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Vom Zeitungsjungen zum Schallplattenmillionär - was wie ein amerikanisches Märchen klingt, ist eine Erfolgsgeschichte "Made in Germany". Weit über tausend Lieder hat Jack White geschrieben, viele davon wurden Millionenseller. 

Eine schöne Kindheit hat Horst Nussbaum, so der bürgerlicher Name von Jack White, nicht gehabt. Früh wurde er mit den Härten des Lebens konfrontiert und trug bereits während der Schulzeit u.a. als Verkaufshilfe an Marktständen zum Unterhalt der Familie bei. "Diese Zeit hat mich geprägt und hat dafür gesorgt, dass ich immer auf dem Boden geblieben bin" erzählte uns Jack White rückblickend. Nach der Mittleren Reife und einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann machte er sein Dolmetscher-Examen in Englisch und lernte während des Grundwehrdienstes noch die italienische Sprache - bis zur Korrespondentenprüfung.

Plattencover Jack White (Foto: SWR, Polydor (Coverscan))
„Ich habe natürlich gedacht, ich bin der größte Sänger der Welt“ äußerte Jack White rückblickend in einem Interview. Seine erste Single „Ein paar Tränen“ erschien 1966 und blieb ein Ladenhüter. Rund... Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
... fünfzehn Singles hat er als Sänger gemacht - „im Prinzip alle Flops“ urteilte Jack White später. Erst von seiner sechsten Platte („Heut‘ ist die Welt so schön“) verkauften sich akzeptable 30.000 Exemplare. Dies war übrigens auch die erste Single, die er selbst produzierte. Metronome (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Diese 1972 erschienene LP fasste einige seiner frühen Single-Platten zusammen, darunter der Titelsong „Mit all‘ Deiner Liebe“, der im Original von den Monkees (I’m a believer“) stammte. Weitere frühe und hier enthaltene Aufnahmen waren z. B. „Die Sonne scheint nicht nur in Acapulco“, „Ich und Du und ein Hund dazu“ (Original: Lobo „Me and you and a dog named Boo“) und - was vielleicht erstaunen mag - die „Schöne Maid“… Telefunken (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
…die in der Interpretation von Tony Marshall zum Millionenseller wurde. Jack White erklärte: „Auf einer Langspielplatte habe ich ein neuseeländisches Volkslied gehört und diese Melodie hat mir gefallen“. Auch die Machart sprach ihn an: „Da sangen viele Leute im Chor, man stampfte den Rhythmus und es gab nur Gitarren. So etwas wollte ich machen“. Damit schlug die Geburtsstunde des „Kitchen-Sounds“: Bei der Aufnahme schlug der Chor den Rhythmus auf mitgebrachten Bratpfannen und Töpfen. Ariola (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Schon Anfang der 1970er Jahre wollte ein Berliner Filmproduzent die Biographie des „zur Zeit erfolgreichsten, jungen deutschen Schallplattenproduzenten und Komponisten“ verfilmen. „Heute hau’n wir auf die Pauke“ hieß der Streifen, in dem auch eine ganze Reihe von Künstlern wie Tanja Berg oder Jürgen Marcus mitwirkten. „Wir hatten einen Riesen-Spaß, aber der Film war ein Flop“ erinnerte sich Jack White. Die weibliche Hauptrolle spielte… Telefunken (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
… Lena Valaitis, die im Film aber keinen einzigen Ton sang. Das tat sie dafür überaus erfolgreich auf Schallplatte und Jack White schrieb ihr Hit auf Hit: „Bonjour mon amour“, „Da kommt José, der Straßenmusikant“, „Ich spreche alle Sprachen dieser Welt“, „Ein schöner Tag“ und viele mehr. Im erwähnten Film sah man Jack White auch als Sänger und … Philips (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
