Krieg in der Ukraine

So ist die Lage in Tschernobyl und den AKWs

STAND
INTERVIEW
Christine Langer im Gespräch mit Dagmar Röhrlich

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Russische Truppen haben das stillgelegte Kernkraftwerk Tschernobyl unter ihre Kontrolle gebracht. Nun sind wohl erhöhte Strahlungswerte gemessen worden. Wie groß ist die Gefahr, die von der Kernkraftwerksruine und den laufenden Kernkraftwerken in der Ukraine ausgeht?

Christine Langer im Gespräch mit der Wissenschaftsjournalistin Dagmar Röhrlich

Gespräch Waffenhilfe für die Ukraine: Qualitativ besser – aber nicht ausreichend

Die Waffenhilfe für die Ukraine ist besser geworden, aber sie reicht nicht aus, um Russland zu einer Friedenslösung zu zwingen. Dieses Urteil fällt Markus Kaim, der bei der Stiftung Wissenschaft und Politik die „Forschungsgruppe Sicherheitspolitik“ leitet anlässlich einer Konferenz in Kopenhagen, bei der westliche Staaten ihre Waffenhilfe für die Ukraine koordinieren wollen. „Qualitativ bewegen wir uns in die richtige Richtung“, bilanziert Kaim im Gespräch mit SWR2. Vor allem die gelieferte Artillerie schwäche Russlands Armee signifikant. Aber insgesamt stärke das Kriegsmaterial die Ukraine nicht so, dass Russland dem erklärten Ziel der Hilfe, einer Friedensregelung zustimme. Kaim meint, durch die Regierungserklärung von Bundeskanzler Scholz Ende Februar sei zwar der richtige Ton gesetzt worden, aber: „Die Ankündigungen sind klein geraspelt worden.“ Dauerhaft bleibe die Frage der Ausbildung der ukrainischen Armee an den Waffen und das Problem der Minenräumung: „Die Ukraine ist Kriegsgebiet und Rückkehrgebiet – das markiert für die nächsten Wochen und Monate einen merkwürdigen Dualismus.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Diskussion Zwischen Korruption und Krieg – Was wird aus der Ukraine?

Der Widerstand der Ukrainer gegen Russland ist ein Krieg des Volkes gegen seine Unterdrücker. Dazu gehören auch die Gegner im eigenen Land. Korruption, Vetternwirtschaft, Opportunismus und Gewissenlosigkeiten waren im Machtapparat normal. Selbst Präsident Selenskyi hat keine blütenweiße Weste. Wie immer der Kampf gegen Russland ausfällt, ein Zurück zur Herrschaft der Oligarchen ist kaum vorstellbar. Thomas Ihm diskutiert mit Prof. Dr. Jan Claas Behrend – Historiker, Katja Gloger – Journalistin, Prof. Dr. Thomas Jäger - Politikwissenschaftler
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SWR2 Forum SWR2

das ARD radiofeature Propagandaschlacht um Mariupol – Doku über eine Stadt im Krieg

Die Stadt Mariupol steht für den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Während der ukrainische Präsident sie „Herz des Krieges“ nennt, versucht die russische Propaganda, die Ukraine für das Leid der Bevölkerung verantwortlich zu machen. | Von Christine Hamel | (Produktion: BR 2022)  mehr...

SWR2 Feature SWR2

Bildung GEW warnt: Schulen stehen nach den Ferien vor Herausforderung

Die Lehrergewerkschaft GEW kritisiert den Lehrkräftemangel, der dringend behoben werden müsse. Vor allem auch wegen der Kinder aus der Ukraine. Außerdem macht die GEW auf die Lerndefizite durch die Corona-Pandemie aufmerksam und fordert eine klare Strategie.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Kriegsfolgen Ukraine: So hilft ein Zoo seinen hungernden Tieren

Die Tiere im Privatzoo „12 Monate" nahe Kiew haben Schlimmes erlebt. Im Frühjahr mussten sie über Wochen hinweg Kriegslärm, Kälte und Hunger ertragen. Nun versucht der Zoo, zum Normalbetrieb zurückzukehren.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Medizin Ukraine: So versorgt man versehrte Soldaten mit Prothesen

Bisher waren sie in der ukrainischen Gesellschaft nahezu unsichtbar: Amputierte und Menschen mit Behinderung. Doch durch den Krieg benötigen plötzlich Hunderte junger Soldaten Prothesen, um weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

SWR2 Archivradio

28.4.1986 Das Reaktorunglück in Tschernobyl wird bekannt

28.4.1986 | Am 26. April 1986 explodierte um 1.24 Uhr Ortszeit einer der vier Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Tschernobyl nahe dem Ort Prypjat in der Ukraine. Bei der Explosion wurden radioaktive Stoffe rund 1.200 Meter hoch in die Luft geschleudert. Drei großen Wolken verteilten die radioaktiven Partikel in den darauffolgenden Tagen über Europa. Die Öffentlichkeit war bis zum Abend des 28. April 1986 ahnungslos.  mehr...

