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Gestern unbekannt, heute aus Spaß gesungen, morgen ein Star - so rasant verlief die Karriere von Vico Torriani. Er war Schlager- und Folkloresänger, Musical- und Operettenstar, Schauspieler und TV-Moderator und zählte zu den vielseitigsten Künstlern der deutschsprachigen Show-Szene.

Der Vater wollte, dass der Sohn einen soliden Beruf erlernt und so absolvierte Vico Torriani eine Ausbildung im Hotelfach, lernte Koch, Konditor und Kellner. Danach rief der Schweizer Militärdienst, der ihm einen schweren Unfall und zwei Jahre Lazarettaufenthalt bescherte. In dieser Zeit brachte er sich selbst das Spielen auf dem Akkordeon und der Gitarre bei.

Bilderstrecke Eine Auswahl seltener Plattencover von Vico Torriani

Plattencover Vico Torriani (Foto: SWR, Decca (Coverscan))
Die ersten Vico Torriani-Platten erschienen bereits in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Schweiz. Zu einem seiner größten Hits aus dieser Zeit wurden die „Silberfäden“. In Deutschland startete er 1951 mit Liedern wie z. B. „Addio, Donna Grazia“ durch. Bald folgten „Du schwarzer Zigeuner“ oder „Bravo, bravo, beinah‘ wie Caruso“. Für die LP „Rendezvous mit Vico Torriani“ wurden einige Hits aus den Anfangsjahren zusammengefasst. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Vico Torriani, ein Troubadour mit und ohne Gitarre, Traum der Damen zwischen 16 und 60. Die Stimme schmeichelt, geschickt drapiert mit dem leicht aufgesetzten fremden Akzent, weich, bis an die Grenze des Möglichen weich im Timbre, die Modulation entsprechend gefühlvoll“ schrieb damals die Presse. 1956 kam der Film „Santa Lucia“ in die Kinos: Als glücklicher Eselstreiber träumte Vico von einem kleinen Häuschen, das er zum Happy End auch bekommt. Die Filmschlager gab es gesammelt auf dieser EP. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Auf Schmelz folgte Rhythmus - statt Streichern eine rockige Gitarre: 1957 feierte der Film „Siebenmal in der Woche“ Premiere, in der er als weltberühmter Sänger und gut aussehender Junggeselle mit Namen Roberto Ricci derart von der Damenwelt verfolgt wird, dass nur eine Scheinheirat infrage kommt, um ihm Ruhe zu verschaffen. Der zündende Soundtrack beinhaltete zwei große Hits, die heute zu den ganz großen Torriani-Evergreens gehören: Neben dem Titelschlager waren es die „Ananas aus Caracas“. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Ein Vico Torriani-Hit reihte sich an den nächsten und ohne Zweifel stand er Anfang der 1960er Jahre auf dem Zenit seiner Schallplattenerfolge. Mit „Kalkutta liegt am Ganges“ belegte er 1960 Platz 1 der Hitparaden und für 17 Wochen in den Top Ten notiert. Es folgten das „Café Oriental“ und die „Eiffelturm-Melodie“. In Skandinavien schrieb man über ihn: „Er ist der einzige deutschsprachige Sänger, der den modernen französischen Chansonsängern gleichzusetzen ist." Einen Teil seiner Bandbreite ... Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
