Grüne Landschaft mit Feldweg im Gegenlicht  Lupe mir dem Schriftzug SWR4 - Regionencheck (Foto: SWR, Foto: Colourbox.de - Montage: SWR)

Kälbchen bei der Kuh Der Tierwohl-Hof

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Normalerweise soll eine Kuh so viel Milch geben wie möglich. Nicht auf dem Gasswies-Hof. Dort wiegt das Tierwohl schwerer als der Ertrag. Deswegen bleibt dort das Kalb bei der Kuh.

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Silvia und Alfred Rutschmann SWR - Petra Jehle

Was produziert der Hof?

Der Gasswies-Hof in Klettgau-Rechberg (Kreis Waldshut) produziert Milch. Dafür halten Silvia und Alfred Rutschmann 50 Kühe und 100 Jungvieh. Neben Milch verkaufen die Rutschmanns auch Fleisch und Obst. Auf dem Gasswies-Hof gibt es fast alles: Birnen, Äpfel, Getreide und vieles mehr. Insgesamt bewirtschaftet das Ehepaar 130 Hektar Land.

Was ist das Besondere daran?

Der Gasswies-Hof hat bereits mehrfach Preise für Ökologische Landwirtschaft gewonnen. Von Frühjahr bis Herbst sind die Tiere Tag und Nacht draußen. Im Stall stehen nur so viele Kühe, wie auf der Weide Platz haben und wie der Hof Futter für das Vieh abwirft. Auf den Zukauf von Kraftfutter wird verzichtet. Der Dung kommt auf die eigenen Felder. Und Hochleistungskühe sucht man auf dem Gasswies-Hof vergeblich.
Zweimal am Tag geht es zum Melken in den Stall. Nicht die Menge zählt, sondern die Zufriedenheit der Tiere. Deshalb werden auf dem Gasswies-Hof Kühe und Kälber nach der Geburt nicht getrennt. Sie bleiben zusammen. Das Kalb darf – anders als in der konventionellen Milchviehhaltung üblich – weiter beider Mutter saugen.

Wie kam es dazu?

1996 haben Silvia und Alfred Rutschmann den Hof übernommen und schrittweise in einen Ökolandbetrieb umgebaut. Weil sie selbst keine Nachfolger haben und die Idee der Ökolandwirtschaft weitergeben wollen, haben sie aus ihrem Betrieb eine Genossenschaft gemacht. Wer reinschauen will, ist willkommen. Immer wieder haben sie Besuch: von Teilhabern, Kunden, Nachbarn, Interessierten und Schulklassen.

bbb

Wie viele Mitarbeiter hat der Hof?

Neben den Rutschmanns arbeiten auf dem Hof noch zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte. Während der Obsternte beschäftigt das Ehepaar Saisonkräfte aus der Umgebung. Außerdem packen immer wieder Praktikantinnen und Praktikanten mit an.

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