29.4.1986 Erste internationale Reaktionen auf den Reaktorunfall in Tschernobyl

29.4.1986 | Nach Bekanntwerden des Reaktorunfalls in Tschernobyl war das Informationsbedürfnis der westlichen Staaten groß. Das Korrespondentennetzwerk der ARD lieferte Informationen aus allen von der Radioaktivität betroffenen Ländern.  mehr...

29.4./7.5.1986 Berichterstattung über das Reaktorunglück in Tschernobyl in der DDR

29.4./7.5.1986 | Auch die Medien in der DDR berichteten über die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Zunächst die Erklärung des Sprechers des Staatlichen Amts für Atomsicherheit und Strahlenschutz in der DDR vom 29. April 1986. Es folgt ein Gespräch der DDR-Wissenschaftler Prof. Dr. Günther Flach und Prof. Dr. Karl Lagius im Radio DDR am 30. April 1986. Beide Wissenschaftler können die Kritik an der Sowjetunion nicht nachvollziehen. Sie sehen darin eine üble Hetzkampagne des Westens. Anschließend ein Kommentar vom 2. Mai 1986 von Klaus Dieter Kröber zur Berichterstattung der westlichen Medien. Und schließlich die Nachrichten des Berliner Rundfunks vom 7. Mai 1986. Es geht darin um die Absage eines Jugendaustauschs; eine Gruppe Jugendlicher aus Baden-Württemberg hatte die DDR besuchen wollen.  mehr...

6.5.1986 Was darf man nach Tschernobyl noch essen? Live-Sendung aus Schifferstadt

6.5.1986 | In den zwei Wochen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war die Verunsicherung groß. Was kann die Giftwolke anrichten? Es wurde davor gewarnt, bei Regen rauszugehen oder Kinder im Sandkasten spielen zu lassen. Auch Salat und Blattgemüse sollten lieber nicht gegessen werden. Und dann war ja gerade Spargelzeit – darf der Spargel geerntet und verkauftet werden? Am 6. Mai 1986 brachte der Südwestfunk eine Live-Sendung aus Schifferstadt, in der Hörerinnen und Hörer ihre Fragen stellen konnten.  mehr...

14.5.1986 Stellungnahme von Gorbatschow nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl

14.5.1986 | In der ersten öffentlichen Stellungnahme der Sowjetunion nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl reagierte Michail Gorbatschow auf die Kritik des Westens. Er forderte zur internationale Zusammenarbeit in Kernenergiefragen auf.  mehr...

14.5.1986 Bundestagsdebatte zu Tschernobyl und Atomkraft

14.5.1986 | Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist am 14. Mai 1986 Thema im Bundestag. Die Debatte ist für 2 Stunden angesetzt und dauert mehr als doppelt so lang. Sie zeigt, welche Zäsur das Ereignis bedeutete. Auf der einen Seite Union und FDP, die sich durch Tschernobyl nicht davon abbringen ließen zu beteuern, dass in Deutschland die sichersten Atomkraftwerke der Welt stehen und sich auch sonst Umweltprobleme am besten mit Technik lösen lassen – Helmut Kohl spricht gar von umweltfreundlichen Autos. Er meint die mit Katalysatoren. Auf der anderen Seite die Grünen, die sich durch Tschernobyl in ihrer Anti-Atom-Haltung bestätigt sehen, und die SPD, die, wie die Rede des damals noch jungen Gerhard Schröder zeigt, nun auch auf diesen Kurs einschwenkt. | Helmut Kohl: 01:22  mehr...

LänderWissen Ukraine

Sie wollen mehr über die Menschen in der Ukraine wissen, ihre Kultur und Geschichte besser verstehen? Hier finden Sie Sendungen über die Kosaken, den Schriftsteller Nikolai Gogol und das schwierige Verhältnis der Ukraine zu Russland.  mehr...

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Christine Langer im Gespräch mit Dagmar Röhrlich