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Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835) steht bis heute für ein "humanistisches Bildungsideal" im Sinne einer künstlerisch-wissenschaftlichen, kosmopolitischen und empathischen Neugier an der Welt. Geweckt wurde dieses Interesse u. a. durch den Hauslehrer Johann Heinrich Campe, der den Brüdern Wilhelm und Alexander fremde Sprachen und Kulturen nahebrachte.

Wilhelm von Humboldt setzte sich nach 1800 für eine umfassende Schulreform ein und gründete 1809 die Berliner Universität. Trotz dieses Verdienstes ruft sein Name bis heute auch eine ambivalente Reaktion hervor, als "Universalgenie" mit etwas hausbackener, bildungsbürgerlicher Note. Über dem Bildungsaspekt wird oft vergessen, wie sehr sich der adlige Reformer mit Familiensitz in einem Berliner Schloss für eine liberale Gesellschaft im Sinne der Französischen Revolution einsetzte.

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