STAND

Seit 36 Jahren kümmert sich Albert Schreck um das "Grüne" rund um die Schauenburg, eine Burgruine am Dossenheimer Steinbruch.

Wer auf die Schauenburg hoch läuft, der trifft mit großer Wahrscheinlichkeit auf Albert Schreck, den "Burggärtner" aus Dossenheim. Fast täglich schaut der 82-Jährige dort nach dem Rechten, pflegt die Wiese, schneidet Hecken, pflanzt Bäume, sorgt dafür, dass die Wege frei und begehbar sind und stellt Schilder auf. Und das seit 36 Jahren.

Albert Schreck (Foto: SWR, Rosa Omeñaca)
Rosa Omeñaca

Jeder im Ort schätzt Schrecks Engagement. Geboren und aufgewachsen ist der Kurpfälzer mit dem großen Herz für die Natur, die Menschen und seine Heimat in Dossenheim als jüngster von zwei Geschwistern. Seine Kindheit war vom Krieg geprägt. Doch Albert Schreck ist eine Frohnatur und wenn man ihn erzählen hört, erscheint alles ganz einfach, unproblematisch.

Albert Schreck lacht gerne, scherzt und denkt immer positiv, auch wenn das Leben für ihn nicht immer einfach war. Seine Frau, ein Dossenheimer Mädchen, so Schreck liebevoll, habe neun Jahre zu Hause im Koma gelegen und er habe sich um sie gekümmert.

Albert Schreck (Foto: SWR, Rosa Omeñaca)
Rosa Omeñaca

Der Weg zur Burg, so wie er jetzt aussieht, das ist Albert Schrecks Werk. Und das wissen die Bürger der Gemeinde zu schätzen. Als Zeichen dafür hat jemand ein Schild mit der Bezeichnung "Alfred Schreck-Weg" angebracht. Darüber hat sich Schreck sehr gefreut, und das Schild darf auch bleiben, so der Bürgermeister der Gemeinde.

Mit seinen 82 Jahren ist Albert Schreck fit wie ein junger Spund. Und sollte das mal nicht so sein, legt er seine Wege auch mit E-Bike, Roller oder Quad zurück - das aber eigentlich eher aus Spaß. Mit Sport hat Albert Schreck nicht so viel am Hut, er halte sich ja durch Arbeit fit. Und das soll auch so lange wie irgend möglich so bleiben, schließlich will er sich weiterhin um die Burg kümmern und die Menschen, die sie besuchen.

SWR Reporterin Rosa Omeñaca hat sich mit Albert Schreck unterhalten.

STAND
AUTOR/IN