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Jagoda Marinić ist Schriftstellerin, Kolumnistin und Leiterin des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg.

Jagoda Marinić lebt seit 20 Jahren in Heidelberg. Sie studierte hier Germanistik, Politik und Anglistik - und blieb.

Jagoda Marinić ist eine Frau, die selbstbewusst Aufgaben anpackt. Längst ist sie nicht mehr nur den Lesern der Frankfurter Rundschau bekannt. Sie trägt zu Debatten bei, schreibt für die Süddeutsche Zeitung, die TAZ, sogar die New York Times druckte ihre Meinung auf Titelseiten.

Die 42-Jährige wollte aber nicht nur als Schriftstellerin arbeiten. Als die Stadt Heidelberg das Projekt für ein Interkulturelles Zentrum ausschreibt, fackelt sie nicht lange. Und so ist sie heute die Leiterin dieser Einrichtung.

Jagoda Marinić ist so etwas wie die Botschafterin der Einwanderungsgesellschaft für die Region geworden und weit darüber hinaus. Eine, die sich dafür einsetzt, dass Menschen aller Kulturen friedlich miteinander in einer Stadtgesellschaft zusammenleben. Sie will die Geschichten von denen erzählen, die sie sonst nicht selbst erzählen.

Aufgewachsen mit zwei Kulturen, der kroatischen und der deutschen, bringt Jagoda Marinić heute beide Welten mit ein, um viele Welten miteinander zu verknüpfen. Das eckt an und ist kräftezehrend - gerade in Zeiten von zunehmendem Populismus. Dagegen stellt sie sich, stößt Debatten über Gastarbeiter und moderne Einwanderungsgesellschaften an. Und sie wird gehört. Als Botschafterin der Kurpfalz und darüber hinaus.

SWR Reporter Patrick Figaj hat sich mit Jagoda Marinić unterhalten.

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