SWR2 Wissen Fluch der sauberen Energie

Wasserkraft am Mekong

Von Thomas Kruchem

Dauer

Südostasien beginnt, das gewaltige Wasserkraftpotenzial des Mekong und seiner Nebenflüsse zu nutzen: Dutzende Staudämme sind gebaut, 200 weitere geplant. Doch Kambodschaner und Laoten decken den Löwenanteil ihres Eiweißbedarfs mit Fisch aus dem Mekong. Die Staumauern hindern die Tiere an der Wanderung zu ihren Laichplätzen - die Bestände gehen zurück. Zugleich blockieren die Dämme den Sedimenttransport und gefährden das Mekong-Delta in Vietnam, das eine Viertelmilliarde Menschen mit Reis versorgt. Energie- und Baukonzerne, Banken, Industrie und Großlandwirtschaft profitieren vom Staudammbau. Bauern und Fischer verlieren ihre Lebensgrundlage.

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