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Manager hat umgesattelt Verjüngungskur für alte Schuhe

Alte Schuhe, neu aufgemöbelt: Aus seiner Leidenschaft für edle Modelle hat Bernd Herkenrath in Staufen ein Geschäft gemacht. Eine zweite Karriere für die Schuhe – und den Mann.

Es ist noch nicht lange her, da war Bernd Herkenrath als Marketingchef für den Absatz in einem großen Waldkircher Unternehmen zuständig. Jetzt, als zweite Karriere mit 65, kümmert er sich um Absätze, denen von Schuhen. Er selbst hatte schon bis zu 50 Paar Edel-Treter im Schrank und als er sich entschloss, den Schuhschrank mal gründlich aufzuräumen, stellt Herkenkrath fest: Es gibt tatsächlich Leute, die gebrauchte Schuhe kaufen. Wenn sie denn edel sind.

Ein Laden mit Schuhen im Regal

Alte Pracht, neu aufpoliert

Die eigenen sind längst an den Mann gebracht, mittlerweile kauft Herkenrath europaweit gebrauchte Schuhe der Oberklasse, um sie aufzumöbeln. Das macht er zusammen mit André Scheifele, Schuhmacher in Staufen. Neue Schuhe, also gute, gibt's laut Herkenrath erst ab etwa 300 Euro, 600 Euro seien auch nichts Besonderes und bei ihm dann, gebraucht und aufpoliert, für ungefähr die Hälfte.

Immer noch eine Menge, aber wenn man den Mann nach Normalschuhen für 29 Euro fragt, dann winkt er ab: Unter schlimmsten Bedingungen hergestellt, außerdem scheußlich, das müsse sich jeder schon selbst überlegen, ob er so was kaufen will. Schuhmacher Scheifele nickt zustimmend und findet, gute Schuhe sind eine gesunde Basis, was nach seiner Erfahrung allerdings nicht jeder so sieht. Herkenrath jedenfalls liebt sie, die guten Schuhe und ganz besonders mag er etwas, das viele nicht so gern machen: Schuhe putzen!

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