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Social Media gab es schon 1992, zumindest in Ansätzen. Auf der Kasseler documenta nahm das Künstlerkollektiv „Van Gogh TV“ mit seinem Medienexperiment „Piazza Virtuale“ viele Elemente der Netzkultur von heute vorweg. Hundert Tage lang wurde sieben Stunden täglich Programm gemacht.

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Per Telefon, Modems, Minitels oder Bildtelefon konnten Zuschauer*innen von 3sat das Programm mitgestalten: live, interaktiv, global. Auch negative Begleiterscheinungen tauchten auf, wie Shitstorms, Trolle oder Cybersex.

„Piazza Virtuale“ war visionär, es kam zu früh, meint Benjamin Heidersberger von „Van Gogh TV“. Die Hochschule Mainz und die Uni Bonn haben nicht nur wissenschaftlich publiziert, sondern erarbeiten auch eine Multimedia-Produktion und eine Ausstellung für die Öffentlichkeit.

Netzkultur Ruf nicht an, schreib' lieber 'ne Karte: Postcrossing

Die Postkarte aus dem Urlaub ist nicht nur in Zeiten von Corona ein seltener Ausdruck von Verbundenheit: Seit jeder über Social Media überall erreichbar und die Ferne damit nah ist, hat der handgeschriebene Gruß auf Papier Seltenheitswert. Doch dank der Online-Plattform „Postcrossing“ erfährt die Postkarte gerade eine Renaissance.  mehr...

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Netzkultur Instagram-Account „Antiflirting“ kämpft gegen sexuelle Gewalt im Netz

Grenzüberschreitende Anmachsprüche, ungewollte Nacktfotos und Vergewaltigungsandrohungen: Für viele Menschen, vornehmlich Frauen, gehört das alles zum digitalen Lebensalltag. Um diese Missstände öffentlich zu machen, haben zwei Studentinnen aus Wien den Instagram-Account „Antiflirting“ gestartet.  mehr...

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