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Wundermittel Musik – Schlauer und sozialer, fröhlicher und gesünder

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AUTOR/IN
Sonja Striegl
ONLINEFASSUNG
Ralf Kölbel

Tanzen, Musizieren und Singen machen nicht nur Spaß und setzen Glückshormone frei, sondern schützen auch vor Demenz. Die Effekte der Musik sind vielfältig.

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Acht Millionen Deutsche singen und spielen in einer Band oder einem Orchester. Glaubt man Zeitungsberichten, dann sind sie intelligenter und sozialer als Menschen, die keine Musik machen. Denn: Wer regelmäßig musiziert, lernt sich in eine Gruppe zu integrieren, fördert das kognitive Denken, stärkt sein Immunsystem, hebt die Stimmung und beugt Altersdemenz vor. Doch die gemessenen Effekte sind teilweise umstritten und individuell verschieden. Erwiesen ist mittlerweile, dass das reine Hören von Musik keine dauerhafte Wirkung auf den Intelligenzquotienten hat. Wer Mozart nur lauscht, wird dadurch nicht schlauer, allenfalls sanfter.

Die wichtigsten Wirkungen der Musik bzw. des Musizierens

  • Forscher haben nachgewiesen, dass sich musizierende Kinder besser in andere Menschen einfühlen können. Außerdem werden sie sich untereinander sympathischer und werden auch von anderen Klassenkameraden als sympathischer wahrgenommen.
  • Musizieren verändert und trainiert das Gehirn. Es ist mit bildgebenden Verfahren sofort zu erkennen, ob jemand viel Musik macht oder nicht.
  • Kinder, die selbst musizieren haben erheblich weniger Sprachentwicklungsstörungen als Kinder, die sich nicht mit einem Musikinstrument beschäftigen. Ähnliches gilt für Kinder mit Rechenstörungen, Dyskalkulie genannt.
  • Ein Instrument lernt man besser in jüngeren Jahren. Wer das Spielen eines Instrumentes in jungen Jahren trainiert hat, kann diese Abläufe auch nach Jahre langer Pause wieder reaktivieren.
  • Wer lustvoll musiziert oder in einem Chor singt, baut Stress ab und aktiviert sogar sein Immunsystem. Verschiedene Studien haben mittlerweile nachgewiesen, dass die Konzentration des Immun-Eiweißes Immunglobulin A im Speichel von Sängern nach einer Chorprobe erhöht ist. Auch Glückshormone stärken das Immunsystem. Wer also etwas für seine Gesundheit tun möchte, der sollte regelmäßig in Gemeinschaft singen.
  • Auch das einfache Hören von Musik kann auf den Organismus wirken: Es reduziert Stress, macht glücklich und verbessert das Gedächtnis. Als angenehm empfundene Musik führt dazu, dass im sogenannten limbischen System, den Belohnungszentren im Gehirn, Substanzen ausgeschüttet werden, die sagen, das machst du gerade gut, du machst gerade was Gutes, weiter so. Und diese Substanzen haben nicht zufälligerweise einen unmittelbaren Einfluss auf unser Gedächtnis.

Produktion 2008

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