Klimawandel

Waldbrände in der Türkei: Bienen finden keine Nahrung

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In der Türkei brennen seit Wochen die Wälder. Imker haben jetzt das Problem, dass ihre Bienen keine Nahrung mehr finden. Honig wird es erstmal keinen geben.

Einen Zusammenhang der Brände mit dem Klimawandel sehen viele Menschen in der Türkei nicht.

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Weniger Regen, ein Hitzesommer mit vielen Toten, Ernteausfälle. 2021 waren die Folgen des Klimawandels an der US-Westküste deutlich zu sehen und zu spüren. Dürre und Hitze vom Sommer haben sogar Auswirkungen auf Weihnachten.  mehr...

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Gespräch Waldbrände im Mittelmeerraum – Nutzung macht Landschaft brennbarer

Unmittelbare Ursache für die verheerenden Waldbrände im Mittelmeerraum ist die Großwetterlage, nicht der Klimawandel. Das erklärt der Feuerökologe Johann Georg Goldammer vom Max-Planck-Institut Freiburg im Gespräch mit SWR2. „Da ist es vor allem wichtig, dass die Luft nicht nur warm und heiß, sondern auch sehr trocken ist“, so Goldammer wörtlich zur enormen Ausbreitung der Brände.
Der Experte verweist zudem auf die geänderte Landnutzung. Es handele sich um Flächen, die bis vor kurzem für Intensivlandwirtschaft genutzt worden seien und wenig brennbar waren. Durch die Landflucht der Bevölkerung unterlägen sie jedoch einer „ökologischen Sukzession“; Büsche und Bäume seien gewachsen. „Das macht diese Landschaft sehr viel brennbarer“, gibt Goldammer zu bedenken.
Grundsätzlich sieht der Waldbrandexperte die Einsatzkräfte in Griechenland, Türkei und Italien gut ausgerüstet für Feuerkatastrophen. Doch sei deren Zahl dieses Jahr einfach zu groß. Ähnliches gelte auch für Deutschland, wo man auf die Warnsignale des Jahres 2018 reagiert habe. „Die haben sich in den letzten Jahren doch schon besser vorbereitet“, meint Goldammer über die Bemühungen des Katastrophenschutzes. Für Extremsituationen gelte das jedoch nicht, warnt er: „Wenn wir nochmal solche Trockenlagen bekommen, dann werden wir schon Probleme haben“.
Prof. Johann Georg Goldammer war der erste europäische Professor für Feuerökologie. Er leitet das Global Fire Monitoring Center und die Arbeitsgruppe Feuerökologie am Max-Planck-Institut für Chemie an der Universität Freiburg.  mehr...

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Trockenheit Waldbrandexperte: „Das ist kein normaler Waldbrandsommer“

Es brennt: In Griechenland, Italien, der Türkei, den USA, in Deutschland, eigentlich überall, wo es sehr trocken und heiß ist. Nicht nur die Zahl, auch die Intensität der Brände ist neu. Was kann man konkret gegen Waldbrände tun und wie lassen sie sich verhindern?
Martin Gramlich im Gespräch mit Alexander Held, Waldbrandmanager am European Forest Institute  mehr...

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Wald und Bäume: aktuelle Beiträge

Klima Bilanz: Wie war das Jahr 2021 für den Wald?

Waldzustandsberichte fielen 2021 in der Regel schlecht aus – dabei war das Jahr eher regenreich. Trotzdem reicht die Verschnaufpause nicht, damit sich der Wald von Trockenheit und Hitze erholt. Wie können wir unsere Wälder also besser schützen?
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Gespräch Der Hitze entkommt man nicht – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird

Wie wird der Klimawandel unser Leben verändern? Zusammen mit Nick Reimer gibt der Journalist Toralf Staud die erschreckende, aber absolut wichtig zu realisierende Antwort in dem Buch „Deutschland 2050“  mehr...

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Right Livelihood Award Alternativer Nobelpreis an indische Organisation LIFE: kämpft vor Gericht gegen Waldzerstörung

Vier Preisträger*innen aus der ganzen Welt werden am 1. Dezmber 2021 in Stockholm mit dem Right Livelihood Award, dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Darunter auch die indische Organisation LIFE. Sie unterstützt Gemeinden, die verhindern wollen, dass ihre Wälder abgeholzt werden.  mehr...

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Bienen: aktuelle Beiträge

Leben Der besondere Blick auf die Natur - Was wir von Imkern lernen können

Früher galten Imker als seltsame Heilige. Wortkarge bäuerliche Gesellen. Heute sind Imker moderne Menschen, Städter vor allem, darunter viele junge Leute (SWR 2019). Von Ulla Lachauer  mehr...

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Artenschutz Die Ur-Biene – Neue Lebensräume für eine bedrohte Art

Die Ur-Biene ist eine Europäerin. Seit der letzten Eiszeit befruchtet die „Dunkle Europäische Biene” in Europa Blütenpflanzen. Doch die Imkerei mit modernen ertragreichen Honigbienen hat die Ur-Biene fast verdrängt. Um sie vor dem Aussterben zu bewahren, gestalten Bienenzüchter*innen Landstriche neu und fertigen artgerechte Behausungen. Denn: Die Wildbiene ist robust, passt sich gut an Klimaveränderungen an und trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Von Stephanie Eichler. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/ur-biene | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen    mehr...

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