Arkaden kennzeichnen den Hugo-Boss-Platz in der Outlet-City Metzingen (Foto: SWR, Bertram Schwarz)

Streifzug rund um Metzingen Von Bauhaus bis Outlet-City - Architektur im Ermstal

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Die Architektur im Ermstal bietet eine unglaubliche Bandbreite. Vom mittelalterlichen Schloss Urach über das Haus auf der Alb im Bauhausstil bis hin zur Outlet-City Metzingen.

Die Outlet-City entstand in den vergangenen zwanzig Jahren in einem fröhlichen Stilmix. Begonnen hat er in den 1990ern mit dem sogenannten Joop-Turm direkt an der Durchgangsstraße von Metzingen. Der Turm mit seiner Natursteinfassade und der leicht verschobenen Kanzel ist ein Kind seiner Zeit. Seitdem entstand ein Stilmix an Gebäuden, der in Metzingen positiv gesehen wird: wie eine gewachsene Stadt. Ganz neu ist das 65.000 Quadratmeter große Gaenslen & Völter-Areal mit zahlreichen Geschäften rund um den Hugo-Boss-Platz mit den Arkaden.

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Heimatmuseum Dettingen an der Erms

In Metzingens Nachbarort Dettingen steht ein stattliches Fachwerkhaus aus dem späten Mittelalter. Der Arbeitskreis Museum und Brauchtum hat es in die Darstellung früheren Wohnens verwandelt. Faszinierend für viele Besucher ist die historische Küche datiert um 1890. Gleiches gilt für die Wohnstube mit Details wie Kaffeetassen, Regenschirm, Wärmflasche und Wanduhr.

Architektur im Ermstal

Joop-Turm am Eingang der Metzinger Outlet-City (Foto: SWR, Bertram Schwarz)
Joop-Turm am Eingang der Metzinger Outlet-City Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Arkaden kennzeichnen den Hugo-Boss-Platz in der Outlet-City Metzingen Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Küche um 1890, im Hintergrund der „Ablauf“ - zu sehen im Heimatmuseum Dettingen/Erms Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Am Tag der Offenen Tür schafft der Schmied im Erdgeschoss des Heimatmuseums Dettingen Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Residenzschloss Urach Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Palmensaal im Residenzschloss Urach Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Das größte im Bauhaus-Stil erbaute Gebäude Süddeutschlands: Das Haus auf der Alb in Bad Urach Manfred Grohe Bild in Detailansicht öffnen
Haus auf der Alb: Blick von unten in den Treppenturm Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Bauhaus-Mobiliar in der Bibliothek des Hauses auf der Alb in Bad Urach Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen
Gartenzimmer im Haus auf der Alb Bertram Schwarz Bild in Detailansicht öffnen

Residenzschloss Urach

Das Uracher Residenzschloss am Rand der Altstadt ist ein kompakter Kasten mit Fachwerk und vier Stockwerken, etwa 600 Jahre alt. Der Gründer der Universität Tübingen, Eberhard im Barte, wurde 1445 hier geboren. Im kirchenhaften Saal im Erdgeschoss schlendern die Besucher um die Bogensäulen, die das Gebäude tragen. Die Treppe hinauf geht es in Eberhards Empfangssaal, den Palmsaal. Auf die Wände gemalte Palmen - wie man sie auch als Symbol der Universität Tübingen kennt - gaben ihm seinen Namen.

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Haus auf der Alb in Bad Urach

Das Haus auf der Alb ist das größte im Bauhaus-Stil erbaute Gebäude Süddeutschlands, früher Ferienheim, heute Tagungsort der Landeszentrale für Politische Bildung. Es besticht mit seiner formalen Konzeption. Die Gästezimmer haben alle die gleiche Terrasse oder Balkon. In der Mitte des Gebäudekomplexes befindet sich der gemeinschaftliche Bereich mit Foyer und Speisesaal. Nirgends findet man Zimmerpflanzen. Das Konzept: die Fenster bringen die Natur in jeden Raum. Die Form - die großen Fenster - folgt der Funktion. Die Bauhaus-Architekten ordneten alles diesem Prinzip unter.

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