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Gaskammern in ehemaligem Samariterstift

Im Januar 1940 bringt ein Bus mit verhüllten Fenstern die ersten Opfer ins ehemalige Samariterstift Grafeneck auf der Schwäbischen Alb: 25 Männer aus einer Heil- und Pflegeanstalt in München.

Auf dem Anwesen befindet sich eine als Dusche getarnte Gaskammer. Insgesamt 10.654 psychisch kranke und behinderte Frauen, Männer und Kinder werden in dem Schlossgebäude mit Kohlenmonoxid umgebracht.

Aktion T4: systematisches Mordprogramm

Das systematische Mordprogramm der "Aktion T4", das 1940 in Grafeneck beginnt, entfaltet auf zynische Weise Vorbildcharakter für den organisierten Massenmord in der NS-Diktatur.

Inklusives Theaterprojekt erinnert an Euthanasie-Opfer „Hierbleiben ... Spuren nach Grafeneck“

Keine leichte Aufgabe hat sich das Theater „Die Tonne“ in Reutlingen gestellt: Mit einem Theaterstück will es auf die Euthanasie-Morde in Grafeneck im Kreis Reutlingen während der Nazizeit hinweisen. Das Stück wird auf der Straße und mit Darsteller*innen, die teils auch eine Behinderung haben, aufgeführt.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Nationalsozialismus NS-Euthanasie – Die Schuld der Psychiater

70 Jahre danach! Erst seit Kurzem arbeitet die Psychiatrie in Deutschland ihre Verstrickung ins Euthanasie-Programm des Nazi-Regimes auf. Die Ärzte waren keineswegs nur Befehlsempfänger.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Nationalsozialismus "Unwertes Leben" – Kindstötungen im Dritten Reich

Etwa 10.000 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder Erkrankungen wurden während des Nationalsozialismus umgebracht. Angehörige erfahren erst jetzt, was wirklich passiert ist.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Leben Erinnern ohne Grab?

Paul Gidius war zehn Jahre alt, als seine Mutter Opfer der NS Euthanasie wurde. Er kann mit ihrem Tod keinen Frieden schließen - auch weil er keinen Ort des Gedenkens hat.  mehr...

SWR2 Leben SWR2

26.7.1933 Ministerialrat Arthur Gütt über Zwangssterilisation

26.7.1933 | Bereits kurz nach ihrer Machtergreifung im Januar 1933 legten die Nationalsozialisten die Pläne für ein "rassenreines" Deutsches Reich vor. Zu den Kernideen gehört das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", vornehmlich erdacht und konzipiert von dem Mediziner und Ministerialrat im Innenministerium Arthur Gütt. In dieser Rundfunkansprache vom 26. Juli 1933 entwickelte Gütt die Nationalsozialistische Rassenpolitik aus medizinischer Perspektive. Menschen ohne ihre Einwilligung unfruchtbar zu machen, nur weil sie einer anderen "Rasse" als der gewünschten angehören, ist laut Gütt eine "Tat der Nächstenliebe".  mehr...

Schwäbische Alb

Geschichte "Die Panzer kamen vom Schwarzwald her" – Das Ende des Zweiten Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Zeitzeugen zurück. Wie wichtig lokales Gedenken an nationalsozialistisches Unrecht ist, erläutern Archivare, Historikerinnen und Militärforscher.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Gönningen

Wirtschaftsgeschichte Die Samenhändler an der Schwäbischen Alb – Von Gönningen in die Welt

Der russische Zar oder amerikanische Bauern – ihre Pflanzensamen bekamen sie aus Gönningen. Die Dorfbewohner wanderten in alle Welt und schrieben Weltwirtschaftsgeschichte.  mehr...

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