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Mundart und Musik bei den Heimattagen Vom Glück der Heimat

Freundschaftlich ging's zu beim Mundartabend in Waldkirch im Rahmen der Heimattage: Baden und Schwaben vereint auf der Bühne. Alle waren sich einig: S'isch schön gsi!

Die Veranstaltung der Muettersprochgesellschaft war paritätisch besetzt: Drei mal Alemannisch von diesseits des Schwarzwalds, drei mal schwäbisch von jenseits der Stammes- Demarkationslinie. Die aber gar keine sein sollte: Denn Schwäbisch, auch das war zu lernen an diesem Abend, gehört in die alemannische Sprachfamilie, auch Schwaben sind Alemannen. Ministerpräsident Kretschmann beispielsweise, so Jürgen Hack von der Muettersprochgesellschaft, sei ein "europäischer Alemanne aus Württemberg mit schwäbischem Dialekt". Heiterkeit im vollbesetzten Saal.

Ein Mann vor dem Mikrofon auf einer Bühne

Hanno Kluge schwätzt Alemannisch. In seiner schwäbischen Variante...

Dass Mundart Heimat ist, das kam bei allen durch: Bei Carola Horstmann aus Denzlingen und bei Hanno Kluge aus Böblingen, bei Pius Jauch aus Bösingen und bei der Band "Goschehobel", die in der Festhalle von Kollnau ein Heimspiel hatte. Das Foto unten zeigt Markus Manfred Jung aus dem Kleinen Wiesental, er nutzte die Muttersprache für ebenso genaue wie poetische Beobachtungen, und Sabine Essinger aus Besigheim. Sie bekam für ihr rustikales schwäbisches Kabarett Riesenbeifall. Und das im Badischen!

"Ein Glück, wenn man eine Heimat hat"

Die Veranstaltung, unterstützt vom SWR Studio Freiburg, wurde von der Muettersprochgesellschaft auf die Beine gestellt, als ihr Beitrag zu den Heimattagen. "Präsi" Franz-Josef Winterhalter sagte in seinem Schlusswort: "Man kann von Glück schwätze, wenn man e Heimet hett, un es liegt au an uns, alle Mensche e bissle z'helfe, die Heimat suche un dene e bissle Heimatgfühl zu gebe".


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