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Hans-Volkmar Findeisen (Foto: SWR, privat)

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"Kanal des Todes" nannte man die 230 Kilometer lange Wasserstraße durch den Nordwesten Russlands. Sie sollte die Ostsee über das Weiße Meer und die Nordostpassage mit dem Pazifik verbinden.

50.000 Menschen starben bei dem Projekt, das ab 1931 unter schwierigsten Bedingungen in nur 20 Monaten gebaut wurde. Der Kanal war für größere Schiffe zu seicht und letztlich sinnlos. Und doch war er in den Augen Stalins und der Kreml-Führung ein Erfolg. Denn der von Häftlingen unter Aufsicht der Geheimpolizei GPU ausgehobene Weißmeerkanal war die Blaupause für den GULAG - ein riesiges, unmenschliches System von Zwangsarbeitslagern. Und er war das erste von weiteren gigantomanischen Wasserbau-Projekten, mit denen die Sowjetunion die Natur in den Dienst des Fortschritts zu stellen versuchte.

Produktion 2018

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Der Anführer der Oktoberrevolution 1917 hat Generationen von Sowjetbürgern geprägt. Im heutigen Russland ist er zu seinem 150. Geburtstag jedoch umstritten. Von Gesine Dornblüth  mehr...

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"Archipel Gulag" über das sowjetische Lagersystem schockierte Anfang der 1970er die Linke in Westeuropa. Sein Plädoyer für Selbstbeschränkung könnte heute neu gelesen werden.  mehr...

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100 Jahre Russische Revolution 100 Jahre Roter Oktober: Russland und seine Revolution

Russische Geschichte sei, meint Putin, eine einzige Folge von Siegen. Deshalb findet der Kreml keine klare Linie, um 100 Jahre Oktoberrevolution – einen gewaltsamen Aufstand – zu feiern.  mehr...

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Porträt zum 200. Geburtstag Rosa Luxemburg und der humane Sozialismus

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Jahrzehntelang wurden Millionen Kinder in Kuren geschickt. Dort sollten sich die Verschickungskinder erholen. Doch viele wurden systematisch gequält. Von Ulrich Neumann und Philipp Reichert | In Zusammenarbeit mit Report Mainz | Film in der ARD Mediathek: http://x.swr.de/s/verschickungskinderard  mehr...

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Diskussion Vom Helden zum Buhmann deutscher Geschichte – Was bleibt von Bismarck?

Otto von Bismarck, er ist der geniale Reichsgründer und der abwägende Realpolitiker, aber als Demokratieverächter und Militarist steht er für eine Politik, von der wir uns heute distanzieren. Drei blutige Kriege ließ er bis 1871 führen, einige Jahre später machte er Deutschland zur Kolonialmacht und ebnete damit deutschen Kriegsverbrechen in Afrika den Weg. Wie sollen wir 150 Jahre nach der Reichsgründung an Bismarck erinnern? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Ulrich Lappenküper - Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Prof. Dr. Christoph Nonn - Historiker, Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Angelika Schaser - Historikerin, Universität Hamburg  mehr...

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