Sabine Gronau ist "Unterwegs" mit dem Rad in der Natur (Foto: SWR, SWR - Markus Palmer)

Unterwegs mit Sabine Gronau Von der Fils an die Rems

Am ehemaligen Bahnhofshäuschen in Faurndau sind unsere zwei Radler gestartet. Von dort aus fahren sie die Hohenstaufenbahn nach Schwäbisch Gmünd. Auf Göppinger Seite hieß die Bahn "Josefle", auf Gmünder Seite nannte man sie "Klepperle". Heute ist die Strecke als Rad- und Wanderweg eingerichtet.

Bilderstrecke Die Bilder von der Tour

gallery-swr-P66CD (Foto: SWR, SWR - Michael Folk, Sabine Gronau)
Hörer Friedemann Messer hat die Tour vorgeschlagen. Er fährt mit einem besonderen Rad mit. Der Rahmen ist schon 30 Jahre alt und wurde aus Dänemark importiert. Na dann, mal los! SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Start ist in Faurndau, einem Stadtbezirk von Göppingen. Ein bisschen zeigt sich hier schon der Herbst und lockt mit romantischer Stimmung. SWR - Michael Folk ISabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Lächeln bei 8 Grad. Noch ist es frisch, die Sonne braucht noch ein bisschen. SWR - Michael Folk ISabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Zum Niederlassen und Schwelgen: Der Blick in die Ferne auf den Hohenstaufen SWR - Michael Folk ISabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Unterwegs und auf nach Wäschenbeuren. SWR - Michael Folk ISabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Die Sonne kommt raus und verzaubert die Landschaft. Der Blick in die Ferne zeigt den Aasrücken und rechts den Hohenstaufen SWR - Michael Folk ISabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Rasende Radfahrreporterin unterwegs: Bericht von der Burg Wäscherschloss, die häufig als "Wiege der Staufer" bezeichnet wird. Die Burg mit ihrem berühmten fünfeckigen Hof liegt im Herzen des Stauferlandes. SWR - Michael Folk ISabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Kleine Lehrstunde gefällig? Sabine erfährt einiges aus der Staufergeschichte und wie die Staufer einst im Albvorland gelebt haben. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Einst waren die "Wäscher" los: Schloss Wäscherburg liegt im Wäschenbeurer Ortsteil Wäscherhof im Landkreis Göppingen. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Wäschenbeuren und sein alter Bahnhof - ein schönes Plätzchen für ein Foto. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Blick auf die Wallfahrtskirche in Birenbach. SWR4 Hörer Bernd Steinhaus hat einen Apfel fürs Vesper vorbeigebracht. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Großartig: ein freundliches Willkommen für SWR4 und die fleißigen Radler im Malermuseum am Radweg unterhalb des Rechbergs. Das Museum hat eine Zunftstube und wer will, kann hier etwas über längst vergessene Malertechniken oder die Geschichte des Malerhandwerks rund um Schwäbisch Gmünd erfahren. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
"Verweile doch... "- das Café lockt mit gemütlichem Sitzen und mehr - aber unsere Radler lassen sich nicht nieder. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Statt Kaffee und Kuchen lassen sich Sabine Gronau und Friedemann Messmer die Geschichte des Zunftstübchens erklären und erfahren Interessantes über das Malerhandwerk. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Weiter strampeln und genießen: der Radweg schenkt Herbstfarben aller Töne. SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Was für eine wunderbare Herbstlandschaft: Radeln vom Feinsten auf der Strecke der ehemaligen Hohenstaufenbahn. SWR - Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Im Museum kann der Besucher alte Werkzeuge bewundern, die in der Malerzunft einst verwendet wurden. Mitnehmen darf man allerdings nichts! SWR - Michael Folk, Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Völlig klar: Radeln macht glücklich! SWR - Michael Folk I Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Der Stadtteil Straßdorf liegt rund zwei Kilometer südlich von Schwäbisch Gmünd auf einer Albvorebene, 2014 haben hier genau 3.721 Menschen gelebt. Nachgezählt haben unsere Radler heute nicht. SWR - Michael Folk I Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Stramm weiter strampeln: Schwäbisch Gmünd in Sicht! SWR - Michael Folk I Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Spektakulär, erstellt zur Landesgartenschau 2014, das "Forum Gold und Silber" im Gmünder Stadtzentrum direkt an der Rems. Etwa 65 Tonnen Stahl wurden für die Unterkonstruktion der Fassade verwendet, allein die Schrauben wiegen 600 Kilogramm. 787 goldene Blechplatten zieren die Fassade. SWR - Sabine Gronau Bild in Detailansicht öffnen
Rauf auf den Wachturm? Nein, die Radler bleiben am Boden, aber einmal drum rum fahren geht schon... Der rekonstruierte römische Wachturm grüßt vor den Toren vom Kloster Lorch. Und das gehört zu den am besten erhaltenen Staufergedenkstätten. SWR - Michael Folk Bild in Detailansicht öffnen
Die Lage des Klosters Lorch ist herrlich, hoch oben auf dem Berg, mit weitem Blick ins Umland. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Für einen Rundgang durch das Kloster bleibt natürlich auch Zeit. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Wohlverdienter Abstieg: Ob der Po schmerzt, wissen wir nicht, aber dass die beiden Radler sich die Nachmittagssonne und ein bisschen gemütliches Sitzen verdient haben, ist sicher: Endstation der Radtour am Kloster Lorch. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Abschiedsblick ins weite Remstal hinaus. Was für eine schöne Tour war das an diesem sonnigen Herbsttag. Radeln macht eben glücklich. SWR - Michael Folk Bild in Detailansicht öffnen

