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Streifzug in Tübingen Die ganze Welt im Botanischen Garten

Der Botanische Garten in Tübinger Halbhöhenlage auf der Morgenstelle ist ein Pflanzenparadies. Die Besucher können in wenigen Schritten eine botanische Reise um die Welt machen. Über 12.000 Pflanzen unterschiedlichster Klimazonen wachsen in den Gewächshäusern und den Freilandbeeten. Und das schon seit 50 Jahren.

Streifzug Mai 2019, Anette Hübsch, 50 Jahre Tübinger Botanischer Garten Morgenstelle

Das Gewächshaus inmitten üppigster Vegetation, hier mit herrlich blühenden Pfingstrosen.

Schon bei der Eröffnung im Mai 1969 strömten die Besucher. 10.000 Pflanzenliebhaber waren es am ersten Wochenende. Auch heute noch ist der Botanische Garten auf der Tübinger Morgenstelle ein Publikumsmagnet. Die Gewächshäuser und Freilandbeete schmiegen sich in die Landschaft. Auf dem zehn Hektar großen Gelände gibt es beispielsweise ein Arboretum, ein Alpinum, Staudenpflanzengärten, Heide- und Wüstenlandschaften und das Tropicarium.

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50 Jahre Botanischer Garten Morgenstelle

Es duftet und blüht betörend:

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Die Strauchpfingstrosen kommen aus China und sind zur Zeit in voller Blüte.

Die Strauchpfingstrosen kommen aus China und sind zur Zeit in voller Blüte.

Ein gigantischer Rhododendron "Kumiko" in sattem Pink - ein echtes Blütenmeer.

Das Alpinum ist ein Steingarten, der die alpine Gebirgswelt mit Pflanzen, Felsen und Steinen nachahmt.

Im rosa Blütenmeer haben sich Meerträubel versteckt.

Auch gelb leuchtet es im Alpinum. Hier Pflanzen der südöstlichen Kalkalpen.

Im Arboretum wachsen viele verschiedene Bäume, unter anderem auch amerikanische Mammutbäume. Zur Zeit gibt es einen Literaturpfad mit einzelnen Stationen: Kennzeichen Roter Schirm.

Arisaema, der sogenannte Feuerkolben, zieht Fliegen an und verschluckt sie.

Ein besonderes Schmuckstück ist der japanische Teich. Hier wird es fernöstlich.

Blick von der Wendeltreppe im Tropicarium, hier herrschen schweißtreibende Temperaturen.

Eine außergewöhnliche Rarität: Die Aristolochia gigantea - auch Riesen-Pelikanblume genannt. Sie ist eine tropische Kletterpflanze.

Vorbild Wiesenkerbel

Zuerst war das Gewächshaus für tropische Pflanzen als gläserne Halbkugel auf der Tübinger Morgenstelle geplant. Doch der Architekt starb und sein Nachfolger wählte die sechseckigen, miteinander verbundenen Module - inspiriert von der schirmartigen Blüte des Wiesenkerbels, erzählt die technische Leiterin Brigitte Fiebig.

Sonderausstellung

Zum 50-jährigen Jubiläum gibt es im Tropicarium eine Sonderausstellung zur Geschichte der Botanischen Gärten der Universität Tübingen. Denn vor der Morgenstelle war der Botanische Garten im Tal, am Rande der Tübinger Altstadt. Schon damals war er eine Einrichtung für Forschung und Lehre. Und immer auch ein Erholungs- und Bildungsort für die Besucher aus nah und fern.

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