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In der Bibel ist es nachzulesen: Ein Bock wird symbolisch mit allen Sünden beladen und in die Wüste geschickt. Das entlastet. Alles Böse wird auf ein Ersatzobjekt gelenkt.

Bei Bedrohungen funktioniert dieser Mechanismus immer wieder: Es wird eine gesellschaftliche Gruppe als "Andere", als nicht zugehörig konstruiert.

Äußere Sichtbarkeit dieser "Anderen" – Kopftuch, Kippa, Handicaps, Hautfarbe – erleichtern die Sündenbock-Konstruktion. Ihnen wird die Schuld für die Bedrohung – Seuchen, Naturkatastrophen, gesellschaftliche Missstände – angelastet.

Diskussion Immer die anderen – Warum brauchen wir Sündenböcke?

Warum brauchen wir Sündenböcke? Es diskutieren: Prof. Dr. Christoph Dinkel - Theologe und Pfarrer in Stuttgart, Prof. Dr. Maria-Sibylla Lotter - Philosophin, Universität Bochum, Dr. Andreas Spillmann - Direktor des Landesmuseums Zürich  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch „Und dann war das Ding halt einfach drin“: Die Doku #Dieselgate über den VW-Abgas-Skandal auf Arte

Die eigentliche Verantwortung für den Dieselskandal bei VW sei bis heute nicht richtig aufgeklärt, sagt der Regisseur Johan von Mirbach in SWR2 über seine Dokumentation #Dieselgate im Kultur-Sender Arte. Von Mirbach hat für seinen Film auch mit VW-Managern gesprochen, deren Namen anonymisiert wurden. Bis heute hielten sich diese Männer nicht für verantwortlich, so Mirbach: „Jeder, der dabei war, ist überzeugt, dass jemand anderer die Verantwortung trägt“.
Alle könnten gut erklären, was damals gelaufen sei. Einige seien auch noch immer überzeugt, dass der Einbau der betrügerischen Diesel-Software eigentlich rechtens gewesen sei. Schuld seien in ihrer jeweiligen Wahrnehmung aber immer „die anderen“. VW sei damals ein sehr autoritär geführter Konzern gewesen. Während man Ingenieuren ein eigentlich „unlösbares Problem“ zur Lösung übertragen habe, so von Mirbach, seien die Verantwortung nach oben weggeschoben und die eigentlichen Details immer spärlicher weitergemeldet worden. Einer der Manager habe in der Doku lakonisch festgestellt: „Und dann war das Ding halt einfach drin.“
Die Dokumentation „#Dieselgate. Die Machenschaften der Deutschen Autoindustrie“ läuft am 23. Februar um 20 Uhr 15 im Sender „arte“.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch #IchBinKeinVirus – Victoria Kure-Wu kämpft im Netz gegen anti-asiatischen Rassismus

Menschen mit asiatischem Background sind in Corona-Zeiten verstärkt Beleidigungen und rassistischen Angriffen ausgesetzt. Victoria Kure-Wu wehrt sich mit einem Internetprojekt.  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

Psychologie: aktuelle Beiträge

Psychologie Cave-Syndrom: Angst vor der Normalität nach Corona

In den USA sind teils Impfraten von über 80% erreicht. In Kalifornien etwa werden jetzt die meisten Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstandhalten aufgehoben. Einige Menschen trauen sich nicht raus, aus Angst sich doch noch anzustecken.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gesellschaft Transidentität – Wenn Kinder sich ein anderes Geschlecht wünschen

Immer mehr Kinder fühlen sich fremd in dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde; sie identifizieren sich nicht damit. Die Folgen einer Geschlechtsanpassung müssen sie mit ihren Eltern und Mediziner*innen wie Psycholog*innen gut ergründen. Von Silvia Plahl. | Weiterführende Infos: www.trans-kinder-netz.de | Forschung und Studien: Deutscher Ethikrat (http://x.swr.de/s/13sp), Leitlinien AWFM (http://x.swr.de/s/awmf), Interministerielle Arbeitsgruppe „Inter- und Transsexualität​“ (http://x.swr.de/s/imag), DJI (http://x.swr.de/s/13sr). | Weitere Studien und Manuskript zur Sendung http://swr.li/transidentität | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen | Korrekturhinweis: In der Folge ist an einer Stelle die Rede hiervon: „Geschätzt wird, dass heute 2 bis 8 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine solche Geschlechtsinkongruenz erleben.“ Richtig ist: 1,5 – 2 Prozent. Die Zahlen beruhten auf Angaben auf der Website der Charité. Die Charité hat inzwischen selbst die Zahlen, die auf einer schwedischen Studie beruhen, korrigiert.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Psychologie Studie: Das Wohlbefinden sank wegen Corona deutlich

Für eine internationale Studie wurden 15000 Menschen danach befragt, ob und wie die Pandemie ihr psychisches und physisches Wohlbefinden verändert hätte. 73 % gaben an, dass sich ihr mentales Wohlbefinden verschlechtert habe.
Christine Langer im Gespräch mit dem Sportwissenschaftler Jan Wilke.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2