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Schlagerlegende James Last - der Erfinder des Party-Sounds

Seine Klavierlehrerin hielt ihn für unmusikalisch. Irren ist menschlich, denn aus dem vermeintlich mäßigen Schüler von einst wurde der Erfinder eines sensationellen Orchestersounds, der um die Welt ging.

Viele Millionen Schallplatten und CDs haben ihm einen Bekanntheitsgrad beschert, um den ihn viele beneiden. Diese Bilanz lag noch in weiter Ferne, als der kleine Hans (so sein eigentlicher Name) 1939 seine ersten Klavierstunden erhielt. Dies geschah ganz und gar nicht zu seinem Vergnügen, denn Fußballspielen war weitaus faszinierender.

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Mit dieser LP begann 1965 die Discographie von "James" Last: "Non Stop Dancing ‘65" begründete die Karriere des "Party-Königs". 28 Hits der aktuellen Hitparade in Medleys zusammengefasst mit Party-Atmosphäre im Hintergrund. Idee und Konzept waren so gut, "dass ich sie lediglich vom Stil her ein bisschen verändern und die Musik sowie die Titel der Zeit anpassen musste" sagte James Last.  Bis Mitte der 1980er Jahre wurde "Non Stop Dancing" fortgesetzt. Über 30 LPs dieser Serie erschienen im Laufe der Zeit.

Mit dieser LP begann 1965 die Discographie von "James" Last: "Non Stop Dancing ‘65" begründete die Karriere des "Party-Königs". 28 Hits der aktuellen Hitparade in Medleys zusammengefasst mit Party-Atmosphäre im Hintergrund. Idee und Konzept waren so gut, "dass ich sie lediglich vom Stil her ein bisschen verändern und die Musik sowie die Titel der Zeit anpassen musste" sagte James Last.  Bis Mitte der 1980er Jahre wurde "Non Stop Dancing" fortgesetzt. Über 30 LPs dieser Serie erschienen im Laufe der Zeit.

1966 komponierte James Last den Titel "Games that lovers play" und wurde damit als Autor auch international bekannt. Allein in den USA erschienen rund 30 unterschiedliche Versionen des Titels. "Games that lovers play" verhalf dem amerikanischen Schauspieler und Sänger Eddie Fisher zu einem Comeback. Connie Francis, Nini Rosso, Mantovani oder auch Freddy Quinn nahmen den Titel u. a. auf.

Neben den "Non Stop Dancing"-LPs zählte die "à gogo"-Serie zu den bestverkauften Produktionen. Hierbei stellte er jeweils ein Musikinstrument in den Vordergrund und so entstanden eine ganze Reihe von LPs betitelt mit "Hammond à gogo", "Sax à gogo", "Piano à gogo" oder "Guitar à gogo". Auf der hier gezeigten LP "Trumpet à gogo" von 1968 hatte seine Komposition "Happy Music" Premiere, die zum Evergreen wurde. Im gleichen Jahr wählte der Fachhandel die Band erstmals zum "Orchester des Jahres".

Mit "Happy Lehár" sorgte James Last 1969 für eine neue Überraschung: zusammengefasst in zehn Medleys unternahm er einen Spaziergang durch die musikalische Welt des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Lehár. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung sandte Lehárs Neffe ein Telegramm nach Hamburg: "Lieber, verehrter Herr Last! Von Ihrer neuen Langspielplatte "Happy Lehár" bin ich begeistert. Das einfallsreiche Arrangement wird auch im Kreise der Jugend meinem Onkel viele neue Freunde zuführen."

1971 lud er erstmals zur "Polka-Party" ein und stellte unter Beweis, dass es nicht immer Beat oder Slow sein musste, um in Stimmung zu kommen. "Es ist gleich, was wir spielen", sagte James Last. "Unsere Musik kommt immer vom Herzen. Und wir hoffen, dass sie in die Herzen der Menschen geht. So ist es bei internationaler Folklore, bei deutschen Volksliedern, bei Marsch- oder Polkamusik. Ich selbst höre jede Musik gern - nur gut muss sie sein…". Allein in 1971 bekam er neun goldene Schallplatten überreicht.

