Milva in den 1980er Jahren (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk - United Archives/Impress)

Schlagerlegende La Pantera Milva

"Ich heiße nicht Milva, ich nenne mich so. Der Registerbeamte konnte bei meiner Geburt den Namen nicht akzeptieren, wusste jedoch Rat. Er trug 'Maria Ilva' ein. So kam ich doch zu meiner 'Milva'." Dieses Ereignis liegt nun genau 80 Jahre zurück und wir gratulieren einem Weltstar, dessen Repertoire von Schlager bis Chanson, von Schumann über Tango bis Brecht reicht.

Bilderstrecke Die besten Cover von Milva

Plattencover Milva (Foto: SWR, Cetra (Coverscan) -)
„Tango della Gelosia“ war einer ihrer ganz frühen Erfolge, der sich 1961 in den Top Ten der italienischen Hitparade platzieren konnte. Connie Francis nahm ebenfalls eine Version davon auf und in Deutschland lief der Titel als „Du, Du sollst nur mir gehören“, gesungen von der inzwischen in Vergessenheit geratenen Sängerin Ruth Fischer. Cetra (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Während sie in Italien mit eigener TV-Show bereits zu den Stars zählte, konnte sie sich in Deutschland anfänglich nicht durchsetzen. Das deutschsprachige Plattendebüt „Core, Amore und Du“ wurde 1963 sogar international vermarktet und war auch in Italien und Holland zu bekommen. In ihrer Heimat kehrte sie sich mit der LP „Canzoni da Cortile - Le canzoni del Tabarin“ erstmals vom reinen Schlagerrepertoire ab und begann eine zweite Karriere mit anspruchsvollen Liedern. Ariola (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Erst 1969 gab es neue deutsche Schlagerplatten von Milva. Hochkarätige Autoren waren am Start: Christian Bruhn komponierte „Niemand hat meine Tränen gesehen“ und Fini Busch verfasste den Text zu diesem Achtungserfolg.   Ricordi (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Im italienischen Fernsehen sang Milva 1960 das Edith Piaf-Chanson „Milord“ und wurde damit bei allen Italienern ein Begriff. 1962 wurde sie im Pariser „Olympia“ mit Piaf-Chansons vom Publikum gefeiert. 1970 widmete sie dem „Spatz von Paris“ eine komplette Langspielplatte und nahm deren berühmteste Chansons in italienischer Sprache auf: „Canzoni di Edith Piaf“. Natürlich war „Milord“ mit dabei, ebenso u. a. die unvergänglichen Chanson-Perlen „La vie en rose“ oder „Non, je ne regrette rien“. Dischi Ricordi (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Die berühmte portugiesische Fado-Sängerin Amália Rodgrigues lieferte das Original „É ou não é“ für einen der größten Erfolge von Milva. Unter dem Titel „La filanda“ stürmte das Lied die Hitparaden und die gleichnamige LP wurde 1972 die meistverkaufte Schallplatte Italiens. Dafür wurde „La Rossa“ auf dem Internationalen Festival in Venedig mit der „Goldenen Gondel“ ausgezeichnet. Hierzulande lief die Nummer - neben dem italienischen Original - unter dem Titel „Die Liebe auf den ersten Blick“. Polydor (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
1965 sang Milva anlässlich des 20. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus Brechts Parodie auf das Horst Wessel-Lied. Es kam zu einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Theater-Regisseur Giorgio Strehler, der in ihr eine „ungewöhnlich intuitive Interpretin kritischer und lyrischer Songs“ sah. Ein erstes Brecht-Recital kam auf die Bühne, mit dem sie in seiner Begleitung in Italien auf Tournee ging. Das Album „Milva canta Brecht“ (1971) bekam 1976 den „Deutschen Schallplattenpreis“. Stern Music (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Bereits 1968 erschien in Deutschland das Album „Tango Inspirationen“, auf welchem sich Milva ganz dem Tango verschrieben hatte. In deutscher und italienischer Sprache interpretierte sie Tangos von Welt wie „La Cumparsita“, „Adios Pampa Mia“ oder den „Blue Tango“. Die Produktion wurde 1975 mit neuer Cover-Gestaltung und unter neuem Titel nochmals aufgelegt. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Mit „Auf den Flügeln bunter Träume“ legte Milva 1977 ihre erste LP mit deutschen Evergreens der 1930er und 1940er Jahre vor. Ironie statt Nostalgie war ihr Motiv: „Diese Lieder, die Teil einer bestimmten Epoche waren, wollten wir kritisch untersuchen“. Sie ließ sich jedes Wort übersetzen, um den Sinn der Lieder zu erfassen, denn damals konnte sie die deutsche Sprache kaum verstehen: „Ich kann meine Songs nicht einfach dahersingen“, sagte sie, „dahinter steht immer meine Überzeugung“. