Wort der Woche

Resilienz – erklärt von Bernhard Pörksen

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INTERVIEW
Marie-Christine Werner

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Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, auch in schweren Zeiten psychisch gesund zu bleiben und Probleme bewältigen zu können, ohne ernsten Schaden zu nehmen. Eingeführt wurde der Begriff in den 1950er-Jahren mit der Erforschung von Resilienz bei Kleinkindern. In einer entscheidenden Langzeitstudie stellte die Entwicklungspsychologin Emmy Werner Anfang der 70er-Jahre schließlich zum ersten Mal die Resilienz bei kleinen Kindern fest.

Aktuell macht der Begriff angesichts eines neuen gesellschaftlichen Krisenbewusstseins enorme Karriere und taucht neben der Bedeutung für den einzelnen Menschen in den verschiedensten Kontexten auf. Diesen Begriffswandel betrachtet Prof. Bernhard Pörksen als Symptom für unsere Schwierigkeit, Zukunft noch in einem positiven Sinne zu denken.

Psychologie Wie wir Krisen bewältigen – Resilienz und ihre Grenzen

Widerständen trotzen und durch Krisen gehen – die Superkraft der Psychologie heißt Resilienz. Haben wir alle das Zeug zum Stehaufmenschen und ist das überhaupt das Ziel?  mehr...

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Psychologie Umgang mit Krisen: So kann man Kinder stark machen

Krieg in der Ukraine, Krieg in Europa. Bei älteren Menschen kommen Ängste von früher hoch. Und für viele Jüngere ist es das erste Mal, dass ein Krieg plötzlich ganz nah ist. Wie geht man mit dieser Angst um? Wie bleibt man selbst stabil?  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Krieg Resilienztraining für ukrainische Soldaten

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Psyche. In Präventionskursen der Armee werden nun Experten ausgebildet, die ihr Wissen an Soldaten weitergeben. Die Bewältigungsstrategien sollen posttraumatischen Belastungsstörungen vorbeugen.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gespräch Svenja Flaßpöhler über ihr Buch „Sensibel“ - Sensibilität und Resilienz gehören zusammen

Dass Menschen sensibler werden für eigene und fremde Grenzen, dass wir vorsichtiger miteinander umgehen, das sei auf jeden Fall erstmal ein Zeichen von zivilisatorischem Fortschritt, sagt die Philosophin und Autorin Svenja Flaßpöhler in SWR2. Aber derzeit würde man eben erleben, dass das Progressive der Sensibilität umkippe in eine Regression, also eine zerstörerische Kraft, weil – so scheint es – die Sensibilität uns nicht mehr verbinde, sondern die Gesellschaft zersplittere.
Sensibel zu sein für subtile Arten von Sexismus und Rassismus sei erstmal gut. Aber es gebe einen Punkt, wo man fragen könnte, ob nicht einfach nur noch jede Sensibilität eine neue Sensibilität hervorbringe. „Und deshalb plädiere ich dafür, dass wir nicht nur gucken müssen, dass wir sensibel miteinander umgehen, sondern dass wir tatsächlich auch die Widerstandskraft, die ja immer so als Gegensatz zur Sensibilität begriffen wird, dass wir diese Widerstandskraft ins Bündnis bringen mit der Sensibilität.“
In einer freiheitlichen Gesellschaft seien persönliche Krisen und Verletzungen unvermeidbar. „Die Resilienz rechnet damit, dass das passieren wird und ermächtigt uns eben dann, damit umzugehen," sagt Flaßpöhler.
Von Svenja Flaßpöhler erscheint heute das Buch „Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenze des Zumutbaren“, ein Buch zur aktuellen Debatte, wie wir miteinander umgehen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Die Macht ... (10/10) Die Macht stößt auf Widerstand

Wenn Menschen aufbegehren, können sie Macht kippen. Aber was macht Widerstand erfolgreich? Wie wird aus einer Einzelkämpferin eine große Bewegung? Welche Mittel sind gerechtfertigt?  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Hirnforschung So beeinflusst Stress in der Kindheit das Gehirn für lange Zeit

Wissenschaftler*innen der Uniklinik Mainz haben gezeigt, dass belastende Erfahrungen im frühen Kindesalter die Funktion von bestimmten Gehirnzellen lange beeinträchtigen können. Das Ziel ist, neue Therapieansätze bei psychischen Störungen wie der Depression zu entwickeln.
Martin Gramlich im Gespräch mit Prof. Thomas Mittmann, Universitätsmedizin Mainz  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Aula Auswege aus der Beschleunigungsgesellschaft

Wenn Beschleunigung das Problem der Gesellschaft ist, dann ist die Lösung die Resonanz. Professor Hartmut Rosa, Soziologe an der Uni Jena, zeigt, wie Resonanz wirkt.  mehr...

SWR2 Wissen: Aula SWR2

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Marie-Christine Werner