Bereits 1966 startete Last die erfolgreiche Serie "Classics up to date". Er hatte nie einen Zweifel daran gelassen, dass die klassische Musik auch unter seinem Image als "Party-König" gefragt sein wird. "Ich brauche dazu nicht die Philharmoniker, sondern habe alles mit meinem Orchester aufgenommen", sagte er. Die Popversionen bekannter klassischer Themen kamen beim Publikum an, was ein Auftritt in der ehrwürdigen Londoner Royal Albert-Hall unterstrich: "Als wir das Klavierkonzert in c-dur von Mozart spielten, sprangen die Besucher vor Begeisterung hoch. 7000 Menschen können sich nicht irren."

Anfang der 1970er Jahre präsentierte "Käpt’n James" auf zwei LPs Melodien von der Waterkant. 1973 machte sich James Last erneut Gedanken über die christliche Seefahrt und brachte "Käpt’n James auf allen Meeren" auf den Markt. Dies war der musikalische Reisebericht einer rund 4.000 Seemeilen langen Fahrt. Melodien der Landschaften und Städte erklangen, die auf der Reiseroute lagen, dazwischen gab es Seemannslieder und musikalische Impressionen zu hören. Interessante und amüsante Informationen lieferte ein der Platte beigelegtes Poster, das eine Europakarte aus dem 18. Jahrhundert zeigte.

James Last gilt vorwiegend als LP-Künstler, seine Single-Veröffentlichungen blieben überschaubar. Zu den wenigen Ausnahmen zählt die Titelmelodie zur "Glücksspirale ‘73": "Liebe, Glück und Sonnenschein".

Einkehr beim Heurigen: 1974 traf man James Last "in Wien beim Wein". Seine Europatournee im selben Jahr endete mit einem Wohltätigkeitskonzert vor dem Schöneberger Rathaus, das 60.000 Zuhörer zählte. Weitere Auszeichnungen wurden ihm zuteil: u. a. waren es drei goldene Schallplatten, eine Platin-Platte und eine goldene MusiCassette…

"In the mood for trumpets" führte zurück in die Zeit des Jazzers James Last, der 1975 für diese LP vorwiegend Glenn Miller-Evergreens neu aufnahm.  Nach zehnjährigem Bestehen des Markenzeichens James Last war es Zeit für eine Zwischenbilanz: die 20. LP der Serie "Non Stop Dancing" stand in den Geschäften. Dies bedeutete zwanzig Mal 28 Titel im speziellen Dancing-Sound oder anders ausgedrückt: 4000 Titel der Hitlisten der Welt anhören, daraus 800 auswählen und arrangieren und davon 560 zusammenstellen und aufnehmen. Er galt als Weltrekordler der leichten Muse, verbuchte zu diesem Zeitpunkt über 100 goldene Schallplatten und rund 30 Millionen verkaufte Schallplatten weltweit. Ein kluger Kopf errechnete, dass dies einem Gewicht von 6.000 VW’s entsprach.

"Freut Euch des Lebens" - erneut gab es nach den erfolgreichen LPs "Ännchen von Tharau bittet zum Tanz" Volkslieder und Volkstümliches im modernen Sound. "Ich habe die beste Band der Welt, was Kollegialität, Teamgeist und Glaube an unsere Sound-Idee betrifft." Ihm ist es gelungen, die gute Atmosphäre, die in seiner Familie herrschte, auch in der Band herzustellen. Niemals gab er sich als Chef, die Arbeit wurde kollegial besprochen. Ebenso verbanden gemeinsame Freizeiterlebnisse wie die Feste für die "Beach Party"-LPs und die Stunden im Fitness- und Erholungsheim in der Lüneburger Heide, das James Last nur für seine Band erbauen ließ.

