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„Ich bin begabt“ sagte sie 1943 schüchtern, als sie sich in den UFA-Filmstudios vorstellte. Damit nahm eine über ein halbes Jahrhundert andauernde Karriere als Film- und Theaterschauspielerin, Chanson-Sängerin und Autorin ihren Anfang.

Kameramann filmt Plakat (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Das Plakat zum Film "Die Sünderin" (1951) picture-alliance / dpa -

Der Film „Die Sünderin“ war 1951 in aller Munde. Wenige Filmsekunden reichten aus, um einen handfesten Skandal auszulösen: „Ich war die Erste, die auf der schüchternen deutschen Leinwand sich nackt gezeigt hat.“ Unvorstellbar für die Sittenwächter der damaligen Zeit. Proteste wurden laut und Kirchenvertreter stifteten Jugendliche an, in den Vorstellungen Stinkbomben zu werfen. Der Blätterwald rauschte gewaltig und die Knef machte Schlagzeilen, wie so oft in ihrem Leben. Trotz alledem hatten am Ende rund 7 Millionen Besucher den an sich harmlosen Streifen gesehen.

Bilderstrecke Die besten Cover von Hildegard Knef

Plattencover Hildegard Knef (Foto: SWR, Polydor (Coverscan))
Diese Retrospektive beinhaltete eine Fülle von Raritäten aus den Jahren 1951 bis 1980. Darunter war ihre erste Schallplattenaufnahme aus dem Jahr 1951 („Ein Herz ist zu verschenken“). Die Platte war wohl kurze Zeit nach ihrem Film „Die Sünderin“ auf den Markt gekommen, denn im Verlauf des Liedtextes wird Bezug darauf genommen: „Ein Herz ist zu verschenken - ganz diskret, wer versteht wie ich bin - drum frag‘ ich an, wo ist der Mann, der dieses Herz erobern kann - Offerten bitte unter Sünderin“. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
1952 stand sie neben Hardy Krüger und dem französischen Schauspieler Maurice Teynac in „Illusion in Moll“ vor der Kamera, mit dem sie das Duett „Du bist wunderbar“ sang. Wenige Monate später trat sie in „Alraune“ erneut als Sängerin in Erscheinung. Diese EP aus dem Jahr 1958 brachte die Schlager aus den beiden Filmen auf den Plattenteller. Das Foto auf dem Cover zeigt sie übrigens zusammen mit Maurice Teynac. Polydor (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
1958 drehte sie in Frankreich „La fille de Hambourg“ („Das Mädchen aus Hamburg“). Vom Chansonnier Boris Vian stammte das Titellied. Die Plattenfirma schrieb: „Ein nicht alltägliches Chanson, das von jenen stillen Dramen, die den Lebensrhythmus des Hafens bestimmen, erzählt: Wiedersehen und Abschied nehmen - Begegnung und Abschied ohne Happy-End“. Komponist und Interpretin verstanden sich gut und nahmen weitere Chansons auf. Mit dem Jazztrompeter Miles Davis entstand die EP „Bal de Vienne“. Fontana (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Bislang waren die Gesangsaufnahmen von Hildegard Knef mehr Zufall als geplant. Erst 1962 fiel der Startschuss für die Karriere als Sängerin. Mit dem Vertragsabschluss bei der Decca begann die Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Texter Charly Niessen sowie dem Arrangeur und Orchesterleiter Gert Wilden. Die beiden waren in den 1960er Jahren maßgeblich am musikalischen Erfolg der Knef beteiligt. Gleich die erste Platte „Er war nie ein Kavalier“ ließ aufhorchen und wurde ein Achtungserfolg. Decca (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Das ZDF zeigte 1963 „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin“ - die erste Hildegard Knef-Show, in der sie einige Lieder und Chansons sang und aus ihrem Leben erzählte. Es folgte die erste LP mit Chansons von „vorgestern, gestern und heute“. Mit ihrer dunklen, rauchigen Stimme interpretierte sie in acht Medleys Lieder aus den unterschiedlichsten Genres. Ihr eigenwilliger Gesangsstil sprach die Zuhörer an: „Wenn die Knef singt, sieht man alles vor sich und man empfindet genau, was gemeint ist.“ Decca (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Das Wagnis, das künstlerische Chanson zu neuem Leben zu erwecken, war geglückt. Ihre Platten verkauften sich hervorragend. 1964 wurde sie in Monte Carlo mit dem „Goldenen Grammophon“ ausgezeichnet. Das deutsche und französische Fernsehen übertrugen das Spektakel. Hierbei stellte sie auch ihre neue Langspielplatte vor, die Aufnahmen in deutscher, englischer und französischer Sprache und Lieder von Komponisten wie Robert Stolz, Erich Kästner, Charles Aznavour oder George Gershwin enthielt. Decca (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Im Frühjahr 1965 überraschte Hildegard Knef mit einer Rezitation der Werke des Schriftstellers Kurt Tucholsky. Es war ein reines Vergnügen, ihrem Vortrag zuzuhören. Bei der Erzählung „Die Unpolitische“ gab es darüber hinaus ein Wiederhören mit dem Schauspieler Heini Göbel und dem unvergessenen SDR-Rundfunksprecher Waldemar Müller. Weitere Unterstützung erhielt sie von den Komponisten Charly Niessen, Gert Wilden, Bert Grund und Olaf Bienert, welche Texte eigens für diese Produktion vertonten. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Die Uraufführung des Stückes „Mrs. Dally“ von William Hanley fand im Februar 1965 in München statt - Hildegard Knefs Ehemann David Cameron Palastanga führte die Regie. Lediglich zwei Personen agierten auf der Bühne: Hildegard Knef und Günter Pfitzmann. Alles drehte sich „um die Beziehungen der Geschlechter und um das Problem der kinderlosen Frau, die allein am Fließband häuslicher Hantierungen ihr Leben schal werden sieht.“ Ein Mitschnitt erschien auf der hier gezeigten Platte. Decca (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