Ein "Willkomm" für Sabine Gronau

Die beiden Radler machen Station bei Eugen Stegmeier, im Süddeutschen Malermuseum unterhalb des Rechbergs. Das Museum hat eine Zunftstube und Eugen Stegmaier führt gerne in das Wirken von Handwerkszünften ein, erklärt längst vergessene Malertechniken oder die Geschichte des Malerhandwerks in der Region Schwäbisch Gmünd. Hier erklärt Eugen Stegmeier den "Willkomm".

Das persönliche Fazit von Sabine Gronau

Aus der ehemaligen Bahntrasse ist ein idyllischer Radweg geworden, der sich mit nur leichten Steigungen durch die Landschaft windet. Und diese Landschaft ist, speziell im warmen Herbstlicht, wirklich sehenswert. Dass ich außerdem noch etwas Geschichtsunterricht dort in der Heimat der Staufer zwischen Wäschenbeuren, Hohenstaufen und Kloster Lorch bekam, war dann noch die Krönung. Ein bisschen was für die Bildung tun, schadet mir auch nicht...

Eine kurze Vorstellung der Strecke

Auf der ehemaligen Bahntrasse der Königlich-Württembergischen Staatseisenbahn radelt Sabine Gronau zusammen mit SWR4 Hörer Friedemann Messer, von dem die Idee für diese Tour stammt. Auf dem größten Teil der Trasse verläuft seit 1990 ein Fahrrad- und Wanderweg. Die Fahrt durch das Albvorland führt vorbei an den Kaiserbergen Hohenstaufen, Stuifen und Rechberg, die Trasse wurde asphaltiert, und da Bahnen keine steilen Strecken vertragen, überwinden die Radler heute auf der alten Gleisstrecke bequem den Höhenunterschied zwischen dem Fils- und dem Remstal.

Schild mit Informationen zur Hohenstaufenbahn (Foto: Friedemann Messer -)
Infotafel zur Hohenstaufenbahn Friedemann Messer -

Über Wäschenbeuren mit dem mittelalterlichen Wäscherschloss aus der Stauferzeit führt die Route über Schwäbisch Gmünd und von dort wieder in Richtung Stuttgart nach Lorch, dessen berühmtes Kloster den Schlusspunkt der Radtour bildet. Die Strecke ist knapp 30 Kilometer lang und sie bietet neben Bahngeschichte immer wieder tolle Ausblicke.

Die Tour in Stichworten

  • Vom Filstal (307m Höhe) geht es bis zum höchsten Punkt Maitis (445m) in das Remstal (319m).
  • Sehenswürdigkeiten: Stiftskirche Faurndau, Wäscherschloss in Wäschenbeuren, Panorama Hohenstaufen-Rechberg-Stuifen, Schwäbisch Gmünd, Kloster Lorch
  • Die Strecke: schöne Streckenführung, gleichmäßige Steigungen, asphaltierter Weg, der auch nach Schlechtwetter gut befahrbar ist
  • Start: Der Bahnhof Göppingen ist ideal mit dem ÖPNV erreichbar.
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