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"Unwertes Leben" – Kindstötungen im Dritten Reich

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Etwa 10.000 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder schweren Erkrankungen wurden während des Nationalsozialismus umgebracht. Häufig wurden sie in spezielle "Kinderfachabteilungen" von Krankenhäusern gesteckt und begutachtet. Dort stuften die Ärzte viele von ihnen als "nicht lebenswert" ein. Anschließend wurden die Kinder entweder aktiv umgebracht oder schlicht nicht behandelt, sodass sie starben. Die Angehörigen erfuhren die wahren Todesursachen nicht. Von hunderten Kindern wurden zudem die Gehirne entnommen und seziert.

Seit einigen Jahren erforschen Fachleute Details dieser Tötungsmaschinerie. Viele Angehörige erfahren erst jetzt, was damals wirklich passiert ist.

Totgeschwiegene Familiengeschichte Wie die Nazis meinen Opa umbrachten – eine totgeschwiegene Familiengeschichte

In der Familie von Julia hat niemand über ihren Großvater gesprochen, der 1941 starb. Was sie herausfindet, erschüttert die ganze Familie: Ihr Opa war Opfer der NS Euthanasie.  mehr...

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Erinnern ohne Grab? Paul Gidius' Mutter und die NS-Euthanasie

Paul Gidius war zehn Jahre alt, als seine Mutter Opfer der NS Euthanasie wurde. Er kann mit ihrem Tod keinen Frieden schließen - auch weil er keinen Ort des Gedenkens hat.  mehr...

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26.7.1933 Ministerialrat Arthur Gütt über Zwangssterilisation

26.7.1933 | Bereits kurz nach ihrer Machtergreifung im Januar 1933 legten die Nationalsozialisten die Pläne für ein "rassenreines" Deutsches Reich vor. Zu den Kernideen gehört das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", vornehmlich erdacht und konzipiert von dem Mediziner und Ministerialrat im Innenministerium Arthur Gütt. In dieser Rundfunkansprache vom 26. Juli 1933 entwickelte Gütt die Nationalsozialistische Rassenpolitik aus medizinischer Perspektive. Menschen ohne ihre Einwilligung unfruchtbar zu machen, nur weil sie einer anderen "Rasse" als der gewünschten angehören, ist laut Gütt eine "Tat der Nächstenliebe".  mehr...

Geschichte: aktuelle Beiträge

NS-Verbrechen Klaus Barbie – Grausamer Nazi und US-Agent

Klaus Barbie war als „Schlächter von Lyon“ berüchtigt – ein besonders grausamer Gestapo-Folterer. Außerdem veranlasste er die Deportation der „Kinder von Izieu“ nach Auschwitz, worüber Reinhard Mey ein berührendes Lied schrieb. Nach dem Krieg diente Barbie dem US-Geheimdienst und wurde erst mit einem Trick gefasst, nachdem er nach dem Zweiten Weltkrieg lange unbehelligt in Bolivien gelebt hatte. Von Rainer Volk | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/klaus-barbie| Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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Chemie Vor 100 Jahren: Explosionskatastrophe im BASF-Werk Oppau

Am 21.9.1921 kam es im BASF-Werk im Ludwigshafener Stadtteil Oppau zur Katastrophe: Ein Silo mit chemischen Dünger explodierte, im Spiel war auch Ammoniumnitrat. Bei der Explosion starben mehr als 500 Menschen. Der Knall war bis nach München zu hören.  mehr...

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11. September 2001 9/11 – Als Terror zum Medienevent wurde

11. September 2001: Erstmals erlebt ein weltweites Publikum eine Katastrophe live im Fernsehen. Die Terroranschläge haben die Medienwelt verändert – in vielerlei Hinsicht. Zum ersten Mal konnte ein globales Publikum eine Katastrophe live mitverfolgen. Von Marisa Gierlinger. | Damals betraf es nur Radio und Fernsehen – inzwischen verstärken Soziale Medien die mediale Wirkung von Katastrophen. Der Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt beobachtet dabei auch den Effekt der „Ellbogen-Empathie“: Ein „Wettbewerb der Anteilnahme“, ausgelöst durch einen sozialen Druck durch Betroffenheitsgesten Mitgefühl zu zeigen. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/terror-medienevent | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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