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Goldbergbau in Kolumbien, Kalk-Gewinnung in Indonesien durch HeidelbergCement: In armen Ländern wehren sich Menschen erfolgreich gegen Projekte, die ihr Wasser gefährden.

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Proteste auch in Baden-Württemberg

Im Mai 2017 berichtete der SWR über eine ungewöhnliche Aktion in Heidelberg: Vor der Zentrale des Weltkonzerns HeidelbergCement demonstrieren Frauen aus Indonesien – mit einbetonierten Füßen. „Wasser statt Beton“ rufen sie. „Wir wollen nicht, dass Kalksteinbergbau und Zementfabriken unsere Heimat zerstören.“

Kürzlich protestierte auch die Fridays for Future-Bewegung vor dem Konzern.

Was dahinter steckt: Recherchen in Indonesien und Kolumbien

SWR2-Wissen-Reporter Thomas Kruchem hat in Indonesien recherchiert, was dahinter steckt. Dort kämpfen Bauern inzwischen erfolgreich gegen den Kalksteinabbau durch HeidelbergCement.

Ähnliches passiert aber auch auf der anderen Seite der Welt, in Kolumbien. Dort sieht die Bevölkerung ihre Wasservorräte durch den Gold-Bergbau bedroht. Hunderttausende Menschen aus allen Bevölkerungsschichten gehen auf die Straße, um Hochmoore und die Wasserversorgung vor den Eingriffen durch Bergbaukonzerne zu schützen.

Konzerne stoßen auf immer mehr Widerstand

Das ist ein Trend: Auch in Schwellenländern haben es Regierungen und Konzerne immer schwerer, Großprojekte mit gravierenden sozial-ökologischen Folgen gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen.

Wie Großprojekte die Wasserversorgung bedrohen

Wasser wird knapp, bedingt durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum. Menschen brauchen Wasser zum Trinken, Waschen, aber auch, um Felder zu bewässern und Waren herzustellen – und um Rohstoffe aus der Erde holen. Haushohe Bagger reißen – über- und untertage – gewaltige Wunden in die Erde. Sie verändern die Fließrichtung von Bächen und Flüssen; sie setzen chemische Reaktionen in Gang, die Grund- und Flusswasser zu schwermetallgesättigter Giftbrühe machen. Viele Betroffene wehren sich – und immer häufiger mit Erfolg, ob in Südamerika oder Südostasien.

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