…unter den eingebetteten Musiktiteln fand sich ein Duett, das er mit dem Musiker und Fotograf Didi Zill als „Didi & Jack“ aufnahm: „Santa Fé“. Didi Zill erlangte bereits in den 1960er Jahren durch seine Band „Didi & his ABC-Boys“ Popularität, die etliche Titel aus dem Repertoire der „Beatles“ in deutscher Sprache coverten. Später wurde er als Starfotograf der Jugendzeitschrift „Bravo“ bekannt. Telefunken (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Ab den späten 1960er Jahren versuchte Uschi Glas, neben ihrer Arbeit als Schauspielerin, eine Sangeskarriere aufzubauen. Für den großen Verkaufshit hat es nie gereicht, obwohl ihr namhafte Komponisten und Produzenten wie Giorgio Moroder oder Heinz Gietz zur Seite standen. 1974 war es Jack White, der „Ich suche die Brücke hinüber zu Dir“ für sie schrieb. Ariola (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Wo die Sonne scheint“ - eine mittlerweile überaus rare Langspielplatte aus dem Jahr 1974 vereinte „12 Party-Hits von Jack White“. Die Zusammenstellung bot neben mehreren Titeln von Nina & Mike und Jürgen Marcus u. a. ein Wiederhören mit Manuela, die seinen Hit „Es lebe das Geburtstagskind“ sang. Eine Rarität ist der Titel „Santiago“, den die Band „The Two“ beisteuerte. Hinter diesem Pseudonym verbarg sich niemand anderes als Jack White, der auch zweimal als Solist auf dem Album vertreten war. Telefunken (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Tina York konnte in den 1970er Jahren einige Erfolge mit Jack White-Titeln verbuchen. „Ich glaube, ich habe endlich den richtigen Produzenten gefunden“ stellte Tina York auf dem Begleittext zu dieser LP fest. Ab 1974 schrieb er ihre Lieder, darunter auch „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“. Unter diesem Motto präsentierte das ZDF bereits 1985 eine Jack White-Personality Show, deren Sendezeit kaum ausreichte, um das ganze Spektrum seiner Künstler und ihrer Erfolge zu präsentieren. CBS (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft von 1974 hatte nicht nur Gold in der Knie- sondern auch in der Sangeskehle. Jack White hatte die zündende Idee, die Sportler samt ihrem Trainer Helmut Schön ins Plattenstudio zu holen. Basierend auf Whites Einfall blieb es bis 1990 Usus, die deutschen Fußballer zur WM eine Langspielplatte aufnehmen zu lassen. Prominente Künstler traten zusammen mit den Kickern vor das Mikrofon: Neben Michael Schanze und Peter Alexander war es zweimal Udo Jürgens. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Nochmals Fußball: Es gelang ihm, fast die gesamte deutsche WM-Elf von 1954 und die legendärsten Alt-Kicker der Jahre davor für eine Schallplatte zu verpflichten. So trafen sich im Berliner Hotel Schweizerhof Fritz Walter, Uwe Seeler, Horst Eckel, Helmut Rahn und viele mehr und sangen die Fußball-Hymne „Schwarz und weiss“. Jack White sagte darüber: „Ich möchte, dass es künftig auf sämtlichen deutschen Fußballplätzen ein Lied mit einem Schlachtruf gibt, in das jeder einstimmen kann.“ Plattenfirma (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Für Jürgen Marcus schrieb er viele maßgeschneiderte Hits: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ oder „Ein Lied zieht hinaus in die Welt“, mit welchem er 1975 bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix d’Eurovision de la Chanson scheiterte. Ein Jahr später versuchte er es erneut und startete für das Großherzogtum Luxemburg: „Der Tingler singt für Euch alle“, natürlich in französischer Sprache („Chansons pour ceux qui s’aiment“) gesungen, landete im Finale auf dem 14. Platz. Telefunken (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Ich war beeindruckt und begeistert vom natürlichen Charme dieses Mädchens. Als ich dann ihre außergewöhnliche Stimme hörte, stand für mich fest: Hier ist eines jener seltenen echten Naturtalente, die man einfach fördern muss!“ Am Silvesterabend des Jahres 1977 trat Andrea Jürgens in der Rudi Carrell-Show „Am laufenden Band“ erstmals im Fernsehen auf und sang das Scheidungsdrama „Und dabei liebe ich Euch beide“. Jack White im SWR4-Interview: „Wir haben die ganze Nation zum Weinen gebracht.