... zeigte er auf dem 1961er-Album „Liebe, Tanz und 1000 Träume“. Die Palette reichte von großen Filmevergreens über Operettenlieder bis hin zur deutschen Adaption des französischen Chansons „Je suis seul ce soir“. Ein Schallplattenkritiker urteilte: „Er verließ die weiche italienische Welle und bemühte sich nun, den Chevalier-Stil der zwanziger und dreißiger Jahre um einige höchstpersönliche Nuancen zu bereichern. Wenn er so weitermacht, kommt er dem erstrebten Chevalier-Vorbild wirklich nahe.“ Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Sing along“ war in Amerika ein feststehender Begriff für Schallplatten, auf denen große Hits zusammengetragen und zu einem Potpourri verschmolzen wurden. Hierzu eigneten sich allerdings nur sehr bekannte Hits, damit der Aufforderung „Sing‘ mit“ auch tatsächlich gefolgt werden konnte. Mit „Sing along“-Platten ist in Übersee der Name Mitch Miller untrennbar verbunden und 1963 übernahm Vico Torriani dieses Konzept. Ein Jahr später folgte eine weitere Langspielplatte gleicher Machart. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Im März 1963 bescherte ihm „Pepino“, die freche, kleine Maus, einen letztmaligen Vorstoß bis in die Top Ten der Bestseller-Listen. Einige seiner großen Hits nahm er für den internationalen Markt in mehreren Sprachen auf. Dazu zählte beispielsweise „Pepino“, wovon sowohl eine spanische als auch italienische Version existiert. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Mister Musical - Monsieur Chanson“ - den Plattentitel kann man programmatisch nehmen. Eine Plattenseite gehört zwei großen Potpourris, welche Kompositionen aus Musicals und Operetten präsentieren. Die zweite Seite beinhaltet unvergängliche Melodien, denen Vico Torriani mit seiner Interpretation eine ganz persönliche Note gegeben hat. Begleitend zur Platte zeigte der WDR Im November 1965 die gleichnamige, dreißig minütige TV-Show. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
In seinem Repertoire finden sich immer wieder Belege seiner Vorliebe für die Folklore seiner Heimat. 1959 veröffentlichte er eine EP mit Schweizer Volksliedern, die zwei Fortsetzungen fand. So kamen insgesamt zwölf Lieder zusammen, die er in italienischer, französischer, romanischer oder schweizerdeutscher Sprache sang. Dieses Dutzend wurde für seine LP „Mit Vico durch die Schweiz“ zusammengefasst, die in mehrfachen Auflagen und unterschiedlichen Covergestaltungen in die Läden kam. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Extrablatt - Vico ganz neu“ traf den Nagel auf den Kopf - 1966 wechselte er die Plattenfirma. Auf der LP-Rückseite stand zu lesen: „Von Fred Weyrich betreut, wird der Künstler in Zukunft mehr denn je das Musical und die Operette pflegen, dabei aber nicht das Chanson und den Schlager vernachlässigen.“ Abgerundet wurde das Angebot von einer kabarettistischen Szene mit Nina Westen sowie dem parodistischen Bummel durch Europa mit der „My fair Lady“-Melodie „On the street where you live“. Diese... Philipps (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
...Parodie präsentierte er auch in seinem TV-Dauerbrenner „Hotel Victoria“. Die Show-Reihe lief von 1961 bis 1968. Ein Ausschnitt aus einer Fernsehzeitschrift verriet: „Dieses Hotel Victoria steht stellvertretend für viele Wintersporthotels. Und die Geschichten, in die der Hotelbesitzer Vico Torriani verwickelt wird, könnten nach Ansicht der Autoren jedem jungen Hotelier passieren. Aber nicht jeder löst alle Verwicklungen mit so viel Charme und Gesang wie unser Tausendsassa Vico.