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Die Erwachsenen nannten ihn "Heulboje" oder "Schluckaufsänger". Die Teenager hingegen kreischten vor Begeisterung und feierten ihn als ihr Teenager-Idol. Mehr als 60 Jahre später rockt er nach wie vor die Bühnen.

Peter Kraus Die schönsten Cover des Rock'n'Rollers

Plattencover Peter Kraus (Foto: SWR, Coverscan (Polydor))
„Rock mit Peter Kraus“ - seine Plattenpremiere fand zur Jahreswende 1956/57 statt. Seine ersten beiden Singles „Tutti Frutti/Die Straße der Vergessenen“ und „Susi Rock/O, wie gut“ waren Inhalt dieser EP. Anfänglich erschienen seine Aufnahmen parallel noch auf Schellack-Platte, da das schwarze Vinyl noch nicht durchgängig den Markt erobert hatte. Coverscan (Polydor) Bild in Detailansicht öffnen
Im deutschen Kino konnte man Peter Kraus 1957 gleich zweimal sehen: neben Heidi Brühl spielte er in „Die Frühreifen“ und im Film „Die Freundin meines Mannes“ war er neben Barbara Rütting und Hans Söhnker zu sehen. Ein Szenenfoto aus diesem Film mit der Schauspielerin Corny Collins diente als Coverbild für die EP „Liebelei“. Coverscan (Polydor) Bild in Detailansicht öffnen
Produzent Gerhard Mendelson begann 1960, Peter Kraus bei den westlichen Nachbarn zu etablieren. Hierzu wurden seine deutschen Hits wie z. B. „Ich denk’ an Dich“ ins Französische übersetzt. Ohne Erfolg. Der zweite Anlauf startete 1963. Peter Kraus nahm in Paris vier Titel für den französischen Plattenmarkt auf, die Playbacks spielte Max Greger in München ein. Der bekannte französische Radiomoderator Albert Raisner steuerte die Texte bei, doch der Durchbruch in Frankreich blieb aus. Coverscan (Polydor) Bild in Detailansicht öffnen
Musikfilme waren ein lukratives Geschäft und brachten dem Publikum gleichzeitig die neuesten Schlager näher. „Sugar Baby“ hatte seine Premiere in dem 1958 zusammen mit Conny Froboess gedrehten Streifen „Wenn die Conny mit dem Peter“. Radio Luxemburg überreichte ihm für dieses Lied 1959 den „Goldenen Löwen“. Es wurde zu seinem Markenzeichen und war auch Titelgeber zu der hier gezeigten Sammlung seiner größten Erfolge wie beispielsweise „Sweety“ und „Silver Moon“. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Alle lieben Peter“ folgte 1959. Die Hits des Films hießen „Kitty Cat“ und „Havanna Love“, doch die Einspielergebnisse des Films blieben hinter den Erwartungen zurück. Die folgenden Kraus-Filme „Melodie und Rhythmus“ oder „Kein Engel ist so rein“ erreichten ebenfalls nicht die gewünschten Besucherzahlen, so dass auf Bewährtes zurückgegriffen wurde. Es entstand ein weiterer Film zusammen mit Conny Froboess („Conny und Peter machen Musik“), der erfolgreicher war. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
1960 stellte Peter Kraus in einem Interview fest, dass er als Teenager-Idol 'gestorben' sei. Seine Anhänger fanden sich mittlerweile generationsübergreifend und auch sein Repertoire gestaltete sich kompatibel, wie dieses rare Konzept-Album zeigt: „Peter Kraus singt Evergreens“. Schlager der 1930er und 1940er- Jahre präsentiert im Sound von 1960 und eingespielt durch die Orchester Erwin Halletz und Johannes Fehring. Dritter im Bunde seiner beständigen Orchesterleiter war… Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
