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Tee in der Weltgeschichte (2/2) – Teekriege und die Macht der Tee-Nationen

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Gábor Paál
Gábor Paál (Foto: SWR, Oliver Reuther)

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Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Silber knapp wird, bezahlen die Briten ihren Tee in China indirekt mit Opium – das geht nicht gut. Der Opiumkrieg mit dem chinesischen Kaiserreich verändert einiges. Indien wird zum Teegarten der Welt und neuartige Schnell-Segelboote rasen über die Weltmeere, immer auf der Jagd nach dem frischesten Tee.

Unterschätzt wird oft die Rolle der Vereinigten Staaten als Tee-Nation. Sie haben sich nach der Unabhängigkeit keineswegs vom Tee losgesagt und dem Kaffee zugewandt. Sie sind nur vom Schwarzen zum Grünen Tee umgeschwenkt.

Weltmeister im Teetrinken sind heute aber die Ostfriesen. Die Ostfriesische Teekultur gehört inzwischen zum immateriellen Welterbe. Doch wie kam das eigentlich? Die Geschichte, die die Quellen erzählen, klingt etwas anders als die, die man sich in Ostfriesland erzählt.

Was auch wenige wissen: Im Zweiten Weltkrieg spielte Tee eine wichtige psychologische Rolle für die britischen Soldaten an der Front und galt als heimliche "Waffe" gegen die Nazis.

Mehr Teewissen

Die Stadt Darjeeling. (Foto: SWR, Gábor Paál)
Die Stadt Darjeeling liegt auf 2000 m Höhe. Einst war sie eine Bergstation der britischen Kolonialverwaltung, heute eine quirlige Verwaltungsstadt auf einem Bergrücken. Gábor Paál Bild in Detailansicht öffnen
Ein typischer Teegarten in der indischen Provinz Darjeeling. Große Bäume spenden den notwendigen Schatten. Der Teeanbau geht hier auf das Jahr 1841 zurück, als der britische Botaniker Archibald Campbell mit chinesischen Teesamen seine ersten Experimente durchführte. Gábor Paál Bild in Detailansicht öffnen
Der letzte Tee-Klipper: Die Cutty Sark, heute in Museumsschiff im Hafen von Greenwich. Alain Schroeder Bild in Detailansicht öffnen
An Deck der Cutty Sark in Greenwich/London. Gábor Paál Bild in Detailansicht öffnen
Das Ostfriesische Teemuseum in der Stadt Norden. Es ist im Alten Rathaus am zentralen Platz der Stadt untergebracht und widmet sich Teekulturen weltweit. Die Ostfriesische Teekultur wurde 2016 von der deutschen Unesco-Kommission in das immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Gábor Paál Bild in Detailansicht öffnen
Das Boston "Tea Party Museum" erinnert an den Aufstand von 1773, bei dem sich die Patrioten gegen das Mutterland auflehnten und 342 Kisten Tee im Bostoner Hafen versenkten. Drei Jahre später erklärten die Kolonien ihre Unabhängigkeit - die USA waren gegründet. sainaniritu Bild in Detailansicht öffnen
Boston Tea Party 1773 - Aufstand gegen das Mutterland Großbritannien Mary Evans Picture Library Bild in Detailansicht öffnen
Bio-Teeanbau in Nepal. Die Anbauregion Ilam befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum indischen Darjeeling. Da Nepal im Gegensatz zu Indien keine indische Kolonie und lange isoliert war, hatte das Land wesentlich schlechtere Exportbedingungen. Der Tee wächst praktisch unter den gleichen Bedingungen wie in Darjeeling, darf aber nicht "Darjeeling" heißen, da der Name geschützt ist. Gábor Paál Bild in Detailansicht öffnen
Teegarten in Japan. Auch Japan hat eine lange Tee-Tradition, spielt im Export allerdings heute eine untergeordnete Rolle. Im 19. Jahrhundert hat Japan allerdings viel Tee in die USA exportiert. Im Gegensatz zu Teegärten etwa in Indien werden die Teeblätter heute maschinell geerntet - deshalb sehen sie so akurat geschnitten aus. Gábor Paál/SWR - SWR Bild in Detailansicht öffnen

Tee in der Weltgeschichte (1/2) Von der Seidenstraße bis zur Boston Tea Party

Tee gehört zu den Stoffen, die die Welt geprägt haben. Der Handel mit Tee verband Asien und Europa. Der Streit um Tee wiederum beschleunigte die Gründung der USA.

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Geschichte Museumsschiff Cutty Sark in London – das Zeitalter der Tea-Clipper

Ende des 19. Jahrhunderts war Tee noch ein Luxusprodukt, das auf ganz besonderen Schiffen, den Tea-Clippers, aus China ins britische Königreich geholt wurde. Einer der letzten – und berühmtesten – britischen Tea-Clipper ist die „Cutty Sark“, die als Museumsschiff in Greenwich liegt.