“ Philipps (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Ich koche mit Liebe und Musik“ soll Vico Torriani einmal gesagt haben. Unbestritten ist, dass seine Kochkünste berühmt waren. Sie möchten einmal ein Rezept von ihm ausprobieren und es nicht in einem seiner Kochbücher nachlesen? Dann nehme man diese Langspielplatte und lege sie auf den (Platten-)Teller. Sie ist eine Rarität: Hier bringt der Meister seine Kochrezepte zum Klingen und singt sie vor - von „Piccata Milanese“ über „Pizza Napoletana“ und „Sukiyaki“ bis hin zu einem „Fondue Formidable“! Philipps (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
1968 unternahm Vico Torriani eine „musikalische Reise ans Schwarze Meer mit Künstlern aus sieben Ländern“ - so der Untertitel seiner TV-Show „Vico auf der Donau“. Zum Nachhören gab es diese Langspielplatte, auf der er als „Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän“ von „Mein Herz, das ist ein Bilderbuch vom alten Wien“ bis zur „Rosamunde“ alles mit im Gepäck hatte, was die Donau auf ihrem 2.850 Kilometer langen Weg musikalisch zu bieten hatte: Wiener Charme, Csárdás und einen Hauch Balkan. Philipps (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Seine, wenn man so möchte, zweite Karriere als Sänger volkstümlicher Lieder startete er 1976 mit „La Pastorella“. Die Komposition von Walter Geiger entwickelte sich zu einem echten Evergreen der Volksmusik und existiert inzwischen in unzähligen Cover-Versionen. Vico Torriani erhielt für die Originalaufnahme eine goldene Schallplatte. Ariola (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Musik kennt kein Grenzen“ lautete der Titel einer großen internationalen Folklore-Show, die Vico Torriani in loser Folge insgesamt viermal zwischen 1977 und 1981 im Fernsehen präsentierte. Auf Platte setzte er erfolgreich seine volkstümliche Ausrichtung fort. Auf der LP „Vico in den Bergen“ fand sich ein Lied, das über viele Jahre in Wunschkonzerten häufig gefragt war: „Sonntagmorgen in den Bergen“. Pick (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Ein neuer Farbtupfer auf seiner musikalischen Palette: Vico Torriani als Moritaten- und Bänkelsänger. 1980 nahm er diese Langspielplatte mit Küchenliedern und Schnulzen auf, deren Ursprung ein gutes Jahrhundert zurücklag. Vom „Wilddieb“ über das „Waisenkind“ bis hin zu „Sabinchen war ein Frauenzimmer“ oder „Mariechen saß weinend im Garten“ - allesamt schaurig-schöne Lieder, die zu Herzen gehen. Pick (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Im September 1982 wurde Vico Torriani mit der goldenen Hermann Löns-Medaille für seine Verdienste um die volkstümliche Unterhaltung ausgezeichnet. Sein klingendes Dankeschön hierfür („Erika, die Heide blüht“) stellte er auf der Langspielplatte „Herzlichkeiten“ vor. Marifon (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Nie werde ich die Gesichter meiner ersten Zuhörer vergessen. Aus jugendlichem Übermut nahm ich eines Abends meine Gitarre und sang ein paar Lieder für die Gäste. Damals war ich noch keine 25 und Kellner in einem Restaurant in Zürich. Der Applaus war so herzlich, dass ich verlegen wurde. An diesem Abend lernte ich, dass ich mit meinem Talent anderen Menschen Freude machen kann“ schrieb Vico Torriani im Booklet zu dieser CD, mit der er dem Publikum für rund 50 Jahre Treue „Einfach danke“ sagte. Koch Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen

