SWR2 Wissen

Stalins Weißmeer-Kanal – Denkmal des Größenwahns

STAND
AUTOR/IN

Audio herunterladen (13 MB | MP3)

"Kanal des Todes" nannte man die 230 Kilometer lange Wasserstraße durch den Nordwesten Russlands. Sie sollte die Ostsee über das Weiße Meer und die Nordostpassage mit dem Pazifik verbinden.

50.000 Menschen starben bei dem Projekt, das ab 1931 unter schwierigsten Bedingungen in nur 20 Monaten gebaut wurde. Der Kanal war für größere Schiffe zu seicht und letztlich sinnlos. Und doch war er in den Augen Stalins und der Kreml-Führung ein Erfolg. Denn der von Häftlingen unter Aufsicht der Geheimpolizei GPU ausgehobene Weißmeerkanal war die Blaupause für den GULAG - ein riesiges, unmenschliches System von Zwangsarbeitslagern. Und er war das erste von weiteren gigantomanischen Wasserbau-Projekten, mit denen die Sowjetunion die Natur in den Dienst des Fortschritts zu stellen versuchte.

Produktion 2018

Russland Lenin – Ein Mythos verblasst

Der Anführer der Oktoberrevolution 1917 hat Generationen von Sowjetbürgern geprägt. Im heutigen Russland ist er jedoch umstritten.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Geschichte Deutsche Architekten unter Stalin

Im Oktober 1930 bricht eine Gruppe deutscher Architekten in die Sowjetunion auf. Doch unter Stalin sind repräsentative Staatspaläste wichtiger als menschenwürdige Wohnungen.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Geschichte Alexander Solschenizyn und sein „Archipel Gulag“

"Archipel Gulag" über das sowjetische Lagersystem schockierte Anfang der 1970er die Linke in Westeuropa. Sein Plädoyer für Selbstbeschränkung könnte heute neu gelesen werden.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

100 Jahre Russische Revolution 100 Jahre Roter Oktober: Russland und seine Revolution

Russische Geschichte sei, meint Putin, eine einzige Folge von Siegen. Deshalb findet der Kreml keine klare Linie, um 100 Jahre Oktoberrevolution – einen gewaltsamen Aufstand – zu feiern.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Geschichte: aktuelle Beiträge

Porträt zum 10. Todestag Georg Kreisler und die Ritchie-Boys – Kämpfer gegen die Nazi-Barbarei

Georg Kreisler (1922 - 2011) war berühmt für seine bitterbösen Lieder wie „Tauben vergiften“. 1942 geriet er in der Emigration in eine der skurrilsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Einheiten der US-Armee: "Camp Ritchie" war im Zweiten Weltkrieg ein spezielles Ausbildungslager der US-Armee zur Schulung vorwiegend deutschsprachiger jüdischer Flüchtlinge in nachrichtendienstlicher Tätigkeit. Von Michael Reitz | Mehr zur Sendung: http://swr.li/georg-kreisler | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Porträt Der Historiker Raul Hilberg – Pionier der Holocaust-Forschung

„Die Vernichtung der europäischen Juden" gilt als erste systematische Beschreibung des Holocaust. Das Buch ist ein Standardwerk, doch auf die Anerkennung musste der Autor Raul Hilberg (* 2. Juni 1926, † 4. August 2007) lange warten. Heute gilt er als Begründer der empirischen Holocaust-Forschung. Von Rainer Volk. (SWR 2020) | Mehr zur Sendung: http://swr.li/raul-hilberg | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Evolutionstheorie Feministin gegen Darwin: Antoinette Brown Blackwell

Wer entscheidet bei den Menschen die Partnerwahl? Darwin war überzeugt: der Mann. Damit war er ein typisches Exemplar der Männergesellschaft des 19. Jahrhunderts. Die Theologin, Menschenrechtlerin und Evolutionsforscherin Antoinette Brown Blackwell (1825 - 1921) wollte das so nicht stehen lassen. Vor 100 Jahren ist sie gestorben.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2