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Zwangsdoping in der DDR – Vom Staat zum Siegen verdammt

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AUTOR/IN
Marcus Schwandner

Hinter der Nummer 14.25 verbirgt sich ein Staatsplan der ehemaligen DDR. Er war Grundlage dafür, dass Tausende Nachwuchsathleten, viele von ihnen Kinder und Jugendliche, zwangsweise mit männlichen Sexualhormonen gedopt wurden – ohne ihr Wissen.

Die Folge: überproportional viele Medaillen bei insgesamt fünf Olympischen Spielen; aber sehr viele, sehr stark geschädigte Menschen, die heute noch unter massiven gesundheitlichen Folgen leiden.

Das Besondere am DDR-Doping: Es wurde von oben verordnet. Die juristische Aufarbeitung verläuft bis heute schleppend und für viele Opfer unbefriedigend.

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München wollte 27 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ein neues Deutschland präsentieren – heiter und offen. Doch die Terroranschläge machten aus dem Sportfest eine Tragödie.  mehr...

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