1966 unternahm sie zusammen mit Günter Noris ihre erste Deutschland-Tournee als Chansonsängerin. Hierbei begann sie ihre Konzerte jeden Abend mit der Charly Niessen-Komposition „In dieser Stadt“. Dieses führte sie bei ihren späteren Tourneen fort (u. a. 1968 mit Kurt Edelhagen). Obwohl dem Titel beim Erscheinen im Jahr 1965 kein Hitparaden-Erfolg beschieden war, wurde er durch diese Gewohnheit zu einem ihrer populärsten Hits. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Mit „Ich seh‘ die Welt durch Deine Augen“ erschien 1966 ein Chanson-Album, für das Hildegard Knef sämtliche Liedtexte selbst geschrieben hatte. „Berlin, Dein Gesicht hat Sommersprossen“, „Ich möchte am Montag mal Sonntag haben“ oder „Ich brauch‘ kein Venedig“. Ihr musikalischer Leiter Gert Wilden erinnerte sich: „Für Hildes Gesang wäre der Ausdruck Belcanto bestimmt nicht passend gewesen, aber sie war sehr musikalisch und ihre Stimme hatte einen kolossalen Wiedererkennungswert.“ Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Als Hildegard Knef zum ersten Mal in Cole Porters „Silk Stockings“ sang und spielte, glaubte kaum einer, dass die „Neff“ diese Rolle 675 mal spielen würde. Und es glaubte auch keiner, dass es einmal einen deutschen Schallplattenstar Hildegard Knef geben könnte. 1968 widmete sie dem Komponisten, der sie damals an den Broadway holte und zum ersten deutschen Broadwaystar machte, eine ganze Langspielplatte. Auf „Träume heißen Du“ interpretierte sie Evergreens aus dem Cole Porter-Songbook. Decca (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
„Für mich soll’s rote Rosen“ sorgte beim Erscheinen im Jahr 1968 für kaum Aufsehen. Dennoch wurde das Lied zu ihrer musikalischen Visitenkarte und nahm es im Laufe ihrer Karriere immer wieder neu auf. Die B-Seite der Single „Von nun an ging’s bergab“ sang sie auch in englischer Sprache („From now on it got rough“), nachdem man in Großbritannien die musikalischen Erfolge von Hildegard Knef mit großem Interesse verfolgte. Hierzulande wurde sie zur „besten Interpretin des Jahres“ gewählt. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
„Wir wollten etwas Neues machen“ erinnerte sich der Komponist Hans Hammerschmid. „Eigentlich war uns immer bange vor jeder neuen Platte. Wir wollten uns auf keinen Fall wiederholen... .“ Für Hildegard Knef war das nur mit „Knef“ betitelte Album das Beste und auch die Presse lobte: „Knef singt die Schnulze weg, dichtet sich herrlich trocken und genau in die absurden Zwischenräume des Alltags hinein.“„Ich brauch‘ Tapetenwechsel“ oder „Im 80. Stockwerk“ feierten hier ihre Premiere. Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Ihre dritte Karriere, die als Schriftstellerin, startete 1970 mit einem überwältigenden Erfolg: Ihre Autobiographie „Der geschenkte Gaul“ wurde zum Welt-Bestseller und in siebzehn Sprachen übersetzt. Auszüge aus ihrem Werk las die Autorin für die Schallplatte. Der Süddeutsche Rundfunk urteilte damals: „Ein Knüller, wahrscheinlich das Erfolgsbuch der Herbstsaison, ist jetzt schon der Lebensbericht der Hildegard Knef. Es ist eine Lektüre, die man mit voller Überzeugung empfehlen kann.“ Decca (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen
Nach ihrer Krebserkrankung meldete sich Hildegard Knef 1974 mit dem Album „Ich bin den weiten Weg gegangen“ zurück. In mehr als sechsmonatiger Arbeit entstand diese LP, auf der sie sogar als Komponistin in Erscheinung trat. Die Plattenfirma fand, dass die Produktion nicht radiotauglich sei. So wurde der Komponist Hans Blum beauftragt, als Ergänzung zum bereits fertiggestellten Album etwas Einprägsames zu schreiben. Das schlagerhafte Lied „Der alte Wolf“ war das Ergebnis und erschien als Single. Philips (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Die Plattenfirma schrieb: „Das neue Knef-Album ist da. Eine LP mit Chansons und Songs, die Welthits wurden und die bis heute nicht vergessen sind. Hildegard Knef interpretiert sie neu. Setzt neue Akzente, neue Pointen. „Überall blühen Rosen“ ist eine LP, die so nur die Knef gestalten konnte, mit Engagement, Härte, Melancholie und Lebensklugheit. Mit Humor und Gefühl.“ Der musikalische Bogen spannte sich von Édith Piafs „La vie en rose“ bis zu Jacques Brels „Amsterdam“. Philips (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Die LP „Heimweh-Blues“ war auf besondere Weise mit Berlin verbunden. Der Karikaturist Hans Kossatz zeigte in einer Ausstellung behutsam-genaue, so heiter-lapidare Bilder der Stadt. Es entstand die Idee zum „Heimweh-Blues“ in Buchform mit Bildern von Kossatz und Texten von Hildegard Knef. Für die LP arbeitete man nicht mit traditionellen Orchesterleitern, sondern gewann den Pop-Musiker Harold Faltermeyer, der später mit "Axel F." international erfolgreich werden sollte. Philips (Coverscan) - Bild in Detailansicht öffnen
Der in Europa kaum bekannte amerikanische Folksänger Glenn Yarbrough nahm 1987 mit Hildegard Knef das Duett „Ways of love“ auf. Man vermutet, dass Yarbrough eine Art Notlösung darstellte, da die Knef kurz zuvor geäußert hatte, eine Platte zusammen mit Joe Cocker aufzunehmen, was sich als heiße Luft entpuppte. Hinter all dem stand Ralph Siegel, bei dessen Firma Jupiter-Records die Platte erschien. Er ließ sogar eine ganze LP mit den beiden Künstlern aufnehmen, die aber nie veröffentlicht wurde. Jupiter Records (Coverscan) Bild in Detailansicht öffnen