… für “Bella Italia“! Auf der Rückseite der Plattenhülle stand zu lesen: „Titelauslese und Zusammenstellung lassen die Prognose zu, dass dies eine Standardplatte im Polydor-Langspielplatten-Repertoire werden wird, ein musikalisches Peter Kraus-Porträt, von A bis Z auf gute Laune poliert und mehr als eine südliche Sommerurlaubsreise lang gültig“. Die musikalische Italien-Reise reichte von „Funiculi-Funicula“ über „Florentinische Nächte“ bis hin zu „O mia bella Napoli“. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Jedes Mädchen auf Erden wird einmal geküsst“ sang Peter Kraus 1960. Als Vorlage diente „Adam and Eve“ von Paul Anka. Aus dessen Hitkiste bedienten sich Peter Kraus und sein Team mehrmals, allen voran „Diana“ und „I love you Baby“. Das Gütesiegel „Made by Anka“ trugen auch seine Titel „Du sollst mein Schicksal sein“ (You are my destiny), „Ich bin ja so allein“ (Lonely Boy) oder „Wenn sie Dich allein lässt“ (It’s time to cry). Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
1958 waren in Amerika die Everly Brothers hoch im Kurs. Also kreierte Gerhard Mendelson, sein Produzent, ein künstliches Brüderpaar und nannte es „James Brothers“. Peter Kraus war die eine Hälfte des Duos, den adäquaten Gesangspartner fand er in Jörg Maria Berg. Mit „Wenn“ (Original: The Kalin Twins „When“) gelang ein Einstiegshit, dem weitere folgten. 1962 endete die gemeinsame Aufnahmetätigkeit mit dem beziehungsreichen Titel „Komm’ wieder“. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Wiederum war es Mendelsons Idee, Plattenaufnahmen zusammen mit den Kessler-Zwillingen, die ebenfalls unter seinen Produktionsfittichen standen, auf den Markt zu bringen. Gleich mit „Honey Moon“ gelang ein großer Single-Hit, der als „Par le monde“ auch in Frankreich ins Rennen geschickt wurde. Rund ein Dutzend Aufnahmen des Trios „Alice, Ellen & Peter“ sind auf schwarzem Vinyl herausgekommen. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Die Kesslers waren in Peter Kraus' ersten eigenen Fernseh-Show „Herzlichst, Ihr Peter Kraus“ mit von der Partie. Von 1961 bis 1963 blieb die Show im Programm. Nach einer längeren Pause war er ab 1970 wieder regelmäßig mit einer eigenen TV-Show zu sehen. „Bäng Bäng“, „8 x 1 nach Noten“ und „Hallo Peter“ sind bis heute in Erinnerung geblieben. Seine Shows lagen Peter Kraus besonders am Herzen, da er hier seine Entertainer-Qualitäten ausspielen konnte. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Die „weiche Welle“ kam beim Publikum - ähnlich wie bei Elvis Presley - ausgesprochen gut an. Laut Peter Kraus erzielte er mit „Schwarze Rose, Rosemarie“ seinen größten Verkaufserfolg. 1961 fanden fast eine Million Exemplare der Single neue Besitzer. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Als neue Rhythmen aufkamen erging es Peter Kraus wie vielen in seiner Branche: die Hits blieben aus. Als 1964 die Lichter des Rock’n’Roll verloschen und dafür die Beatmusik erstrahlte, gab es zum Finale der Epoche die LP „Teenager Evergreens“: „Tausend schräge Takte aus den wilden Jahren für steile Zähne und gesittete Twens neu arrangiert und dufte gespielt“ von Peter Kraus und seinen String-Boys. Neue Betätigungsfelder warteten jedoch bereits auf ihn… Polydor (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Er spielte Theater und wirkte in Musicals und Operetten mit. Dieses Genre brachte ihn 1965 mit der Show „Das Studium der Weiber ist schwer“ auf die Bildschirme zurück. „Ein Bummel durch die Geschichte der Mode des bevorzugten Männertyps der verschiedenen Jahrzehnte“ - angefangen in den 1920er Jahren bis zur (damaligen) Gegenwart war das Thema dieser Sendung. Die passende Langspielplatte mit den Originalaufnahmen aus der Show ist eine Rarität! Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Der Roman „Bel Ami“ des französischen Schriftstellers Guy de Maupassant war Vorlage für die gleichnamige musikalische Komödie, zu der Peter Kreuder die Musik schrieb. 1960 wurde das Werk im Wiener Raimundtheater mit Johannes Heesters in der Hauptrolle uraufgeführt. In der deutschen Uraufführung spielte Peter Kraus die Hauptrolle des George Duroy und sein Vater Fred Kraus übernahm die Inszenierung. Die Höhepunkte erschienen 1968 auf Platte. EMI Columbia (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
1968 erschien die LP „Ein Kerl wie ich - Musikalische Träume in Dur und Moll“. Beim Titelsong handelte es sich um die deutsche Version des Burt Bacharach-Klassikers „This guy’s in love with you“. Einige der zwölf Songs erschienen auch im Single-Format, allerdings gelang mit keinem eine nennenswerte Hitparadennotierung. Dies gilt auch für die Schlagerplatten der 1970er Jahre, obwohl Könner wie Ralph Siegel, Christian Bruhn oder Hans Blum für ihn schrieben. Die offiziellen Hit-Bilanzen notieren… EMI Columbia (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
…erst wieder 1979 einen Airplay-Hit mit dem alten Filmschlager „Hi-Lili, Hi-Lo“ aus dem 1953 gedrehten Film „Lili“. Peter Kraus nahm den Song im sommerlich-luftigen Reggae-Rhythmus in englischer Sprache auf. Anthony Monn (Amanda Lear, Saragossa Band u. a.) produzierte. Ariola (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Ab Mitte der 1980er Jahre ging es „zurück zu den Wurzeln“. Die 1950er und 1960er-Jahre kamen wieder in Mode. Peter Kraus konzipierte mit den Hits von damals die Bühnenshow „Vorwärts in die Fifties“. Der „Stern“ beschrieb die Show als „voller Selbstironie und amüsierter Distanz. Dazu spielt eine sehr junge Band die Musik von damals mit dem Sound von heute.“ Auf Platte gab’s 1989 die Produktion „Cadillac Night“, u. a. mit dem auf Single ausgekoppelten „Du weißt schon“. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
In den 1990er Jahren lud Peter Kraus zur „Rock’n’Roll Schmuse-Party“ ein. Bei zwei Aufnahmen unterstützte ihn Connie Francis. Kennengelernt hatten sich die beiden bereits 1960 in seiner Show „Herzlichst, Ihr Peter Kraus“. Bald trafen sie sich in München erneut und dabei entstanden zwei unveröffentlichte Duettaufnahmen: „Darlin’ meine Liebe“ und „Oh, I like it“. Übrigens: ein Liebespaar wurde aus den beiden nie… Herzklang (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Ich habe zwar immer gesagt, diesen echten, fetzigen Rock’n’Roll kann man nur in englisch singen, aber gleichzeitig immer im Stillen gedacht - irgendwann sollte ich es aber doch noch mal auf deutsch versuchen“. Mit dem Album „Vollgas“ wurde der Gedanke in die Tat umgesetzt und Peter Kraus schrieb zu den Rock’n’Roll-Klassikern von damals alle deutschen Texte selbst: „Manchmal“ (Original: The Cascades „Rhythm of the rain“) kam dabei besonders gut an. Koch Universal (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen

Die Verfilmung des Erich Kästner-Romans "Das fliegende Klassenzimmer" markierte 1954 eine Wende im Leben des jungen Peter Kraus. Nachdem er eine der Hauptrollen bekommen hatte stand für den Fan amerikanischer Musicalfilme fest, dass er Schauspieler werden und in Musicals spielen wollte. Diese Pläne wurden aber bald verworfen, als der Rock ’n’ Roll die Musikwelt auf den Kopf stellte.

Sänger wie Bill Haley oder Elvis Presley begeisterten auch Peter Kraus. "Endlich Musik für uns", sagte er im Gespräch mit SWR4 Baden-Württemberg. Jazzgitarre hatte er bereits gelernt und so konnte er binnen kurzer Zeit die Titel, die er beim amerikanischen Soldatensender AFN gehört hatte, einstudieren und sein Repertoire im Freundeskreis zum Besten geben.

Hugo Strasser erkannte sein Talent

Peter Kraus (Foto: Imago, Imago -)
Peter Kraus 1958 bei einer Fotosession Imago Imago -

Als die Münchner Abendzeitung im Herbst 1956 ein "Jazz-Konzert für die Jugend" veranstaltete, ermutigten Peter Kraus’ Freunde ihn dazu, mitzumachen. Also stellte er sich zusammen mit seinem selbst gebastelten Gitarrenverstärker bei den Orchesterleitern vor, die an dem Konzert beteiligt waren. Hugo Strasser war es, der die Begabung erkannte und ihm die Chance für einen Auftritt gab. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete und so probte Peter Kraus vor dem heimischen Spiegel die Bewegungen auf der Bühne und machte sich Gedanken darüber, welches Outfit wohl am besten beim - weiblichen - Publikum ankommen würde…

Der Junge sorgte für einen Hexenkessel

Peter Kraus hatte drei Lieder einstudiert und präsentiert. Als er von der Bühne abtrat, waren die Fans außer sich und verlangten Zugabe um Zugabe. Eine der Nummern - "Rock-a-beatin’-Boogie" von Bill Haley - musste er dreimal singen. Danach glich der Veranstaltungsort einem Hexenkessel: die Jugendlichen hatten ein neues, noch dazu deutsches und gleichaltriges Idol entdeckt. Das Ereignis machte Schlagzeilen und der Musikproduzent Gerhard Mendelson nahm ihn unter Vertrag.

Autogrammkarten von Peter Kraus - eine kleine Sammlung

Ein Rückblick mit Autogrammkarten

Foto: Cedric Franke (Foto: SWR)
Von links nach rechts: Corny Collins, Peter Kraus und Barbara Rütting Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus und Maria Perschy posieren mit einem Pferd. Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus beim musizieren. Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus und Margit Saad im Alfa-Melodie-Film der Gloria "Melodie und Rhythmus" Bild in Detailansicht öffnen
Die James Brothers, bestehend aus Peter Kraus und Jörg Maria Berg Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus mit seiner Gitarre. Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus und Corny Collins Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus auf einem Motorrad. Bild in Detailansicht öffnen
Conny Froboess und Peter Kraus Bild in Detailansicht öffnen
Peter Kraus beim morgendlichen Boxtraining. Bild in Detailansicht öffnen
Aber auch mit Motoren scheint Peter Kraus sich auszukennen. Bild in Detailansicht öffnen

Die Mädels küssten seine Autos...

Von seiner ersten Platte "Tutti Frutti" wurden 100.000 Exemplare verkauft. Dies war der Anfang einer ganzen Reihe von Erfolgstiteln, die sein Image als „deutscher Elvis“ begründeten. Bei seinen Auftritten zeigte sich überall dasselbe Bild: die Teenager verfielen in Hysterie und glühende Verehrerinnen verzierten seine Autos mit Lippenstiftabdrücken. Die "Kraus-Mania" wurde von Berichten in der Jugendzeitschrift "Bravo" begleitet und lieferte 1959 den Star in Lebensgröße als Starschnitt in 15 Teilen frei Haus.

In Anlehnung an die James Dean-Jacke bot ein Spezialversand für Film-Star-Moden den "Peter Kraus-Coll" an. Laut Werbung eine "modische Sensation für jung und alt": hergestellt aus hochveredelter Baumwolle und Gabardine-Popeline, leicht waschbar und in leuchtenden Farben (Brillantweiß mit Rivierablau, Seesand mit Texasbraun, Capriblau mit Beige) erhältlich. Jede Farbstellung und Ausführung zum einheitlichen Sonderpreis von DM 66,60. Dazu das schöne Peter Kraus-Halstuch für nur DM 29,80.