Vom Singwettbewerb zum Gala-Abend

Nach seiner Entlassung arbeitete Vico Torriani in Zürich als Kellner und sang nebenbei zur Unterhaltung der Gäste. 1945 gewann er einen „Je-Ka-Mi“-Wettbewerb („Jeder kann mitmachen“) und die Branche wurde auf ihn aufmerksam. Er erhielt Engagements beim Rundfunk in Zürich und Basel und bestritt Gala-Abende auf Bühnen, wo sonst Maurice Chevalier, Charles Trénet und Tino Rossi auftraten. Das Leben als Kellner und Skilehrer war passé.

Zusammen mit Cedric Dumont, dem damaligen Dirigenten des Unterhaltungs-Orchesters des Senders Beromünster, nahm er ab 1947 regelmäßig Platten auf. Zwei Jahre später stellte sich mit „Silberfäden“ sein erster Hit ein, zu dem er selbst den Text schrieb. 1949 bekam er bei Radio Hilversum seine eigene Rundfunksendung.

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Willy Berking entdeckte Torriani für Deutschland

1950 kam der Sprung nach Deutschland. Hier trat er zunächst in amerikanischen Clubs auf und wurde dort vom Orchesterleiter Willy Berking entdeckt, der ihn in einer Sendung des Hessischen Rundfunks dem deutschen Publikum vorstellte.

Nun hatten auch die Talentsucher hierzulande von dem  jungen Schweizer Sänger Notiz genommen und bald setzte ein wahrer Rummel um den neuen Star ein. Mit der Tangoserenade „Addio, Donna Grazia“ gelang ihm 1951 bei uns sein erster Hit. In ihm hatte die Branche einen authentischen Interpreten für all die Italienschlager gefunden, die in den 1950er Jahren hoch im Kurs standen. Mit den Schallplattenerfolgen kamen die Filmangebote, denn vornehmlich die Frauen wollten den Troubadour mit der einschmeichelnden Stimme auch sehen. 

Vico Torriani, Schauspieler und Sänger (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / KPA Copyright)
"Robert und Bertram" hieß einer der Film von Vico Torriani, hier an der Seite von Willy Millowitsch (1961) picture-alliance / KPA Copyright

Gutes Aussehen, tolle Stimme - die Filmerfolge

Als er 1952 in „Der bunte Traum“ sein Leinwand-Debüt gab, schmolz die Damenwelt nur so dahin. Der Mann mit der strahlenden Tenorstimme sah genauso blendend aus, wie sie es sich vorgestellt hatten. In siebzehn Filmen stand er vor der Kamera, darunter neun Streifen, in denen er die Hauptrolle spielte. Schauplätze im sonnigen Süden, eine Handvoll für ihn maßgeschneiderte neue Schlager und eine Handlung ohne Anspruch mit einer Prise Komik waren das Erfolgsrezept dieser Kassenknüller.

Dieses Konzept funktionierte auch in anderen Ländern Europas. Er beherrschte sechs Sprachen und sang in zwölf. Mit dem Einzug des Rock’n’Roll ging auch er mit der Zeit: „Siebenmal in der Woche“ brachte flotte Rhythmen. Für den Titelschlager erhielt er seine erste Goldene Schallplatte und er wurde zum „Ritter der Schallplatte“ geschlagen. Torriani war so populär, dass ein rheinischer Textilfabrikant sogar Schals mit Texten und Noten seiner Hits produzierte.

Vico Torriani war erster bei Robert Lembke

Noch als das Fernsehen in den Kinderschuhen steckte, war Vico Torriani bereits mit von der Partie. So war er beispielsweise 1955 der erste zu erratende Gaststar in Robert Lembke’s Dauerbrenner „Was bin ich“. Mit dem Rückzug aus den Filmstudios fing die Fernsehkarriere an: Am 31. Mai 1959 lief zum ersten Mal seine Show „Grüezi, Vico“ über die Bildschirme. Ein Kritiker schrieb: „Wenn man so weiter macht, wird man bald die „Perry Como-Schau“ nicht mehr zu fürchten haben.“

Vico Torriani, Schauspieler und Sänger (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / KPA Copyright)
Showmaster in "Der Goldene Schuss" (1969) picture-alliance / KPA Copyright

Torriani wird Nachfolger von Lou van Burg

Zwischen 1961 und 1968 stand Vico Torriani nicht nur als singender Gastgeber, sondern auch als Meisterkoch im „Hotel Victoria“ vor der Kamera: „Ein total verrücktes Haus, wie ich es mir immer gewünscht habe“ kommentierte er die Sendung in einer Fernsehzeitschrift jener Tage. Voll ins Schwarze traf er mit der Show „Der goldene Schuss“. Nachdem Lou van Burg die Sendung zum Erfolg geführt hatte und dann wegen einer Liebesaffäre vom ZDF gefeuert wurde,  übernahm ab 1967 Vico Torriani die Präsentation: : „Als Schweizer war ich, sozusagen als Nachfahre von Wilhelm Tell, förmlich prädestiniert, die Armbrust-Show zu moderieren“ äußerte er in einem Interview.