„Der Anfang ist in allen Sachen schwer“ - mit Goethes Prolog weihte sie im November 1945 das Schlossparktheater in Berlin-Steglitz ein.

"Englisch, Büchsen öffnen und Geduld"

Bereits kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs hatte sie im zerbombten Berlin als Theater- und Filmschauspielerin Furore gemacht und galt als der erste deutsche Nachkriegsstar. Durch ihre Mitwirkung im Film „Die Mörder sind unter uns“ wurde sie auch international populär. 1948 verließ sie Deutschland - Hollywood lockte. Sie lernte Marlene Dietrich kennen und traf Marilyn Monroe, mit der sie sich über Rainer Maria Rilke und Thomas Mann austauschte. Der große Durchbruch ließ jedoch auf sich warten. 1950 kehrte sie nach Deutschland zurück. Bei ihrer Ankunft wurde sie von Journalisten gefragt, was sie in den USA gelernt habe: „Englisch, Büchsen öffnen und Geduld.“

Hildegard Knef mit Rosen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Roedel / Keystone)
Hildegard Knef bei einer Pressekonferenz (1969) picture alliance / Roedel / Keystone

"Ich kann nicht singen"

Während in Deutschland Hildegard Knef bei einer im „Spiegel“ veröffentlichten Meinungsumfrage überaus schlecht abschnitt, stand sie in Amerika für den Film „Schnee am Kilimandscharo“ neben Gregory Peck vor der Kamera. Obwohl sie selbst den Film als oberflächlich und grauenvoll bezeichnete, eröffnete ihr dieses Engagement ganz andere Möglichkeiten. Der amerikanische Komponist Cole Porter bestand darauf, dass sie im Film zwei Lieder von ihm singen musste, die in der Endfassung jedoch wieder herausgeschnitten wurden. „Ich kann nicht singen“ sagte sie damals zu Porter. Dieser war jedoch anderer Ansicht…

„Die größte Sängerin ohne Stimme“.