Seit Anfang der 1970er Jahre gab es eine weitere erfolgreiche LP-Serie: "Sing‘ mit" lautete das Motto und folgte dem Prinzip der "Non Stop Dancing"-Veröffentlichungen, beinhaltete nur deutsche Texte, so dass für alle das Mitsingen möglich war. Partymusik gab es auch 1977 auf der LP "Auf Last geht’s los" zu hören und entsprach dem gleichen Erfolgsrezept. Das "Schnipp", das James Last auf dem Cover zeigte, war nicht so lässig, wie es hier vermittelt wurde: Studioarbeit ist kein Zuckerschlecken - das bestätigten auch seine Musiker. Eine Anekdote erzählt, dass jedes Mal, wenn es im Studio nicht weitergehen wollte, der Orchesterchef zu einem Aufputschmittel griff: er spielte Party-Platten von James Last…

"Russland zwischen Tag und Nacht" lautete der Titel einer LP, die James Last 1972 nach seiner Tournee durch die Sowjetunion herausbrachte. Die russischen Fans jubelten dem deutschen Bandleader zu. Dieser musste in seinem Programm auch russische Volkslieder spielen. Nachdem das Publikum sich nur bei dem internationalen Teil des Konzerts begeistert zeigte, ließ James Last die Folklore fortan unberücksichtigt. Der sowjetischen Führung missfiel dies und stellte in Moskau inmitten des Konzerts den Strom ab. 1977 war Russland erneut Thema: auf der LP "Russland-Erinnerungen" hatte die Melodie "Der einsame Hirte" seine Premiere und mit ihm der Solist Gheorghe Zamfir.

Aus dem unerschöpflichen Melodienreigen von Robert Stolz wählte James Last die populärsten Stücke aus, um sie in seinem eigenen Sound neu aufzunehmen. Von Einzi Stolz, der Witwe des Komponisten, erhielt er dafür im Namen der Robert Stolz-Stiftung 1977 den Robert Stolz-Preis. Die LP zählt zu den umsatzstärksten Produktionen seiner ganzen Discographie.

"Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung", "Der Landarzt", "Zwei Münchner in Hamburg", "Das Traumschiff", "ZDF-Hitparade" usw. - dies ist nur eine Auswahl an Filmen und Fernsehsendungen, zu denen James Last die passende Musik schrieb. Mit einer anderen Filmmusik gelang James Last der Einzug in die US-Charts: Giorgio Moroder schrieb zum Streifen "American Gigolo" (in Deutschland: "Ein Mann für gewisse Stunden") den Soundtrack. Das Hauptthema "The seduction" erschien auf Single. James Last und sein Sohn Ronald komponierten für eine gleichnamige LP weitere Titel hinzu.

Dass auch ein Weltstar wie James Last noch neue kreativen Möglichkeiten finden konnte, stellte "Biscaya" unter Beweis. Hier setzte er auf eine traumhafte Akkordeon-Nummer. Im Oktober 1981 stellte er den Titel im Fernsehen vor und landete sofort einen Volltreffer. Ursprünglich war nur eine Single-Veröffentlichung geplant und so stand auf dem Cover der Zusatz "nur als Single erhältlich" zu lesen. Der unglaubliche Erfolg verlangte nach mehr und so entstand 1982 eine komplette LP mit verträumten Akkordeon-Klängen, zu denen James Last einen Großteil der Kompositionen selbst beisteuerte. Die Aufnahmen wurden größtenteils in Florida eingespielt.

Das Repertoire der "Fab Four" stand 1983 im Mittelpunkt. James Last spielte die größten Hits der Beatles. Fast zwanzig Jahre später nahm er eine weitere Hommage an eine vierköpfige Gruppe auf, die Popgeschichte geschrieben hatte: 2001 hieß es "James Last plays Abba".

Zusammen mit Berdien Stenberg feierte er 1988 eine „Flute Fiesta“. Besonders in Holland, dem Heimatland der Flötistin, kam das Album besonders gut an und konnte sich hoch in den Hitparaden platzieren. Sie trat auch bei einigen Konzerten seiner Tournee als Gast-Solistin auf.

