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 schnarchender/schlafender Mann

Die Welt in Zahlen: 492 Schlafdauer der Deutschen

492 Minuten, also acht Stunden und zwölf Minuten, schlafen die Deutschen durchschnittlich pro Tag. Sagt eine länderübergreifende OECD-Studie.

Fast genau bei diesem Mittelwert liegen altersmäßig Menschen zwischen 45 und 64. Mit zehn Minuten weniger müssen die 30- bis 44-Jährigen auskommen. Da rauben wohl die "lieben Kleinen" ihren Eltern ein bisschen vom Land der Träume. Doch immer Vorsicht bei solchen Zahlen! Andere Studien liefern andere Werte. Schlafmedizinern aus Regensburg zufolge geht der Durchschnittsdeutsche um 4 Minuten nach 11 abends ins Bett und steht um 6.18 Uhr morgens auf, macht abzüglich einer Viertelstunde Zeit zum Einschlafen: 6 Stunden 59 Minuten. Das ist eine gute Stunde weniger Schlaf.

Viele Schlafunterbrechungen

Ob nun sieben oder acht Stunden - entscheidend daran ist, dass sich die Menschen im Durchschnitt den Schlaf holen, den sie laut Schlafmedizin auch brauchen. Und das sind - je nach ganz individuellen Unterschieden - zwischen sechs und neun Stunden. Interessant ist, dass wir zwischen Weckerstellen und Weckerklingeln rund 28 Mal in der Nacht aufwachen. Allerdings immer nur weniger als drei Minuten. Und so etwas vergisst unser Gehirn ganz einfach, sagt der Schlafforscher Jürgen Zulley. Wir erinnern uns deshalb nicht daran.

Ein sichtlich müder und angspannter Mann reibt sich am Morgen seine Augen.

Der moderne Lebenswandel hat mitunter einen negativen Einfluss auf unseren Schlaf

Schäfchen zählen bringt nichts

Was wissen andere Studien noch? Die Deutschen bevorzugen eine bestimmte Schlafstellung, nämlich die auf der Seite. Mit angezogenen Knien nennt sie sich "Fötuslage". 68 Prozent der Befragten schlafen am liebsten auf der Seite, 17 Prozent auf dem Bauch, 7 Prozent auf dem Rücken. Bleiben nach Adam Riese 8 Prozent, die sich offensichtlich nicht entscheiden können oder die Positionen irgendwie dauernd wechseln. Wenn das Einschlafen schwierig wird, greifen 46 Prozent nach einem Buch, nur 5 Prozent zählen Schäfchen. Laut Wissenschaftlern der Universität Oxford taugt das auch nicht als Einschlafhilfe. Denn: Schäfchen zu zählen sei so monoton und langweilig, dass sich dabei ganz unvermeidbar Gedanken einschleichen, die einen ablenken.

Schlafendes Baby

Die meisten Menschen sind Seitenschläfer

Schlafanzug beliebt

Erkundet wurde auch, was denn die Deutschen am Leib tragen, wenn sie schlummern. 5 Prozent von ihnen nichts, sie schlafen nackt, vor allem Männer. Hochbeliebt ist der Schlafanzug - 47 Prozent - der Rest entfällt auf Unterwäsche, Nachthemd und T-Shirt. So, genug Zahlen. Sonst wird das hier wie Schäfchenzählen und Sie schlafen mir trotzdem ein.

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