In einem Keller in Wien

Die Platten folgten Schlag auf Schlag. Sämtliche Aufnahmen entstanden in Wien im Keller des Konzerthauses. In seiner Autobiographie gewährte Peter Kraus einen Blick hinter die Kulissen: "Es gab keine Fenster. Der Aufnahmeraum war riesengroß, denn damals wurden die Streicher, die berühmten Philharmoniker, noch live aufgenommen. Da saßen 30 bis 40 Damen und Herren und musizierten. Gleichzeitig diente der Raum den Philharmonikern als Abstellraum für ihre Instrumentenkoffer."

"Knacker und Erdäpfelsalat"

Ein Lichtblick in diesem düsteren Ambiente war die kleine Imbissbude, die in einem finsteren Gang aufgeschlagen hatte. Die Betreiberin hatte eine Art fahrbare Kantine eingerichtet, deren Öffnungszeiten etwas undurchsichtig waren. Allerdings war sie immer zur Stelle, wenn Peter Kraus produzierte. Offensichtlich mochte sie ihn, denn voller Fürsorge achtete sie darauf, dass der junge, schlaksige Mann bei seinen Produktionen mit "Knacker und Erdäpfelsalat" bei Kräften blieb, erinnert sich Peter Kraus.

Plattencover Peter Kraus (Foto: SWR, Coverscan (Koch Universal) -)
Die CD mit der SWR Bigband Coverscan (Koch Universal) -

Als die Blütezeit des Rock ’n’ Roll vorüber war, warteten in anderen Genres vielfältige Aufgaben auf ihn. Er war im Fernsehen gefragt, produzierte, komponierte und textete, sang in Operetten und Musicals und trat in jüngerer Zeit bei den Konzerten der Swing-Legenden mit Max Greger und Hugo Strasser auf. Hierbei entstand auch die Idee, zusammen mit der SWR Bigband eine CD aufzunehmen. Das Resultat war die Produktion "Nimm Dir Zeit", mit der er anlässlich seines 70. Geburtstags auf Tournee ging.

Letzte Tournee mit 80

Im Herbst 2019 wird er wieder unterwegs sein, diesmal mit der großen Jubiläumstour. Gleich aus zwei Gründen trägt sie diesen Namen, erzählte er uns im Interview, denn nicht nur den runden Geburtstag gilt es festlich zu begehen sondern auch die Goldene Hochzeit mit seiner Frau Ingrid, die ihn auf allen seinen Gastspielreisen begleitet hat. Vermutlich wird es nun aber die letzte Tournee sein, die er unternimmt: "Irgendwann muss man zur Vernunft kommen. Man ist in einem reiferen Alter und weiß nicht, wie viel garantierte Zeit man noch hat."

Immer wieder sonntags (Foto: SWR, SWR - mediensegel.de/Andreas Braun)
Peter Kraus hat den Rhythmus wahrscheinlich erfunden. Foto: mediensegel.de/Andreas Braun SWR - mediensegel.de/Andreas Braun

Private "Insel" im Tessin

Ein kompletter Abschied von der Bühne ist jedoch kein Thema, denn einzelne Konzerte wird es weiterhin geben. Diese bereiten ihm nach wie vor viel Freude und erfordern zudem weniger Arbeit und Reisezeit. So bleibt ihm mehr Raum für seine Hobbies und sein Zuhause im schönen Tessin. Dort hat er seine ganz persönliche Insel gefunden, wo er zur Ruhe kommt und Kräfte sammeln kann: "Das Publikum will einen fitten Peter Kraus auf der Bühne sehen, was ich gerne für meine Fans bringe."

"Fühle mich wie 55"

Doch jetzt wird erst einmal groß gefeiert. Zu seinem runden Geburtstag hat er viele alte Freunde und Kollegen in ein Münchener Restaurant eingeladen. Hinterher wird die '80' allerdings wieder aus dem Kopf verbannt, denn "die ist mir in den letzten Tagen ziemlich auf den Wecker gegangen. Dann gibt es wieder Zahlen wie '55' - denn so fühle ich mich."

Peter Kraus "Sugar Baby" - Konzert beim SWR4 Festival 2019

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