf den Marktplatz. Am Dom schließen viele Radler ihr Gefährt ab, setzen sich an den Marktbrunnen und essen ein Eis. Wer die Radler fragt, warum sie den Neckartalradweg nehmen, erfährt, dass er sich gut fahren lässt und viel Abwechslung bietet.

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Tempo auf dem Weg, Ruhe am Ufer

Tatsächlich ist die fast 40 Kilometer lange Strecke vielseitig. Mal fährt man durch üppiges Grün, mal am Wasser, mal über Felder. Und immer in der Nähe des Waldes. Es gibt viele Stellen, die dazu einladen, das Rad mal abzustellen und inne zu halten. Dann hört man am Flussufer das Rauschen der Pappeln im Wind und die Rufe der Wasservögel. Eine schöne Abwechslung, wenn man bedenkt, dass bei schönem Wetter viel los ist und die meisten mit ihren E-Bikes oder Rennrädern ganz schön flott unterwegs sind.

Wegsanierung muss sein

Allerdings gibt es auch Umleitungen. Derzeit am Stadtrand von Tübingen und zwischen Mühlen und Horb. Die gesperrten Abschnitte findet man auf der Homepage des Neckartalradweges. Man muss dann zwar ein paar Kilometer auf der Straße fahren, aber immerhin: Auch die Umleitungen sind gut ausgeschildert.

Unterwegs auf dem Neckartalradweg

Der Baggersee in Hirschau liegt fast direkt am Neckartalradweg.  (Foto: SWR, Jörg Heinkel)
Der Baggersee in Hirschau liegt fast direkt am Neckartalradweg. Wer sich abkühlen oder einfach noch eine Runde schwimmen will, ist hier richtig. Es gibt lauschige Ecken zum Liegen und zwei Badeplätze auch für FKK-Fans. An heißen Sommertagen ist hier allerdings auch viel los. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Von Tübingen Richtung Rottenburg fährt man unterhalb der Wurmlinger Kapelle vorbei. Ein Abstecher hoch auf den Berg wäre eine sehr steile Angelegenheit. Deshalb: die bekannte Kirche lieber von unten anschauen. Auf diesem Abschnitt führt der Radweg über Wiesen und Felder. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Hinter Rottenburg, in der Nähe des Freibads am Neckar, passiert man einen ehemaligen, längst still gelegten Steinbruch. Das Gelände liegt zwar erhöht und ist eingezäunt, aber es ist trotzdem reizvoll. Denn vor allem die Nachmittagssonne taucht die steilen Felswände in warmes Licht. Ein Teil des Steinbruchs ist heute Naturschutzgebiet, es gibt einen Häckselplatz und der DAV Rottenburg hat dort seine Kletterwand. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Viel Grün! Der Neckartalradweg führt nur manchmal direkt am Ufer des Flusses entlang. Dafür ist er abwechslungsreich: Man kommt über freie Ebenen genauso wie in den Wald. Sicher ist: Üppiges Grün gibt es genug. Selbst an den wenigen Abschnitten, die man auf der Landstraße fahren muss. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Auf der Brücke in Bieringen. Die Dörfer entlang der Strecke sind noch ursprünglich, in Balkonkästen hängen Geranien. Auch das Geländer dieser kleinen Fußgängerbrücke ist blumengeschmückt. Daneben ist ein kleiner und wunderbar ruhig gelegener Rast- und Spielplatz - mit Bänken zum Vespern und Ausruhen. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Gemütlich geht es an sonnigen Sonntagnachmittagen vor dem Börstinger Dorfmuseum "Kulturtankstelle" zu. Unter einer Linde sitzt man beieinander, es gibt Kaffee und Kuchen und das Museum hat geöffnet. Gleich daneben stehen die Kirche und ein altes Fachwerkhaus. Schön ist auch, dass man von hier aus die Weitenburg im Blick hat. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Vor vielen Jahren gab es einmal Pläne, das alte Haus, in dem heute die "Kulturtankstelle" untergebracht ist, abzureißen. Weil einige Bürger dagegen protestiert haben, wurde der Plan, hier Parkplätze zu bauen, verworfen. Stattdessen hat man das Haus renoviert und mithilfe Tübinger Studentinnen als heimatgeschichtliches Museum eingerichtet. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Das Museum stellt einzelne Gegenstände der Dorfgeschichte aus. Dazu gibt es jeweils eine Geschichte, die man lesen oder sich – auf schwäbisch – anhören kann. Börstinger Bürger haben sie erzählt: was man mit den Gegenständen gemacht hat, warum sie was Besonderes sind. Monika Laufenberg vom Förderverein Heimat und Kultur in Börstingen erklärt hier den Nutzen einer alten Dochtschere. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Die vierspurige Neckartalbrücke Weitingen ist Teil der A81 Stuttgart - Singen. Sie ist fast 130 Meter hoch und wurde in den siebziger Jahren gebaut. Den Radweg sieht man kaum: Er verläuft im Wald. Rechts neben dem Pfeiler verläuft die Bahnlinie und davon nochmal rechts kann man hinter einer Baumreihe den Neckartalradweg erkennen, jetzt schon kurz vor Horb. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen

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