“ Ariola (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Rund 14 Jahre arbeiteten Jack White und Hansi Hinterseer überaus erfolgreich zusammen. Der Startschuss fiel bei Karl Moik im „Musikantenstadl“, wo der Skiläufer seinen ersten Titel „Du hast mich heut‘ noch nicht geküsst“ vorstellte. Quasi über Nacht wurde er ein neuer Star und es folgten Hits in Serie, die locker eine „Best of“-CD füllen. Im Zusammenhang mit einem Firmenstreit kam es 2007 zum Bruch, was Jack White als „große menschliche Enttäuschung“ bezeichnete. White Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Wer glaubt, dass „Looking for freedom“ im Original von David Hasselhoff stammt, irrt! Bereits 1978 schrieb Jack White diesen Titel und Marc Seaberg (bürgerlich: Franz Seeberger) war der Erstinterpret. Zeitgleich produzierte White die deutsche Version „Auf der Straße nach Süden“ mit Tony Marshall. Bevor „Marc Seaberg“ die Bühne betrat, hatte dieser bereits eine Handvoll Schlagersingles als „Mark Sommer“ veröffentlicht. Ariola (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Rouven, der Sohn von Daliah Lavi, war nur eine kurzzeitige Erscheinung auf dem Musikmarkt. Jack White produzierte insgesamt drei Singles mit ihm: „Together“ war der Einstand - ein Lied, das kurze Zeit später David Hasselhoff als „Flying on the wings of tenderness“ mit weitaus größerem Erfolg veröffentlichte. Das hier gezeigte „I remember“ wurde mit Roberto Blanco unter dem Titel „Sonnenaufgang in Athen“ populär. Nach dem dritten Song „I’m on fire“ beendete Rouven seine Gesangskarriere. White Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Der schwungvolle Hit, nachempfunden dem unbeschwerten Palaver auf italienischen Marktfesten, ist geradezu ideal für laue Frühlings- und Sommernächte, sowie für abgeschlaffte Partymuffel“ schrieb die Plattenfirma über „Bella Italia“. Auch dieser Song fand mehrfache Interpreten. Audrey Landers machte den Auftakt, die als Schauspielerin in der TV-Serie „Dallas“ populär geworden war. Jack White entdeckte sie für die Schallplatte („Honeymoon in Trinidad“, „Playa Blanca“ u. v. m.). White Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Aus Künstlern sind in der Regel immer Freunde geworden“ resümierte Jack White im SWR4-Interview: „Eine besondere Magic war es, mit Engelbert zusammenzuarbeiten. Wir haben so viel Spaß gehabt.“ White verhalf ihm zu einem preisgekrönten Schallplatten-Comeback: Engelbert erhielt dreimal „Platin“ in Folge. Rund drei Millionen Engelbert-Alben mit Jack White-Liedern gingen über die Ladentische. Die Liste der gemeinsamen Hits ist lang und reicht von „Portofino“ über „Radio Dancing“ bis zu „Torero“. Plattenfirma (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Mit David Hasselhoff entdeckte Jack White einen weiteren amerikanischen TV-Serien-Darsteller. Seine Neuaufnahme von „Looking for freedom“ wurde 1989 zum Millionenseller. Nach einem Auftritt bei „Wetten, dass“ verkaufte sich die Platte bis zu 27.000 Mal (!!)täglich. Er avancierte zur Kult-Figur, die bald nur noch „The Hoff“ genannt wurde. Die bis 1992 andauernde Zusammenarbeit brachte Hits am Fließband: „Do the Limbo Dance“, „Everybody sunshine“ oder “Crazy for you” zählten dazu. White Records (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Hier nochmals ein Griff in die Kiste der Pseudonyme. Mit Schlager hatte das, was als „Jack’s Project“ auf den Markt kam, nichts zu tun: Hier war Synthesizer-Pop angesagt. Für das Instrumental „Nightfight“ arbeitete er mit Harold Faltermeyer zusammen. Die eingängige Melodie wurde recht populär und u. a. als Intro zur „Deutschen Schlagerparade“, die vom SWF/SWR in den 3. Fernsehprogrammen ausgestrahlt wurde, verwendet. White Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Am 9. November 1985 zeigte das ZDF die Jack White-Show „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“. Der damalige Intendant Prof. Dieter Stolte schrieb im Grußwort zur parallel aufgelegten Platte: „Mit diesem musikalischen Portrait würdigt das ZDF das Schaffen von Jack White, der als Schlagerproduzent, Komponist und Texter mit viel Erfolg sein Allround-Talent in den Dienst der Musik gestellt hat.“ Der Verkaufspreis des Doppelalbums beinhaltete eine Spende für die Deutsche Welthungerhilfe. White Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen

