Bima, der Platz in einer Synagoge, von dem aus die Tora während des Gottesdienstes verlesen wird. Worms am Rhein, einst eine der legendären SchUM-Gemeinden und im Mittelalter ein Zentrum des europäischen Judentums, ist die einzige Stadt, in der nach dem Krieg eine komplett vernichtete historische Synagoge originalgetreu wiederaufgebaut wurde, obwohl es vor Ort gar keine jüdische Gemeinde mehr gab. (Foto: imago images, imago/epd)

SWR2 Wissen

Alte jüdische Zentren am Rhein – Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz

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Am 27. Juli 2021 entschied die UNESCO, die SchUM-Stätten in die Welterbeliste aufzunehmen

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In Speyer, Worms und Mainz entstand im Mittelalter der SchUM-Verbund jüdischer Gemeinden, der Kultur, Religion und Geistesleben des europäischen Judentums entscheidend geprägt hat.

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SchUM leitet sich ab aus den mittelalterlichen hebräischen Namen von Speyer, Worms und Mainz: Schpira, Warmaisa und Magenza.

Die SchUM-Gemeinden sind reich an einzigartigen Zeugnissen der mittelalterlichen jüdischen Geschichte. Die Sendung begleitet aktuelle Forschungen zur Dokumentation des jüdischen Erbes und die derzeitigen Bemühungen um eine Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte.

SWR 2013

Unesco SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz werden Unesco-Weltkulturerbe

Die drei jüdischen Zentren am Rhein Speyer, Worms und Mainz, die sich im Mittelalter zu den so genannten SchUM-Städten zusammengeschlossen haben, gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Das hat das Unesco-Welterbekomitee in seiner Konferenz am 27. Juli 2021 auf seiner Konferenz im chinesischen Fuzhouz entschieden. Bereits am 24. Juli fiel die Entscheidung, dass Baden-Baden und Bad Ems zusammen mit anderen Bäderstädten in das Welterbe aufgenommen werden.  mehr...

Jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz SchUM-Stätten sind Weltkulturerbe: Mainzer Bischof spricht von "großartiger Entscheidung"

Die SchUM-Städte Mainz, Speyer und Worms sowie der niedergermanische Teil des Limes sind Weltkulturerbe der Unesco. Das hat das Welterbekomitee am Dienstag beschlossen.  mehr...

Worms und Speyer sind schon dabei Die jüdischen SchUM-Stätten per App erkunden

Das jüdische Erbe der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz lebendig machen – das will eine umfangreiche Storytelling-App, die der Verein der SchUM-Städte gemeinsam mit der Hochschule Worms entwickelt hat. Vor zwei Jahren wurde das jüdische Worms in einem ersten Schritt virtuell präsentiert, nun sind die jüdischen Kulturstätten in Speyer dazugekommen. Wenn die Entscheidung über den UNESCO-Welterbe-Titel im Juli gefallen ist, soll die App noch um das jüdische Mainz vervollständigt werden.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Mainz

Archäologie Jüdische Grabsteine aus dem Mittelalter in Mainz entdeckt

Bauarbeiten in der Mainzer Altstadt förderten Ungewöhnliches zu Tage: Jüdische Grabsteine, die in einer Mauer verbaut waren. Wahrscheinlich stammen sie vom alten jüdischen Friedhof auf dem Judensand, der im Mittelalter der größte seiner Art war. Die Grabsteine werden nun weiter erforscht – passend zum Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und zum Antrag der SchUM-Städte als Weltkulturerbe, über den die UNESCO im Sommer entscheiden soll.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

UNESCO Jüdische SchUM-Städte am Rhein sollen Welterbe werden

SchUM ist die hebräische Abkürzung für Speyer, Worms und Mainz. Und die alten jüdischen Stätten dort sollen nun Weltkulturerbe werden: Ritualbäder, Friedhofe, Synagogen.  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Geschichte Wie kamen die ersten Juden nach Deutschland?

Die Juden kamen nicht „nach Deutschland“, sondern sie lebten schon hier, lange bevor es so etwas wie „Deutschland“ gab, nämlich im 2. bis 3. Jahrhundert nach Christus. Damals war das, was heute Süddeutschland ist, Teil des Römischen Reiches. Das belegen archäologische Zeugnisse aus jener Zeit, Objekte etwa, die an den traditionellen siebenarmigen Leuchter, die Menora erinnern. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Sprache Wie ist Jiddisch entstanden?

Das Jiddische hat sich aus dem Mittelhochdeutschen entwickelt, doch ansonsten liegen die Ursprünge im Dunkeln. Es gibt kaum Quellen aus der Zeit vor 1350. Zumindest die Struktur des Jiddischen spricht für eine Herkunft im oberdeutschen Raum, also im Sprachgebiet des Alemannischen, vor allem aber Bairisch-Österreichischen bis hin zum Böhmischen. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Judentum Was ist der Unterschied zwischen Tanach, Talmud und Thora?

Thora heißt übersetzt „Wegweisung“: Im engsten Sinne sind das die fünf Bücher Mose. Der Tanach ist die jüdische Bibel oder das, was die Christen als Altes Testament bezeichnen. Der Talmud ist der Versuch, Schriften auszulegen und zu verstehen. Von Edna Brocke | http://swr.li/thora-talmud-tanach  mehr...

Judentum Wie wird man Jude?

Das Judentum ist im Gegensatz zu Christentum und Islam keine missionierende Religion. Es ist nicht darauf aus, dass Nicht-Juden konvertieren. Aber wer will, kann Jude werden. Von Edna Brocke  mehr...

Onomastik Warum sind jüdische Familiennamen oft besonders wohlklingend?

In Mitteleuropa haben die Juden erst sehr spät Familiennamen angenommen. Das hängt mit den sogenannten Emanzipationsgesetzen zusammen. Von Konrad Kunze  mehr...

Stuttgart

Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 2021 feiert die Bundesrepublik Deutschland das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Aus diesem Anlass soll nicht nur gegen das Wiedererstarken des Antisemitismus gekämpft, sondern vor allem auch auf die vielfältigen Lebensrealitäten der Jüdinnen und Juden in Deutschland geblickt werden.  mehr...

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