Mit Richard Clayderman arbeitete ein weiterer überaus populärer Instrumental-Solist mit James Last erfolgreich zusammen. Ein erstes Kennenlernen fand bereits Anfang der 1980er Jahre statt. Bis es zu einer gemeinsamen Produktion kam, verging fast ein ganzes Jahrzehnt: „Traummelodien“ kam 1990 in die Geschäfte und wurde sofort ein großer Erfolg. Ein Jahr später folgte „Serenaden“. Nachdem aller guten Dinge drei sind, folgte schließlich 1995 eine Art „Best of“-Album unter dem Titel „Two together“.

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen: Bereits zum 60. Geburtstag von James Last erschien ein besonderes Album, welches seine erfolgreichsten Eigenkompositionen in Neuaufnahmen präsentierte. Zum 70. gab sich ein bunt gemischtes Staraufgebot ein Stelldichein, ebenso wie auf "They call me Hansi", das zum 75. Geburtstag auf den Markt kam. Zu den Gratulanten zählten u. a. Herbert Grönemeyer, Luciano Pavarotti, Tom Jones oder Elvis Presley.

Der Funke sprang erst über, als er mit 14 Jahren auf die Heeresmusikschule Bückeburg kam und sein Lieblingsinstrument der Bass wurde. Gleich nach Kriegsende schlug Hans Last den Weg des Berufsmusikers ein und spielte zunächst in US-Clubs. 1946 erhielt er als Bassist im Tanz- und Unterhaltungsorchester des neu gegründeten Radio Bremen eine Anstellung.

Die Karriere nahm weiter Fahrt auf, als Fachjournalisten ihn 1950 erstmals zum besten deutschen Jazz-Bassisten wählten - eine Auszeichnung, die er drei Jahre in Folge erhielt. Er kannte sich, was damals noch nicht die Regel war, im modernen Jazz (Bebop und Cool Jazz) besonders gut aus und  war der meistgesuchte Bassist der deutschen Szene.

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Der Liebe wegen nach Hamburg

James Last spielt in den 1950er Jahren Bass

James Last spielt in den 1950er Jahren Bass

Mitte der 1950er Jahre funkte es im doppelten Sinne: er begegnete seiner ersten Frau Waltraud, heiratete sie und verlegte sein Domizil der Liebe wegen nach Hamburg. Dort wurde ihm eine Stelle als Bassist im Tanzorchester des Nordwestdeutschen Rundfunks angeboten. Vor allem seine Arrangements machten ihn zu einem gefragten Mitarbeiter bei namhaften deutschen Showgrößen. Er schrieb u. a. für Caterina Valente, Margot Eskens, Freddy Quinn oder Helmut Zacharias. Durch diese Tätigkeit wurde die Schallplattenfirma Polydor auf ihn aufmerksam, die ihren Sitz in der Nähe des NDR-Funkhauses hatte.

Beispielsweise war er bei der Produktion des Film-Musicals "Heimweh nach St. Pauli" als Arrangeur und Dirigent mit von der Partie: Freddy Quinn sang "Junge, komm‘ bald wieder" und Hans Last leitete das begleitende große Musical-Orchester.  

Der Bandleader erinnerte sich: "Als ich im Jahr 1964 eines Tages vom Norddeutschen Rundfunk meine Festanstellung in Händen hielt, dachte ich nochmal über mein Leben nach. Ich fuhr am NDR-Pförtner vorbei, aber nicht stolz nach Hause, sondern links herum zur Polydor." Diese Entscheidung beeinflusste seinen weiteren Werdegang maßgeblich. Er ließ sich beim Funk beurlauben und unterzeichnete stattdessen bei der Schallplattenfirma seinen ersten Vertrag als Exklusivproduzent, was für beide Vertragspartner eine überaus fruchtbare - bis zum heutigen Tag andauernde - Zusammenarbeit werden sollte. Der erste durchschlagende Erfolg kam ein Jahr später, nachdem er eine geniale Idee entwickelt hatte…

Geburtsstunde des "Party-Sound"

James Last-Cover

Eine der typischen LPs von James Last mit Party-Musik.