Von Hennes Weisweiler für den Fußball entdeckt

Jack White und Rudi Gutenberg (Foto: Imago, Imago -)
Jack White als Fußballer bei Tennis Borussia Berlin mit seinem Trainer Imago Imago -

Nebenbei pflegte er seine Hobbies: An den Wochenenden machte er Musik und spielte gerne Fußball: „Ich hatte das große Glück aus der Jugendabteilung heraus vom damals legendären Fußballtrainer Hennes Weisweiler für die Vertragsspielermannschaft von Viktoria Köln entdeckt zu werden“ erzählte Jack White im SWR4-Interview. Seine weitere Fußballkarriere führte ihn bis zum holländischen Spitzenverein PSV Eindhoven. Während dieser Zeit wurde er auch als Sänger entdeckt: "Ich habe stets die Gitarre dabei gehabt, ich wollte immer gerne singen. Im Bus, während der Fahrt zu den Spielen, wurde immer gesungen."

Black & White

Hennes Weisweiler war es, der den Kontakt zur Musikbranche knüpfte. In seinem Skat-Club war der berühmte Trompeter Heinz Schachtner mit von der Partie und eines Tages empfahl er ihm den jungen Mann, der „ganz gut singen konnte“. Schachtner hatte gute Verbindungen zu dem Produzenten Hans Bertram, der den singenden Fußballer zum Probesingen einlud. Jack White erinnerte sich an die Situation genau: „Als ich im Vorzimmer wartete, sagte mir die Sekretärin ganz nebenbei: Übrigens, wissen Sie schon, wie Sie heißen? Sie heißen jetzt Jack White.“ Hans Bertram hatte sich diesen Namen einfallen lassen - nachdem er bereits Roy Black unter Vertrag hatte, kam nun noch Herr White hinzu…

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"Und dann schickte mir der liebe Gott Tony Marshall"

Jack White mit Tony Marshall und Jürgen Marcus (Foto: Imago, Imago -)
Jack White mit Tony Marshall und Jürgen Marcus, Ende der 70er Jahre Imago Imago -

Die erste Zeit als Sänger war eine Enttäuschung und bald erfolgte die Trennung von Hans Bertram. Eher zufällig wurde Jack White Disc-Jockey, ging nach Berlin und traf eine weitreichende Entscheidung: "Die Leute wollen mich nicht als Sänger und so bin ich auf die andere Seite gegangen". Ende 1968 wagte er es zum ersten Mal, einen anderen Sänger zu produzieren und ein halbes Jahr später gelang der erste große Wurf: Roberto Blanco gewann mit "Heute so, morgen so" den „Deutschen Schlagerwettbewerb“. "Und dann hat mir der liebe Gott den Tony Marshall geschickt und es ging so richtig los" erzählte uns Jack White.

