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Das Kulturleben steht wegen des Corona-Lockdowns schon lange still. Kneipen, Theater und Konzertsäle sind geschlossen.

Viele Künstler, auch die aus unserer Region, nutzen diese Zeit für neue Songs oder Produktionen. Und die möchten wir hier in loser Reihenfolge vorstellen. Heute hat sich SWR4 Reporter Henry Barchet mit der Sängerin und Tourneeoper-Intendantin Tanja Hamleh aus Schwetzingen über ihre neue CD "Pop trifft Klassik" unterhalten.

Für ihre neue CD hat Tanja Hamleh dreizehn Titel ausgewählt, um sie dann als Klassikversionen aufzunehmen. Dafür hat sich die Künstlerin mit fast allen Stilarten der modernen Unterhaltungsmusik auseinander gesetzt. Berührungsängste dürfe man dabei keine haben, so die Sängerin.

Und so wurde aus Nik P.s Titel "Ein Stern" eine Hymne, die bei jeder Hochzeit für einen feierlichen Moment sorgen könnte. Auch Titel von Sarah Connor, Andreas Bourani oder den Sportfreunden Stiller singt Tanja Hamleh in einer Klassikversion. Wichtig war der Sängerin dabei, dass die Texte gut sind und durch ihre Version eine noch stärkere Bedeutung bekommen.

Tanja Hamleh (Foto: SWR)

Die CD-Produktion ist für Tanja Hamleh ein Lichtblick in den vergangenen Monaten, denn wie andere Künstler auch ist sie von den Pandemie-Beschränkungen betroffen, nicht nur als Sängerin, sondern auch als Intendantin der Tourneeoper: Normalerweise tritt Tanja Hamleh mit ihrem Ensemble in Schulen auf, um Kinder an die Oper und die klassische Musik im Allgemeinen heranzuführen.

Über 300 Vorstellungen hat sie schon geschoben oder abgesagt und viele der Schauspieler und Sänger ihres Ensembles mussten sich umorientieren, um ihr Leben bestreiten zu können. Einige davon, so Hamleh, werden wohl nach Corona nicht mehr zur Verfügung stehen.

Deshalb hat der Titel "Tage wie dieser" von den "Toten Hosen" für Tanja Hamleh eine besondere Bedeutung: Er drückt den Wunsch nach einer besseren Zukunft, nach Ausgelassenheit, Feiern und nach Miteinander aus.

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