Das partyfrohe Ehepaar Last hatte auf vielen Feiern dieselbe Situation vorgefunden: die Gäste kamen nur schwer in Schwung und es dauerte lange, bis Stimmung aufkam. Dies kann nicht an den Leuten, das muss an der Musik liegen, kombinierte James Last. So schritt er zur Tat, stellte aus den Hits der aktuellen Charts kurze Potpourris - meist bestehend aus drei Titeln - zusammen, auf die sich gut tanzen ließ und unterlegte alles mit Partygeräuschen. In seiner Autobiographie gewährte er einen Blick hinter die Kulissen: zuerst wurde im Studio die Musik aufgenommen, im zweiten Schritt sang der Chor die Texte. Um die Partystimmung so authentisch wie möglich zu machen lud er später Freunde ins Studio ein, ebenso den Chor und seine Musiker und alle gemeinsam veranstalteten eine ausgelassene Feier mit leckerem Essen und entsprechenden Getränken. Dazu wurde die bereits aufgenommene Musik abgespielt, zu der die Gäste nun ausgelassen sangen und klatschten. Der Toningenieur mischte alles zusammen und das Ergebnis auf Schallplatte gebracht. Damit schlug die Geburtsstunde des "Party-Sound" und der Erfolgsserie "Non Stop Dancing"...

Internationaler Durchbruch

Wenige Tage später bekam der Bandleader das Belegexemplar seiner Produktion zugeschickt und staunte, als er auf dem Cover den Namen "James" Last entdeckte. Ohne sein Wissen hatte sich die Plattenfirma diese Namensänderung ausgedacht. Die Verantwortlichen in der Chefetage hatten den Plan einer Vermarktung jenseits der deutschen Grenzen und so machten sie kurzerhand aus dem deutschen Hans den internationalen James. Das Tanzprogramm ohne Pause im "Happy Sound" wurde - auch international - zum Volltreffer und stellte alle bislang bekannten Hitparaden-Rekorde in den Schatten.

Der Durchbruch auf dem ausländischen Musikmarkt kam auch für James Last überraschend. Seit den Legenden Glenn Miller oder Mantovani war es keinem Bandleader mehr gelungen, mit seiner Orchestermusik ein weltweites Publikum zu faszinieren: "Ich bin selbst erstaunt, aus welchen Ecken ich Honorare bekomme".  Ihm gelang das seltene Meisterstück, einen eigenen, unverwechselbaren Sound zu kreieren. Der Name James Last wurde in allen Stilrichtungen - von Klassik über die Folklore bis hin zum Pop - zum Markenzeichen.

Bis zum Schluss voller Tatendrang

In den 1980er-Jahren verlegte James Last seinen Wohnsitz nach Palm Beach in Florida. Hier produzierte er auch seine Alben, nachdem er sich dort ein eigenes Tonstudio eingerichtet hatte. Auch im fortgeschrittenen Alter dachte die Orchestercheflegende nicht an den Ruhestand. So standen Plattenaufnahmen und Tourneedaten bis zuletzt in seinem Terminkalender. Am 9. Juni 2015 verstarb James Last friedlich im Kreise seiner Familie in Florida im Alter von 86 Jahren. Seinem Wunsch entsprechend wurde er in Hamburg-Ohlsdorf beigesetzt.

"Musik kennt keine Grenzen" - so lautete sein Credo. Möchte man sein Lebensmotto in Zahlen ausdrücken, ergibt dies 110 Alben, die sich zwischen 1965 und 2009 in den offiziellen Hitlisten platzierten. Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die er im Laufe seiner Karriere erhielt, zählen 208 goldene und 17 Platin-Schallplatten. Anlässlich seines 90. Geburtstags erscheinen nun in einer aufwändig gestalteten - insgesamt 25 CDs umfassenden - Box rund 40 seiner legendären Langspielplatten neu.

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