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Gesundheit Wie gesund ist Tee? – Mythen und Wahrheiten

Ständig erscheinen neue verheißungsvolle Studien: Grüner Tee sei gesund und beuge sogar Krankheiten wie Alzheimer und MS vor. Aber was ist wirklich dran?

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Ernährung Tee – Die Erforschung eines Heißgetränks

Soll man Grünen Tee wirklich nur mit 70° C heißem Wasser aufgießen? Und ist lang gezogener Tee wirklich beruhigend? Tee-Fakten und Tee-Forschung.

SWR2 Wissen: Feature am Feiertag SWR2

Tee-Wissen

Ernährung Ist grüner Tee "natürlicher" als schwarzer?

Heute wird oft gesagt, schwarzer Tee sei im Gegensatz zum Grünen "fermentiert", und daraus schließen manche, dass grüner Tee ursprünglicher oder eben "natürlicher" wäre. Das ist aber ein Trugschluss. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Teeanbau Ist Tee immer handgepflückt oder kommen auch Erntemaschinen zum Einsatz?

Der meiste Tee auf der Welt wird per Hand gepflückt, weil man von jedem Zweig nicht mehr als zwei bis drei Blätter abpflückt. Das können professionelle Pflückerinnen und Pflücker sehr gut, während es sehr schwer ist, diese Feinheiten einer Maschine beizubringen. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Teeanbau Warum ist Darjeeling-Tee so besonders?

Der wichtigste Faktor ist, dass in Darjeeling überwiegend die feinere chinesische Varietät der Tee-Pflanze angebaut wird, man sie aber überwiegend zu Schwarztee verarbeitet. Deshalb schmeckt schwarzer Darjeeling-Tee ganz anders als schwarzer Tee aus anderen Anbaugebieten.

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Gesundheit Ist grüner Tee wirklich so gesund?

Grüner Tee soll sehr gesund sein und gegen Alzheimer, Parkinson und sogar Krebs vorbeugen. Doch stimmt das wirklich? Die Beweislage ist ziemlich dünn. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Anregen oder beruhigen Wie lange sollte Tee ziehen? Wirkt lang gezogener Tee beruhigend?

Die bekannte Faustregel "drei Minuten anregend, fünf Minuten beruhigend“ ist eine starke Vereinfachung, aber immerhin stimmt der erste Teil des Satzes: Schon in den ersten drei Minuten löst sich das Koffein aus den Blättern; und die anregende Wirkung des Koffeins ist gemeinhin bekannt. Allerdings verschwindet das Koffein auch nicht, wenn der Tee länger zieht – und damit bleibt er auch nach fünf Minuten anregend im Sinne von wachhaltend. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

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Ernährung Sind Teebeutel aus Kunststoff gesundheitlich bedenklich?

Seit Jahren wird Tee verstärkt in Kunststoffbeuteln angeboten. Teebeutel wie früher aus einfacher Zellulose – also Papierfasern – gibt es zwar auch noch, aber immer weniger. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Kulturgeschichte Alles über Teekannen, -Tassen und -Stövchen

Das hat historische Gründe, die sich aus der traditionellen Zubereitung beider Heißgetränke herleiten. Kaffee wurde früher aufgekocht. Dabei schäumt er; deshalb die hohe Kaffeekanne. Die bauchigen Teekannen aber kamen mit ihrer Form der früher gängigen Tee-Zubereitungsart entgegen.

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Schwarztee und Grüntee Wie heiß sollte das Wasser beim Tee-Aufbrühen sein?

Ein oft gehörter Ratschlag lautet: Schwarzen Tee solle man mit kochendem Wasser übergießen, bei grünem Tee dagegen soll das Wasser nicht heißer sein als 60 bis 80 Grad. Doch die Meinungen darüber gehen auseinander.

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Umwelt Wie ist die Ökobilanz von Tee im Vergleich zu Kaffee?

Vergleicht man eine Tasse Tee mit einer Tasse Kaffee, dann ist die Ökobilanz des Tees mindestens drei- bis viermal besser. Schaut man sich zum Beispiel den Flächenverbrauch an, dann schneidet die Herstellung von Tee deutlich besser ab. Von Gábor Paál

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Geschichte Es war einmal Tee in Amerika

Historische Quellen belegen: Die USA waren früher eine große Tee-Nation. Ganz entgegen dem Klischee.

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Ernährung Entzieht Tee dem Körper Wasser?

Dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, hat man mal geglaubt, ist aber inzwischen überholt. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.