"Nicht mal Geld für eine bunte Hülle..."

Ein neuseeländisches Volkslied hatte es Jack White angetan, das für Tony Marshall als „Schöne Maid“ zur Visitenkarte werden sollte. Die Aufnahmen hierzu blieben in guter Erinnerung: „Wir haben alles live im Studio gemacht - das war so eine irre Stimmung“. Das fertige Produkt an die Firma zu bringen, gestaltete sich jedoch etwas schwierig: „Ich hab‘ da was mit Tony Marshall gemacht, ist so ein bisschen wie John Lennon und „Give peace a chance“ erklärte er seiner Plattenfirma. Doch diese glaubte nicht so recht an das, was sich Jack White ausgedacht hatte. Die Platte wurde zwar veröffentlicht, allerdings zunächst nur in einer weißen Neutralhülle, was Jack White verärgerte: „Die gaben nicht mal Geld für eine bunte Hülle aus“.

Ein "Sound-Gigant"

Jack White und Engelbert (Foto: Imago, Imago -)
Jack White und Engelbert Imago Imago -

Dann kam seine Entscheidung, nach Amerika zu gehen und wurde deswegen von vielen belächelt: "Was will dieser Klatschmusik-Produzent in Amerika?" Die Zweifler wurden eines besseren belehrt, denn sein Doppelleben zwischen Berlin und Los Angeles trug bald Früchte: Ein Jahr später hatte er mit Laura Branigan und "Self Control" den ersten großen Welthit. Nach diesem Erfolg führte ihn das US-Fachblatt "Billboard" in der Top-Liste der Sound-Giganten. "Wenn man drüben einen Erfolg hat, hat man ihn auf der ganzen Welt." Internationale Stars wie Engelbert, Paul Anka, Pia Zadora, Jermaine Jackson und viele mehr arbeiteten mit ihm zusammen und belegten die Spitzenpositionen in den Hitparaden.

"Es gibt andere schöne Dinge..."

Zweifelsfrei hat Jack White Musikgeschichte geschrieben: Auf über einer Milliarde Tonträger sind seine Lieder weltweit vertreten. Im Mai 2014 zog er sich vom Showgeschäft zurück. Sein Lebenswerk schloss er in einer Samstagabend-Show von Florian Silbereisen ab: Jack White’s „Letztes Lied“ sangen Lena Valaitis, Anita & Alexandra Hofmann sowie Pascal Silva. Jack White spielte dazu auf der Gitarre. Für den sehr emotionalen Auftritt bedankte sich das Publikum mit Standing Ovations. 

„Aufzuhören war ursprünglich nicht mein Plan, aber die Musikbranche hat sich verändert“, begründete er gegenüber SWR4 seinen Entschluss, den er nicht bereut hat: „Es gibt andere schöne Dinge, die man tun kann.“ Er treibt viel Sport, pflegt seine Freundschaften und geht auf Reisen. Diese Leidenschaft hat ihn auch zum Buchautor gemacht, denn seine Reiseführer waren Bestseller. Zudem erschien bereits 2010 seine Autobiographie „Mein unglaubliches Leben“. Dieses bereichert nun ein neues Kapitel, denn mit 78 Jahren wurde Jack White zum sechsten Mal Vater. Sein jüngster Sohn Max wird gewiss dafür sorgen, dass weiterhin keine Langeweile aufkommt.

Jack White - der Steckbrief
Geboren2. September 1940 in Köln
Bürgerliche NameHorst Nussbaum
Produzent u.a. vonTony Marshall, Jürgen Marcus, Paul Anka, Tony Christie und Laura Branigan
AuszeichnungenMehr als 400 Gold- und Platinplatten, Goldene Stimmgabel, Bambi u.v.m.

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