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Auf ihrer zweiten deutschsprachigen LP interpretierte Milva Lieder des Griechen Mikis Theodorakis. Im Begleittext zur LP stand: „Sollte sich Milva an die populären Songs des Griechen wagen? Theodorakis selbst kam zur Hilfe und spielte einige neue Kompositionen vor …“ Der renommierte Autor Thomas Woitkewitsch schrieb nach Milvas eigenen Gefühlen und Gedanken dazu die Texte und schuf so ein gesungenes Selbstporträt. Besonders hervorzuheben ist neben dem Titelsong das Lied „Zusammenleben“. Mstronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Im Laufe der Jahre vertiefte sich ihre Zuneigung zum deutschen Publikum und sie bekannte, dass „Deutsch für sie die erotischste Sprache von allen“ sei. Fortan brachte sie jährlich eine deutschsprachige LP auf den Markt und präsentierte sich dabei immer wieder neu. 1979 überraschte sie mit einem Album, das sie dem weltberühmten Operetten-, Film- und Schlager-Komponisten Robert Stolz widmete. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Vor der Bühnen-Premiere gab es bereits die Schallplatte: 1976 kam das Musical „Evita“ über die argentinische Präsidentengattin Eva Péron auf einem Doppelalbum heraus. Julie Covington sang in der Ersteinspielung die Hauptrolle. Erst zwei Jahre später fand die Uraufführung in London statt. Zu diesem Zeitpunkt war ein Lied daraus bereits zum Hit geworden: „Don’t cry for me, Argentina“. Milva sang sehr überzeugend die italienische Version „Non pianger più, Argentina“. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
„Unverkennbar“ war wiederum das Werk von Thomas Woitkewitsch, dessen Texte seit Jahren Milvas Erfolg garantierten. Neben Liedern ihrer Landsleute wie Paolo Conte waren auch Stücke von Rod Stewart und Antonin Dvorak dabei. Ein Lied aus der 1983er-Produktion wurde besonders erfolgreich: Der Filmkomponist Klaus Doldinger schrieb für den Soundtrack zum Peter Zadek-Streifen „Die wilden Fünfziger“ das Lied „Hurra, wir leben noch“. Es wurde zu einem ihrer bekanntesten Titel in Deutschland. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Auf „Mut zum Risiko“ zeigte sich Milva stärker von ihrer autobiographischen Seite. Besonders zutage tritt dies bei „Die verlorene Zeit“, ein Duett, das sie zusammen mit ihrer Tochter Martina Corgnati sang. Nick Munro, der viele Hits für Roger Whittaker schrieb, war 1985 erstmals als Komponist und Produzent für sie tätig. Ein weiteres Novum war, dass sie zum ersten Mal ein Album ausschließlich mit deutschen Autoren erarbeitete. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Die LP „Geheimnisse“ führte Milva mit dem griechischen Komponisten Vangelis zusammen. Er schrieb, komponierte und arrangierte sämtliche Titel des Albums, das in Italien unter dem Titel „Tra due sogni“ auf den Markt kam. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
„In unserer künstlerischen Arbeit steckt immer etwas, das in früheren Produktionen nicht zum Ausdruck gebracht werden konnte. Und dies möchte man beim nächsten Mal schaffen. Ich glaube, es ist uns gelungen“ schrieb Milva zur LP „Unterwegs nach morgen“. Mit dabei waren hochkarätige Musiker: Peter Maffay spielte Gitarre und Tony Carey war am Keyboard, Heinz Rudolf Kunze, Michael Kunze und Dirk Busch schrieben Texte. „Wenn der Wind sich dreht“ und „Komm‘ zurück zu mir“ wurden Dauerbrenner. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
1990 bekam Milva die „Goldene Stimmgabel“  als „Sonderpreis für ihre erfolgreiche und ausgezeichnete Interpretation deutscher Texte“. Passend zur Auszeichnung kam ihr neues Album „Ein Kommen und Gehen“ heraus, welches der badische Rock- und Soulprofi Edo Zanki produzierte. Die eingängigen Melodien und ausdrucksstarken Texte stammten von u.a. von Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Udo Jürgens, Peter Maffay oder Roland Kaiser. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
1994 überraschte Milva mit dem Album „Dein ist mein ganzes Herz“, das sie zusammen mit James Last aufnahm. Die anspruchsvolle Palette reichte von Franz Lehár über das berühmte Concierto d’Aranjuez von Joaquin Rodrigo bis hin zu den „Perlenfischern“ von Georges Bizet. Von Lucio Dalla interpretierte sie „Caruso“ und die weltbekannten James Last-Kompositionen „Einsamer Hirte“ oder „Fool“ erhielten italienische Verse. Metronome (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
„Diese CD, die Du hörst, ist Dir gewidmet“ - In Liebe, Milva. Dies schrieb sie zu ihrem Album „Artisti“, auf dem sie 2001 nochmals ihre Kunst präsentierte. Es war gleichzeitig ein Rückblick auf eine 40-jährige Karriere mit fast nur neuem Songmaterial. Das kraftvolle, hymnenhafte Lied „Weitergeh’n“ diente als Opening. Zu den weiteren Highlights zählten auch zwei Ausschnitte aus der Oper „Maria de Buenos Aires“ des Tangokönigs Astor Piazzolla, mit dem eine langjährige Zusammenarbeit verband. Ariola (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen

Als Tingel-Tangel-Sängerin in den Kneipen Bolognas unterwegs

Ihre außergewöhnliche Stimme fiel schon früh auf und so kam es, dass sie zu allen möglichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen und beim Gottesdienst sang. Eines ihrer "Kinderlieder" war "Un bel di vedremo" aus der Oper "Madame Butterfly" von Giacomo Puccini. Als sie 16 Jahre alt war, verlor ihr Vater durch einen schweren Autounfall und geschäftliche Fehlentscheidungen die ganze Habe. Plötzlich musste sie mit ihrem Gesang den Familienunterhalt mitfinanzieren. In den Tanzlokalen von Bologna trug sie sonntags Schnulzen vor, begleitet von ihrer Schwester, die als "Anstandsdame" stets dabei sein musste.

Milva bei Gastarbeitern in Duisburg (1963) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Keystone -)
Milva bei Gastarbeitern in Duisburg (1963) picture alliance/Keystone -

Der Sieg beim Gesangswettbewerb öffnete Milva alle Türen

Der Aufstieg zu einer glänzenden Karriere startete mühsam und trostlos. Sie begann sogar, ihren Gesang zu hassen, der ihr vom Schicksal aufgezwungen schien. Die Wende kam 1959, als die italienische Rundfunk- und Fernsehgesellschaft RAI einen Gesangswettbewerb ausschrieb. Mehr als 7.000 Bewerbungen gingen ein und das Publikum sollte per Postkarte entscheiden, wer der oder die Beste sei. Milva nahm daran teil und wurde Siegerin. Die RAI nahm sie unter Vertrag, zahlte ihr ein festes Monatsgehalt und sie erhielt Gesangsstunden und Schauspielunterricht.

Milva Ende der 1970er Jahre (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / United Archives / Pilz - Siegfried Pilz)
Milva Ende der 1970er Jahre picture alliance / United Archives / Pilz - Siegfried Pilz

La Pantera hieß sie wegen ihres Gesangstils

1961 kam beim San Remo-Festival der Durchbruch in Italien. Ihr explosiver Interpretations-Stil brachte ihr den Beinamen "La Pantera" ("Die Pantherin“) ein und italienische Schallplattenkritiker kürten sie zur "besten Sängerin des Jahres". Bereits ein Jahr später stand sie zusammen mit Gina Lollobrigida zum ersten Mal für einen Film vor der Kamera. In diese Zeit fiel auch eine Begegnung mit dem Regisseur Maurizio Corgnati, der für ihren weiteren Lebensweg von entscheidender Bedeutung sein sollte. Er kritisierte sie, machte sich über sie lustig und verliebte sich in sie. Wenige Monate später standen die beiden vor dem Traualtar.

Milva lernt Geschmack und Stilempfinden

Es war ein vollkommen gegensätzliches Paar: Milva verkörperte noch das typische Provinzmädchen mit hochtoupiertem Haar, schwarzumrandeten Augen und stark geschminkten Lippen. Corgnati war hochgebildet und einige Jahre älter als seine Frau. "Mein Mann lehrte mich Geschmack und Stilempfinden. Aber ich muss zugeben, dass in mir eine große Bereitschaft war, immer mehr dazuzulernen" erzählte sie in einem Interview. Er spielte seiner Frau klassische Musik vor und machte sie mit französischen Chansons, Gospels und Spirituals bekannt. Damit wurde der Grundstein zu ihrer "zweiten Karriere", abseits der Schlagerwelt, gelegt. Auf Anregung ihres Mannes sang Milva schließlich auch Brecht.