Ella Fitzgerald über Hildegard Knef

Hildegard Knef - Frühes Interview in der ARD Mediathek

Die Schuhe der Garbo

Er sorgte dafür, dass Hildegard Knef die Hauptrolle der Ninotschka in seinem Broadway-Musical „Silk Stockings“ übernahm. Die Anfänge standen unter keinem guten Stern und die Proben erwiesen sich als nervenaufreibend. Während den ersten Voraufführungen erkrankte Hildegard Knef an Masern. Sie spielte trotzdem, die Krankheit wurde verheimlicht. Es wurde ein triumphaler Erfolg. In feuerroten Riesenbuchstaben stand 1954 ihr Name über dem Portal des New Yorker Imperial-Theaters, Tag für Tag war das Haus bis auf den letzten Platz ausgebucht. Innerhalb von zwei Jahren spielte sie in 675 Aufführungen. Eine amerikanische Zeitung berichtete: „Hildegard Neff schlüpfte in die Schuhe der Greta Garbo und läuft damit davon.“

Unter dem Namen „Hildegard Neff“ trat sie - der leichteren Aussprache wegen - im Ausland auf. Bei ihrer Ankunft in Hollywood hatte der amerikanische Filmproduzent David O. Selznick darauf bestanden. Vehement hatte sie sich dagegen gewehrt, allerdings erfolglos. Den Namen zu hören empfand sie als „Konfrontation mit einer Niederlage“.

Die Knef textete Kurzgeschichten

Schwarz-weiß-Bild einer singenden Frau (Foto: Imago, Imago/Roba/SiegfriedxPilz -)
Hildegard Knef in "Musik aus Studio B" Imago Imago/Roba/SiegfriedxPilz -

1962 startete sie in Deutschland eine Sangeskarriere und ging auch hier neue Wege. Ihre Lieder waren eine Mischung aus Schlager und Chanson, hinzu kamen eine Prise Jazz und Swing, später sogar Rockelemente. Sie begann, selbst zu texten, was beim Publikum sehr gut ankam. „Ich habe immer versucht, Texte zu schreiben, die ein bisschen auch eine Kurzgeschichte sind.“ Zwei erfolgreiche Tourneen durch Deutschland bestätigten ihre musikalische Arbeit und Hildegard Knef äußerte zufrieden: „Zum ersten Mal in meinem Leben verdiene ich Geld.“

„Beim Arbeiten war sie ein Superprofi und trotzdem war die Atmosphäre immer leger und voller Humor. Allerdings konnte sie auch „stachelig“ sein, z. B. wenn ich mit Hilde probte und ihr Ehemann David Cameron ins Zimmer kam. Da konnte es vorkommen, dass sie ihn mit der Bemerkung, er solle sich gefälligst weiter im Garten nützlich machen, hinauswarf. Später wurde er ihr Schallplattenproduzent.“ (Gert Wilden, Komponist und ihr musikalischer Leiter).

Mit "Der geschenkte Gaul" wurde Hildegard Knef zur anerkannten Autorin

Bereits 1964 hatte sie begonnen, eine Autobiographie zu schreiben. Die Schilderung ihres Lebens betitelte sie mit „Der geschenkte Gaul“. Ihr Buch, so sagte sie immer wieder, soll ein Spiegel ihrer Generation sein - es wurde zum Welterfolg. „Die besten Einfälle dazu habe ich in der Badewanne oder abends beim Rotwein“ verriet sie in einem Interview. „Ich schreibe, wie ich spreche.“ Damit startete sie eine dritte Karriere als Autorin, die sie Mitte der 1970er mit einem Bericht über ihre Krebserkrankung („Das Urteil“) fortsetzte, der für kontroverse Diskussionen in der Öffentlichkeit sorgte.

Krankheiten haben ihr Leben von Kindesbeinen an immer wieder überschattet. Bereits in den 1970er Jahren berichtete eine Zeitung: „Sie hat so viel Operationen hinter sich, wie sie Filme gemacht hat: 57.“ Am Ende hatten ihr die Krankheiten die Kraft geraubt. Bei ihrem letzten TV-Auftritt sagte sie: „Ich habe gar keine Lust zu kämpfen, dauernd zu kämpfen“. Nach einem Lungenkollaps im Mai 2001 wurde ein Sauerstoff-Gerät ihr ständiger Begleiter. Am 01. Februar 2002 verstarb sie im Alter von 76 Jahren an einer akuten Lungenentzündung.

Anlässlich des 90. Geburtstags haben Künstler und Ensembles der Gegenwart wie z. B. Mark Forster, Jupiter Jones oder die Phantastischen Vier einige Lieder von Hildegard Knef neu aufgenommen und als Hommage unter dem Titel „Für Hilde“ herausgebracht. Beweis dafür, wie zeitlos ihre Lieder sind und auch nachfolgende Generationen noch ansprechen. Eine Verbeugung vor der Grand Dame des Chansons, die so vielen Menschen Freude bereitet hat.

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