Mit Torriani kam die Farbe ins Fernsehen

Bei seiner Premiere handelte es sich um den 25. „Goldenen Schuss“, mit dem er gleichzeitig das Farbfernseh-Zeitalter eröffnete. Er erzielte Einschaltquoten von über 80 Prozent. 1970 war Schluss: „Ich hatte mir von Anfang an ein Limit gesetzt. Der 50. Goldene Schuss soll der letzte sein. Dieser Abschluss passt so gut, denn im September 1970 werde ich 50 Jahre alt. Das soll nicht heißen, dass ich von einem neuen Lebensabschnitt spreche und damit schlagartig einen neuen Weg gehen will. Aber ich habe so viele Angebote, dass ich auch wieder einmal Zeit für etwas anderes finden möchte."

Gesungener Geografieunterricht

Plattencover Vico Torriani (Foto: SWR, Polydor (Coverscan))
Polydor (Coverscan)

Offen für Neues war er auch musikalisch. In den 1960er Jahren wandte er sich mehr der Operette, dem Musical und dem Chanson zu. Dem Schlager blieb er weiterhin verbunden: 1960 stand er mit „Kalkutta liegt am Ganges“ auf Platz 1. Mit der Single gelang sogar ein doppelter Coup, denn auch die B-Seite „Sie war nicht älter als 18 Jahr‘“, eine Art Moritat im Walzertakt im Stil von Maurice Chevalier, fand sich in den Bestsellerlisten. Bis zum Aufkommen der Beat-Welle war er auf die Spitzenplätze der Hitparaden geradezu abonniert.

Nicht ohne Grund wurde Vico Torriani mit Ehrentiteln wie „Mr. Musical", „Monsieur Chanson" oder „Mr. Entertainer" angesprochen, denn die Theater-Bühne rundete das Bild dieses Show-Mannes von internationalem Format ab. Sein Können bewiesen über 200 Vorstellungen des musikalischen Lustspiels "Meine Schwester und ich", sein grandioser Leopold im "Weißen Rössl" im „Theater des Westens“ in Berlin und Cole Porters "Can Can" im „Theater an der Wien“.  

Vico Torriani, Schauspieler und Sänger (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / KPA Copyright)
Vico Torriani mit Udo Jürgens (l.) und Curd Jürgens (r.) picture-alliance / KPA Copyright

Comeback mit "La Pastorella"

1976 meldete er sich auch in den Hitparaden zurück. Mit „La Pastorella“ gelang ihm ein Schallplatten-Comeback und wurde damit Wegbereiter für den volkstümlichen Schlager. Das Genre war ihm nicht neu, denn schon in der Vergangenheit hatte er immer wieder Produktionen mit Schweizer Folklore vorgelegt. Der Volksmusik blieb er bis zuletzt treu und wurde für seine Verdienste mit der goldenen „Hermann Löns-Medaille“ ausgezeichnet. 1995 erhielt er einen Bambi für sein Lebenswerk.

Vico Torriani verstarb 1998 im Alter von 77 Jahren in seiner Villa im Tessin. Anlässlich seines 100. Geburtstags erschien kürzlich eine 3 CD-Box mit musikalischen Raritäten. Darüber hinaus kommt das Buch „Ein Engadiner singt sich in die Welt“ in den Handel. Dieses Portrait des Künstlers entstand in Zusammenarbeit mit dessen Tochter Nicole Kündig-Torriani und gewährt Einblicke in dessen Bühnen- und Privatleben, die von zahlreichen Bildern aus dem Familienarchiv ergänzt werden.   

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