Brecht und Schlager sind zwei Seiten der Musik - Milva mag beide

Milva bei einem Auftritt 2008 in Berlin (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk - Rainer Jensen)
Milva bei einem Auftritt 2008 in Berlin dpa Bildfunk - Rainer Jensen

Milva und Brecht war so eine Art "Liebe auf den ersten Blick". Sie kannte die armen Verhältnisse allzu gut, niemand könnte besser diesen Charakteren aus der Unterwelt Leben einhauchen. Sie identifizierte sich mit seinen Liedern, die für sie ein Stück Jugend aufleben ließen. Das Schweizer Publikum erlebte Milva 1973 als Brecht-Interpretin im Züricher Schauspielhaus und die Schotten bewunderten sie im selben Jahr in Edinburgh. Diesen Auftritt bezeichnete die Sängerin als "ihren entscheidenden internationalen Durchbruch". Lotte Lenya, die Witwe Kurt Weills, urteilte: "Sie ist die größte Fortsetzerin der besten Weill’schen Tradition".

Man kritisiert mich oft, weil ich nicht zwischen Schlager und Brecht entscheide. Aber das sind für mich keine Alternativen. Da sind nur zwei Seiten desselben Berufes. Ich liebe Musik und werde immer singen, was mir Spaß macht.

Milva

Erfolge in der rein literarischen Unterhaltung ließen sie ihre musikalische Karriere nicht vernachlässigen. Kontinuierlich veröffentlichte sie Schallplatten unterschiedlicher Stilrichtungen, trat in Musicals und Opern auf. Zwischendurch gab sie immer wieder Brecht-Recitals oder brillierte als "Seeräuber-Jenny" in der "Dreigroschenoper" auf der Bühne, spielte Theater.

Das ist die Kunst der Milva: auch billigere Stücke auf höchstes Niveau zu heben. Darin unterscheidet sie sich von allen anderen Chansonetten, die doch meist das Chanson zum Schlager popularisieren.

Die Zeitung "Die Welt"

Milva fühlt sich Deutschland verbunden

In Deutschland war sie schon früh präsent: "Es verbindet mich sehr viel mit diesem Land. Mit einem Deutschen, Bertolt Brecht, begann für mich meine zweite Karriere. Meine Konzerte, TV-Auftritte und die in deutscher Sprache gesungenen Platten haben mich dem Land sehr nahe gebracht." Sie eröffnete 1975 die Berliner Festwochen mit Brecht-Liedern und ein Jahr später sah man sie in der TV-Show "Milva, was möchten Sie singen?", in der es hauptsächlich darum ging, ihre stetige Entwicklung zu dokumentieren.

Verglichen mit der Ausstrahlung dieser Persönlichkeit haben Liza Minelli oder Barbra Streisand die Faszination eines Stücks Styropor.

Neue Hannoversche Zeitung
Milva und Al Bano Carisi (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk - kpa)
Milva und Al Bano Carisi dpa Bildfunk - kpa

"Hurra, wir leben noch" wurde ihr populärster Hit

Dass sie auch mit der leichten Muse stets auf der Höhe der Zeit blieb, dokumentieren einige Produktionen, die sie mit erfolgreichen Rock- und Popkünstlern erarbeitete. Hierzu zählt "Hurra, wir leben noch", das zu einem ihrer populärsten Lieder wurde. Ihre Präsentation in der legendären "ZDF-Hitparade" ist unvergesslich, denn gegen Ende des Vortrags passierte Milva ein Missgeschick: ihren leidenschaftlichen Gesang unterstrich sie mit entsprechenden Gesten. Hierbei glitt ihr das Mikrofon aus den Händen, doch sie rettete die Situation, indem sie reaktionsschnell nach dem Kabelende griff. Unberührt setzte sie ihren Live-Gesang fort. Ein wahrer Profi…

Plattencover Milva (Foto: SWR, Plattenfirma (Coverscan) -)
Milva - il mare nel cassetto Plattenfirma (Coverscan) -

Hierzulande zeigte sich Milva 2012 letztmalig im Fernsehen. Bereits vor längerer Zeit hatte sie sich aus gesundheitlichen Gründen ins Privatleben zurückgezogen. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes kann auf eine Erfolgsbilanz mit vielen Höhepunkten zurückblicken: dazu zählen auch die Ernennungen zum Ritter der Ehrenlegion und zum Offizier des "Ordre des Arts et des Lettres" sowie die Verleihung des Titels "Kommandeur des Verdienstordens der Italienischen Republik".

Zu ihrem 80. Geburtstags erschien unter dem Titel "Il mare nel cassetto" eine Doppel-CD mit 50 Aufnahmen der Jahre 1960 bis 1962. Mit dem titelgebenden Lied gab sie 1961 ihr Debüt beim San Remo-Festival, bis 2007 war sie insgesamt 15 Mal mit von der Partie und stellte damit einen Rekord in der Geschichte des Song-Wettbewerbs auf.